Security: Beim DeepSec-Sicherheitsgipfel in Wien treffen sich die guten bösen Buben

Sicherheitsgipfel: Diese Woche treffen sich Hacker und Security-Experten zum Gedankenaustausch bei der zweiten DeepSec-Konferenz in Wien. Thema: die immer brisantere Sicherheit von IT-Systemen.

Eine leichte Paranoia gehört bei Security-Beratern und Hackern fast schon zum Berufs­ethos. Während Erstere jene schon aus verkaufstaktischen Gründen pflegen, wissen Zweitere aus ­eigener Anschauung, dass Computersys­teme oft löchriger sind als Schweizer Käse und Mitarbeiter mitteilsamer, als sie sein sollten.

Security als Perpetuum mobile
Das Security-Geschäft ist ein Perpetuum mobile. Je mehr Daten aus Lebens- und Arbeitsbereichen in die Systeme kommen, umso vielfältiger wird die Angriffsfläche. Brutaler, weil von krimineller Energie und kommerziellen Interessen bestimmt, werden jedenfalls die Angreifer, darin sind sich alle Beobachter einig. War es früher oft noch der reine Spieltrieb (der PC-Virus feiert diese Woche seinen 25. Geburtstag), wimmelt es heute im Netz von Viren, Würmern, Trojanern, Spyware, Backdoor-Programmen bis hin zu Botnets, wo gleich ganze Legionen von Rechnern gekapert werden.

Estland lahmgelegt
Vom Plündern privater Bankkonten bis zu schweren Firmenerpressungen reicht das Sündenregister der Cyber-Gangster. Und dass die Internetattacken längst politische Dimensionen haben, zeigten die Angriffe, mit denen russische Hacker ­Estland und Litauen systematisch lahmlegten. Die baltischen Staaten drängten die EU dazu, eine gemeinsame Schutzplattform einzurichten. Und die USA gehen mit der ihnen eigenen Gründlichkeit dazu über, globale Interneteinsätze gleich mit der US-Luftwaffe zu koordinieren

Top-Experten zu (Un)Sicherheiten des Webs
Diese Woche treffen sich in Wien „gute“ Hacker und Industrie-Experten zu einem viertägigen Event und geben dabei IT-Managern, aber auch Entwicklern Einblick in ihre Arbeit. Ivan Krstic, der ehemalige Sicherheitschef des One-Laptop-per-Child-Projekts, kommt ebenso wie Adam Laurie, der sich auf das Eindringen in RFID-Funksysteme spezialisiert hat. Dazu reisen einige Dutzend Experten aus aller Welt, hauptsächlich aber aus den USA und Europa, an. Sie referieren über sicheres Programmieren und Datenbanksicherheit ebenso wie über die Unsicherheit des Web 2.0 und die „Schwachstelle“ Mensch. Mit dem „Google-Hacker“ Johnny Long hat mit FORMAT über die Fehler der Firmen und die vermeintlich bösen Buben der Hacker-Community gesprochen (siehe Interview ).

Die DeepSec 2008: Hacker & Berater
Von 11. bis 14. November treffen sich Hacker und Security-Berater in Wien zur 2. DeepSec-Konferenz. An den ersten beiden Tagen gibt es Trainings (1.495 Euro), die letzten beiden Tage Konferenz (595 Euro). Neben prominenten Rednern wie Adam Laurie, Johnny Long oder Ivan Krstic sind zahlreiche Experten aus der Industrie vor Ort. Nähere Information unter https://deepsec.net/

Von Barbara Mayerl

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