Neuentwicklung: Mit Windows 7 könnte Microsoft der große Wurf gelungen sein

Microsoft kann richtig schnell sein: Nach nur zwei Jahren Entwicklung ist das neue Betriebssystem Windows 7 geboren.

„Windows 7 ist so gut geworden, weil wir mit Vista echt Schmerzen hatten“, meinte Microsoft-Geschäftsführer Kevin Turner. Das unterschreiben in der Regel die, die es bereits verwenden. Martin Fahrnberger vom IT-Dienstleister mii AG berichtet: „Ich war positiv überrascht. Es war ein echtes Aha-Erlebnis. Alles funktionierte so, wie ich es mir gewünscht hatte.“ Eine Aussage, die bei Vista sehr selten zu hören war. Wesentlich vereinfacht wurde die Verwaltung von Netzwerken und Peripheriegeräten wie Druckern, Kameras oder Handys. Alle Netzwerke (Büro, WLAN, Datenkarte etc.) sind übersichtlich dargestellt und können leicht eingerichtet werden.

Multi-Touch & Aero Snap
Die Ober­fläche ist dem Vorgänger Vista nicht unähnlich, wurde aber intelligent weiterentwickelt. W7 wurde bewusst auf Touch-Steuerung ausgelegt, bei Multitouch-fähigen Laptops (derzeit bei HP und Dell) geht sogar noch mehr. „Ich kann damit wie beim iPhone ein Bild mit den Fingern vergrößern und verschieben.“ Ein schnelleres und bequemes Arbeiten ermöglicht die runderneuerte Task-Leiste. Funktionen wie die erweiterte Vorschau oder Shortcuts zu den letzten Dokumenten direkt über die rechte Maustaste erleichtern die Arbeit. Aber der neue Desktop kann noch mehr. Mit Aero Snap werden Fenster schnell an­geordnet, mit einer einzigen Mausgeste wird der Desktop transparent, um den Hintergrund anzuzeigen. Oft sind es die scheinbar profanen Dinge, die Freude machen. „Viele Nutzer ändern mindestens einmal im Monat ihren Bildschirmhintergrund“, sagt Experte Fahrnberger. „Jetzt können sie von Anfang an mehrere Bilder definieren.“

Vereinfachte Suchen  
Die Suchfunktion wurde erheblich verbessert. „Man findet alle Dokumente, ganz egal in welchem Ordner sie sind und um welche Dateitypen es sich handelt“, so Fahrnberger. Das spart Zeit. Windows 7 fasst Dateien eines bestimmten Typs – etwa alle Bilder – in persönliche Bibliotheken zusammen. ­Dadurch wird der Speicherort an sich weniger wichtig. Sein Resümee: „W7 ist keine zwanghafte Revolution, sondern eine sinnvolle Weiterentwicklung. Die guten Dinge von Vista wurden beibehalten und dabei benutzerfreundlich verschlankt. Außerdem hat Microsoft einerseits in Bereichen nachgebessert, die bisher bei anderen Betriebssystemen wie Apples Mac OS X besser funktionierten, und andererseits sowohl auf technologischer Seite als auch im Komfort hilfreiche Neuentwicklungen eingebaut.“ Im Privatbereich sei der Umstieg jedenfalls zu empfehlen.

Windows 7 in sechs Varianten
Auch die Hardwareanforderungen sind niedriger als bei Vista. W7 auf Netbooks ist durchaus möglich. „Sollten einige alte Programme auf Windows 7 nicht mehr laufen, liefert Microsoft dafür per Download ein kostenloses Update mit einem XP-Modus.“ Für Firmenkunden ist W7 ebenfalls attraktiv und sinnvoll. Hier stehen aber andere Features im Vordergrund: „W7 hat – gerade in Verbindung mit der neuen Servertechnologie von Windows 2008 R2 – massive Verbesserungen für Firmenkunden. Zum Beispiel im Bereich Sicherheit, Mobility oder bei der Anbindung von Zweigstellen. Der Umstieg sollte allerdings gut ­geplant werden. Kommen wird Windows 7 in sechs Varianten. Die Version für Private, W7 Home Premium, wird rund 120 Euro kosten. Wer einen PC mit Vista kauft, sollte einen Gutschein für W7 bekommen.

Von Barbara Mayerl

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