Mobile Business – Arbeiten außerhalb des Büros

Mobile Business – Arbeiten außerhalb des Büros

Als Yahoo!-Chefin Marissa Mayer kürzlich das Zeitalter der Heimarbeit mit einem Handstreich beendete, sorgte das für Schlagzeilen weltweit. Dass die neue Chefin glaubt, ihre Leute vor Ort besser auf die Umstrukturierung einschwören zu können, ist nachvollziehbar. Der globale Trend geht aber ganz klar in die andere Richtung.

Tatsächlich haben immer weniger Arbeitnehmer einen fixen Schreibtisch vor sich, und wenn, dann teilen sie ihn oft mit einem Kollegen. In jedem zweiten Unternehmen wird mobiles Arbeiten praktiziert, hat der Global Workshifting Index von Citrix Systems 2012 erhoben. Die andere Hälfte denkt darüber nach, welche Maßnahmen sie 2013 noch setzen könnten, um mit der virtuellen Teamarbeit die Abläufe zu straffen und Kosten zu sparen.

Der Kitt in der Teamarbeit bleibt die Kommunikation. Wo die Kaffeeküche als Begegnungsort in den Hintergrund tritt, drängen sich neue technische Hilfsmittel nach vorn, die sich unter einem großen Trend zusammenfassen lassen: Social Collaboration. Will heißen: Firmen versuchen, die guten Seiten des sozialen Netzwerkens für ihre Geschäftsabläufe nutzbar zu machen. Facebook spielt hier aber keine Rolle, die Ideen von Facebook sehr wohl.

Alle großen IT-Marken haben Spezialfirmen in dem Bereich zugekauft und integrieren deren beste Funktionen in ihre Firmen- und Kommunikationssoftware. Adressbücher sind heute mit Präsenzinformationen vernetzt, und die Mitarbeiter wissen - ohne den Hörer in die Hand zu nehmen -, ob eine Person innerhalb oder außerhalb der Firma gerade greifbar ist, und können sie gegebenenfalls auch über einen kurzen Chat kontaktieren. Die E-Mail stirbt zwar noch länger nicht aus, doch Firmen haben erkannt, dass sie für eine koordinierte Abstimmung von virtuellen Projektteams hinderlich ist, weil ein paralleles Arbeiten damit unmöglich ist.

Nahed Hatahet ist ein Spezialist für Teamarbeitsszenarios und berät Kleinfirmen und Konzerne. Er sagt: "Heute sendet man keine Präsentationen mehr im Kreis, sondern nur mehr die Metainformation in Form eines Links, und die Beteiligten greifen auf ein Dokument zu, das zentral gespeichert ist.“ Der noch immer größte Lieferant von Büro-Software, Microsoft, hat sich dazu seine Gedanken gemacht und bietet mit Sharepoint und Lync zwei eigene Produkte, die durch strategische Zukäufe wie Skype (2011) und dem sozialen Netzwerk Yammer (2012) abgerundet wurden. Sich die einzelnen Produktnamen zu merken lohnt sich nicht, denn alle wichtigen Funktionen für die Teamarbeit sind mittlerweile über das klassische Office-Programm (Office 365) zu nutzen. Microsoft hat ganz neue Apps für iPhone und iPad entwickelt. Man kann darüber hinaus ein in Office erstelltes Dokument auch auf diesen Geräten direkt bearbeiten lassen.

Hatahet: "Diese Office-Webapps sind ein kluger strategischer Schachzug von Microsoft.“

Die mobile Echtzeit-Kommunikation kann keiner mehr auslassen, und sie hält auch in immer mehr Software Einzug, gleichgültig ob sie von SAP oder Salesforce kommt - oder von kleinen Spezialanbietern, die sich nur ganz konkrete Anwendungsszenarien herauspicken und damit in der virtuellen Teamarbeit reüssieren, wie etwa beim schnellen Versand von großen Datenmengen oder bei virtuellen Videokonferenzen (siehe " Tipps ").

Mit der Umsetzung hapert es in der gelebten Realität allerdings noch da und dort - und zwar weniger an den Hilfsmitteln selbst als an der Organisation in der Firma. Mit virtuellen Echtzeit-Teams tun sich Digital Natives natürlich leichter als die im Analog-Zeitalter Geborenen.

Der Weg in die Zukunft ist vorgegeben. Denn das Büro als physischer Versammlungsort ist ein Auslaufmodell. Bis zum Jahr 2030 werden wir mehr als die Hälfte der Arbeitszeit zuhause oder woanders verbringen, nur 30 Prozent werden noch ein klassisches Büro nutzen.

Das Gros der Kunden bucht seinen Sommerurlaub in den Monaten Jänner bis März. Der Rest bucht in letzter Minute.
#urlaub #internet #reise
 

Internet

Urlaub in letzter Sekunde

Warum Apple 3,2 Milliarden Dollar für Kopfhörer ausgegeben hat, die man nicht braucht - und warum sich der Beats-Deal für den Konzern trotzdem lohnt.
#beats apple
 

Börse International

Warum Apple 3,2 Milliarden für den Beats-Deal zahlt

Das Auto soll mit Elektromotor ausgestattet werden und
#Google #Elektroauto
 

Innovation

Google baut selbstfahrende Autos ohne Lenkrad