Microsofts Stunde der Wahrheit: Die ersten Windows Phone 7 Smartphones sind da

Die ersten Smartphones mit dem Windows Phone 7 sind im Handel. Tester waren positiv überrascht. Jetzt gilt es, die Anwender zu überzeugen.

Seit 21. Oktober werden Smartphones mit dem runderneuerten mobilen Betriebssystem von Microsoft – Windows Phone 7 – in Österreich verkauft. Die meisten Modelle zum Marktstart liefert HTC. Alle vier Mobilfunker haben zumindest ein Gerät im Programm. Ja nach gewähltem Tarif kostet die Hardware zwischen null und 149 Euro. Im Freiverkauf liegen die Geräte zwischen 500 und 630 Euro.

Technisch unterscheiden sich die Windows-Smartphones kaum. Schnelle Prozessoren, mindestens 5-Megapixel-Kameras, GPS, schnelle Datenübertragung und ein Mindestspeicher von 8 Gigabyte sind die Vorgaben, die Microsoft den Produzenten machte. Bei dem einen Modell ist der Sound besser, beim anderen das Display brillanter, das nächste wurde für Gaming maßgeschneidert.

Augenfällig ist die komplett überarbeitete Benutzeroberfläche. Hinter den Kacheln, den sogenannten „Hubs“, sind die Kommunikationsabläufe des Kunden organisiert. Neben Mails, Telefonaten und allen sozialen Netzwerken können Firmenkunden – bislang die traditionelle Klientel des Windows-Smartphones – ein komplettes Minibüro mit Word, Excel und PowerPoint nutzen: Dokumente öffnen und bearbeiten inklusive. Die hauseigene Portal-Software SharePoint gibt es ebenfalls in der Mobilvariante. Und die Integration von Outlook und Exchange ist so logisch, dass sie eigentlich nicht erwähnt werden muss.

Weniger ist mehr

Den individuellen Charakter bekommen die Smartphones durch die kleinen Zusatzprogramme, die Apps. Was bei Apple der AppStore, ist bei Microsoft der Marketplace. Microsofts Handychef Achim Berg stellte klar, dass ihm bei den Apps Qualität wichtiger sei als Quantität (Format 41/10). In den Marketplace kommt nur, was die Qualitätskontrolle in Redmond passiert und Sinn macht. Max Knor von Microsoft Österreich arbeitet seit Monaten mit heimischen App-Entwicklern zusammen. Er unterscheidet zwei Typen: „Die einen entwickeln bereits Programme mit Microsoft-Technologien und wollen die jetzt auch auf das Handydisplay bringen. Die zweite Gruppe hat bislang für Konkurrenzsysteme programmiert und hofft nun, ihr Geschäft um mobile Windows-Kunden zu erweitern.“

Als übervoll kann man den mobilen Marketplace noch nicht bezeichnen, doch das erste Angebot scheint durchdacht. Für Firmenanwender sind Programme wie das Hotelportal HRS oder die deutschen Nachrichtenquellen Finanzen.net und „Handelsblatt“ sicher ein beliebter Finger-Tipp. Entertainment- und Videoprogramme der RTL-Gruppe stehen vor der Freigabe, die International Movie Database (IMDB) ist ebenso abrufbar wie der Musikdienst play.fm. Wissenswertes und Wörterbücher gibt es mit Wikipedia und dict.cc. eBay ist praktisch ein Muss und ebenso vorhanden wie Twitter, YouTube oder der Geolocation- Dienst 4square. Das Facebook-Programm muss nicht erst geladen werden. Facebook ist direkt integriert („Peoples Hub“) und wird wie diverse Mail-Konten automatisch abgerufen.

Beim Bezahlen will Microsoft seinen Partnern im App-Market weniger strikte Preisvorgaben machen als Apple. Max Knor: „Der Markt macht den Preis. Wer für einen Trinkgeldrechner 50 Euro verlangen will, kann das tun. Der Kunde wird aber eher zu einer günstigeren Alternative greifen.“ Die wichtigste App aus Österreich ist zum Start sicher Red Bull TV.

A1 schenkte Windows-Phone-7-Käufern am 21. Oktober gar eine Xbox 360. Microsoft subventioniert seine Spielkonsolen aus gutem Grund. Die Windows-Smartphones mit ihren leistungsstarken Prozessoren werden als mobile Spielkonsolen ins Rennen geschickt. Spieler der Xbox-Online-Community können sich ihr Alter Ego („Avatar“) auf das Display holen und dort weiterspielen. Zum Verkaufsstart stehen die beliebtesten 50 Xbox-Games bereit: Von „Assassin’s Creed“ über „Guitar Hero“ und „Halo Waypoint“ bis zu „Star Wars“ und „Splinter Cell“ dürften die Gamer unter den Erstkunden wenig vermissen.

Rechtzeitig zum Start hat Microsoft auch seinen iTunes-Konkurrenten Zune in Österreich gestartet. Auf den PC geladen, können damit nicht nur die Musikbibliotheken synchronisiert werden, sondern es kann auch die On-Demand-Videothek („Zune Video“) genutzt werden. Die Filme können via Download oder Streaming konsumiert werden.

– Barbara Mayerl

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