Kameratest: Spiegelreflex gegen System-Cams im FORMAT-Vergleich

Spiegelreflex- gegen Systemkameras: Wer macht die besseren Bilder? Ein Vergleich mit selbst geschossenen Fotos. Plus 3D-Extra: Die ersten 3D-Fotoapparate und 3D-Camcorder der Welt im Vergleich.

Systemkamera oder doch eher klassische Spiegelreflex? Seit dem Vormarsch der „spiegellosen“ Spiegelreflex-Alternative plagen Foto- Fans beim Kamera-Kauf echte Zweifel. Die Systemkamera-Hersteller (Olympus, Panasonic, Samsung und Sony) versprechen „das Beste aus zwei Welten“ – die Abmessungen einer Kompaktkamera, kombiniert mit der Fotoqualität einer Spiegelreflex. Der technische Unterschied zwischen echter Spiegelreflex und Systemkamera: Systemkameras verzichten auf den voluminösen mechanischen Spiegelkasten und sparen dadurch bei Abmessungen und Gewicht. Im Gegensatz zu digitalen Kompaktkameras kann man bei Systemkameras aber – wie bei einer Spiegelreflex – die Objektive tauschen. Produzenten wie Samsung und Panasonic haben sich inzwischen sogar ganz aus dem DSLR-Geschäft zurückgezogen und setzen nun ausschließlich auf Systemkameras. Panasonic-PR-Manager Michael Langbehn: „Mit der ersten spiegellosen Systemkamera Lumix G1 vor knapp drei Jahren hat Panasonic ein neues Kamerasegment geschaffen.“ „In spätestens sechs Jahren“ – so Langbehn – sollen Systemkameras „die klassischen Spiegelreflexkameras bei den Absatzzahlen überholt haben.“

Foto-Duell Spiegelreflex versus Systemkamera

FORMAT wollte herausfinden, ob Langbehns Optimismus berechtigt ist, und ließ zwei digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) und vier Systemkameras in einem Foto-Duell gegeneinander antreten. Das Ergebnis ist durchwachsen: Systemkameras liefern oft, aber nicht immer eine DSLR-ähnliche Fotoqualität. Speziell an „Foto-Kaiser“ Nikon D3100 zerschellte das Gros der Herausforderer. Anders sieht es da schon bei der zweiten Einsteiger- Spiegelreflex, der Pentax K-x, aus. Für sie sind Systemkameras bereits eine ernst zu nehmende Bedrohung. Speziell Sonys NEX-5 kann mit einer DSLR-ebenbürtigen Fotoqualität aufwarten und schießt dazu noch die besseren Videos in Full HD.

Sieben 3D Cams im Praxis-Test

Ein weiterer Foto- und Videotrend, der momentan vor allem den „Early Adoptern“ Kopfzerbrechen bereitet, heißt „3D“. Da steht nun der 3D-Fernseher im Haus – und was ist darauf zu sehen? Die Idee, 3D-Content „in Eigenregie“ zu produzieren, ist da naheliegend. Inzwischen sind die ersten 3D-Kameras und -Camcorder am Markt, wobei die Methoden der 3D-„Bildherstellung“ durchaus unterschiedlich sind (siehe Kasten rechts). Die 3DPreis- Range reicht derzeit von 179 Euro bis 1.629 Euro, die Qualitätsunterschiede sind entsprechend. Wie der Praxistest zeigt, besteht allerdings kein zwingender Zusammenhang zwischen Preis und Qualität. Fujifilms FinePix Real 3D W3 überraschte etwa mit tadelloser Foto- und Videoqualität – und das für 299 Euro.

Pionier-Probleme

Als „Beta-Tester“ der Industrie stößt der 3D-Pionier allerdings auf ungewöhnliche Probleme. Eins davon: Manche 3D-Fileformate lassen sich derzeit nur wiedergeben, indem man die 3D-Cam direkt via HDMI an den 3D-Fernseher stöpselt. Versucht man das Ganze mit archivierten 3D-Aufnahmen über eine externe Festplatte, kann’s passieren, dass der 3D-Fernseher damit nichts anzufangen weiß. So erkannte etwa Sonys 3D-Fernseher EX72 die abgespeicherten 3D-Files des eigenen (!) Camcorder-Flaggschiffs nicht als solche – und spielte sie normal ab. Und: Die 3D-Bildqualität hängt nicht nur von der Kamera, sondern auch stark vom verwendeten 3D-Fernseher ab! Während die 3D-Videos von Sonys Bloggie auf Sonys EX72 von Geisterbildern heimgesucht wurden, liefen die Videos auf Samsungs 3D-Fernseher völlig störungsfrei. – Fazit: Der Titel „3D-Fotograf & 3DFilmer der ersten Stunde“ will eben verdient sein.

– Rainer Grünwald

Das Gros der Kunden bucht seinen Sommerurlaub in den Monaten Jänner bis März. Der Rest bucht in letzter Minute.
#urlaub #internet #reise
 

Internet

Urlaub in letzter Sekunde

Warum Apple 3,2 Milliarden Dollar für Kopfhörer ausgegeben hat, die man nicht braucht - und warum sich der Beats-Deal für den Konzern trotzdem lohnt.
#beats apple
 

Börse International

Warum Apple 3,2 Milliarden für den Beats-Deal zahlt

Das Auto soll mit Elektromotor ausgestattet werden und
#Google #Elektroauto
 

Innovation

Google baut selbstfahrende Autos ohne Lenkrad