iPhone-Besitzer stürmen Apple's Online-Laden: App Store macht eine Mio Dollar Tagesumsatz

Mit dem Software-Verkauf für das iPhone hat Apple wieder einen Coup gelandet. Der Tagesumsatz im unternehmenseigenen App Store beläuft sich auf eine Million Dollar, seit der Eröffnung im0 Juli wurden mehr als zehn Millionen Anwendungen verkauft. Erfolgsgeheimnis ist die Benutzerfreundlichkeit.

Mit seinem im Juli eröffneten App Store hat der IT-Riese Apple dem Software-Verkauf rund ums iPhone zentralisiert. Alte und neue iPhones sowie iPods touch lassen sich im App Store mit schmucken kleinen Anwendungen aufmotzen. Vieles davon ist gratis zu haben, ein großer Teil rangiert zwischen 99 Cent und fünf Euro. Aufwendigere Programme kosten an die zehn Euro, nur wenige sind teurer. "Ein Zuckerlgeschäft fürs iPhone" nennt David Pogue von der "New York Times" den App Store. Ohne großen finanziellen Aufwand lässt sich das Apple-Telefon mit im typischen Design des Unternehmens gehaltener Software personalisieren.

Aus dem Lehrbuch für Benutzerfreundlichkeit
Die Programme sind über den App Store erhältlich, der als Icon auf jedem iPhone und iPod touch zu finden ist. Die Installationsformalitäten für die Benutzer beschränken sich auf Eingabe des iTunes-Passwortes. Der Rest scheint einem Lehrbuch für Benutzerfreundlichkeit entnommen: Zweimal auf den Touchscreen getippt, und kurz danach ist die Software einsatzbereit. Gene Munster, Managing Director bei der Investmentbank Piper Jaffray, geht davon aus, dass 91 Prozent der iPhone-Benutzer sich Programme herunterladen werden. Der Markt könnte damit 2009 ein Volumen von einer Milliarde Dollar erreichen.

Zehn Millionen verkaufte Anwendungen
Die sonnigen Prognosen dürften für Apple nicht ganz unerwartet kommen, wenngleich sich Chef Jobs zuletzt gegenüber dem "Wall Street Journal" überrascht über das Ausmaß der Erfolges zeigte: "Ich habe so etwas bei Software in meiner ganzen Berufslaufbahn noch nicht gesehen." Sollte sich die Nachfrage im derzeitigen Tempo weiterentwickeln, könnte sich eine zusätzliche Einnahmequelle von zumindest 360 Millionen Dollar pro Jahr ergeben, so Jobs. Laut Apple gingen in der ersten Woche des App Store zehn Millionen Anwendungen über den virtuellen Tresen. Inzwischen sollen es 60 Millionen verkaufte Programme sein, was einem Gegenwert von rund 30 Millionen Dollar entsprechen dürfte.

Bauchladen aus Nützlichem und Kuriosem
Die Auswahl an Software reicht von wenig innovativen Programmen, die lediglich Websites fürs iPhone optimieren, bis hin zu ausgeklügelten Games. Wer sich einmal durch Bibelprogramme, Laserschwerter und Trinkgeldrechner gekämpft hat, findet Perlen wie kostenlose Software, mit deren Hilfe sich der private Blog befüllen lässt (WordPress), oder Shazam, eine Applikation, die Musiktitel erkennt.

Link zum App Store: www.apple.com/de/iphone/appstore/

Alexandra Riegler, USA

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