Im Banne der Bilder auf der Photokina 2008: Highlights der Kamera- und Fototechnik-Messe

1.523 Aussteller aus 49 Ländern und 169.000 Besucher bei der photokina ’08 in Köln: FORMAT präsentiert die Highlights, schicksten Trends & coolsten Neuheiten der Kultmesse für Kameras und Fototechnik.

Die im Zwei-Jahres-Rhythmus abgehaltene „Weltmesse des Bildes“, neudeutscher Untertitel „World of Imaging“, gilt nicht von ungefähr als internationale Leitmesse in Sachen Foto. Auf 210.000 Quadratmeter photokina- Messefläche ging es deshalb auch heuer nicht nur um neue Fotoapparate, sondern darüber hinaus um den gesamten Bereich der Bildbearbeitung und Bildausgabe – von der Druckvorstufe über Beamer und Displays bis zum kompletten Fotolabor.

Weltpremieren und Rekorde
Eyecatcher und Publikumsmagneten waren natürlich dennoch die neuen Kameras, die 2008/09 oder aber auch später in den Handel kommen. Denn nicht alles, was es auf der photokina zu sehen gibt, kann man demnächst auch gleich im Geschäft kaufen. Revolutionäre Neuerungen wie eine völlig neue Generation von Spiegelreflexkameras ohne mechanisches Spiegelsystem (zu den Trends siehe Bildergalerie ) befinden sich zur Zeit der Messe noch im Stadium eines Prototyps.

Sieger im Pixel-Wettrennen
Nicht gleich mitnehmen kann man deshalb auch den neuen Rekordhalter im Pixel-Wettrennen, Leicas viel bestaunte S2. Mit einer Auflösung von 37,5 Millionen Bildpunkten und einem X-Large-Bildsensor von 30 x 45 Millimetern stößt die Spiegelreflexkamera im Kleinbildgehäuse in professionelle Mittelformat-Dimensionen (im Schnitt 22 bis 39 Megapixel) vor. Käuflich erwerben kann man die S2 allerdings erst Mitte 2009. Beim Preis hält sich der deutsche Kamera-Pionier noch recht bedeckt.

60,5 Millionen Bildpunkte
In Sachen Pixel blieb freilich auch beim Mittelformat die Zeit nicht stehen. Pixelstar der photokina: das Phase-One-Kamera-System P 65+ mit satten 60,5 Millionen Bildpunkten. Einstiegspreis: ab US-$ 41.990,–, derzeit rund € 28.900,–. Deutlich irdischer fallen da schon die Preise für die Rekordhalter im Bereich der „normalen“ digitalen Spiegelreflexkameras, Sonys a900 (24,6 Megapixel Vollformat-CMOS-Sensor, € 2.799,–) und Canons EOS 5D Mark II (21,1 Megapixel Vollformat-CMOS, Body € 2.499,–) aus. Wer sich fragt, wozu man so viele Pixel braucht: Der alte analoge Kleinbildfilm bringt es auf rund 16 Millionen Bildpunkte, ein Wert, der näherungsweise inzwischen auch von einigen Kompaktcams (mit 14,7 Megapixel) erreicht wird.

High-Definition-Hype
Hohe Auflösung, High Definition, ist heuer allerdings noch anderswo gefragt: bei der Wiedergabe von Fotos und Videos auf HD-Fernsehgeräten. Ein HDMI-Ausgang für die hochauflösende Bildübertragung zum Fernseher gehört bei vielen Kompaktkameras bereits zum guten Ton, vergleichsweise neu ist freilich die Fähigkeit mancher Fotoapparate, HD-Movies aufzunehmen. Neben Kompakten wie Samungs NV100 HD (€ 329,–) beherrschen dieses Kunststück erstmals auch digitale Spiegelreflexkameras wie Canons EOS 5D Mark II und Nikons D90.

„Spiegellose“ Spiegelreflexkameras
Darüber hinaus steht das rasant wachsende Segment der digitalen Spiegelreflexkameras vor einem weiteren technologischen Umbruch. Matsushita (Panasonic) und Olympus (siehe Bild) zeigten auf der photokina die ersten Exemplare einer „spiegellosen“ SLR. Ein elektronischer Sucher ersetzt hier den voluminösen Spiegelkasten mit Schwingspiegel und Pentaprisma. Das neue, gemeinsam entwickelte SLR-System hört auf den Namen Micro Four Thirds (MFT). MFT-SLRs können dadurch deutlich kompakter und leichter gebaut werden – Panasonics erstes Modell, die LUMIX DMC-G1, bringt ganze 385 Gramm Gehäuse-Gewicht auf die Waage. Kostenpunkt beim Verkaufsstart Anfang November: € 749,– (Setpreis inklusive Standardzoom).

Aufgefetteter Weitwinkelbereich
In Sachen Zoom hatten Besitzer digitaler Kompaktkameras, die im Gegensatz zu Eignern digitaler Spiegelreflexcams nicht einfach ihr Objektiv tauschen können, oft ihre liebe Not. Bei einem schwachbrüstigen Weitwinkelbereich von 35 bis 38 mm (Kleinbild-Äquivalent) „fehlte“ schon mal leicht ein Stück Stephansdom oder ein Teil der fröhlichen Party-Runde im Bild. Der Grund: Der „Blickwinkel“ solcher Standard-Zooms reicht nicht über 63 Grad hinaus. Weil die Konstruktion von Weitwinkel-Zooms im Kompaktkamera-Bereich recht kostspielig ist, war die Auswahl an Digitalen mit gutem Weitwinkelbereich (24 bis 28 mm KB-Äquivalent) bis dato recht bescheiden. Das ändert sich nun gründlich. Und das Beste daran: Die neuen Kompaktkameras mit dem Extra-Weitwinkel sind nicht mehr extra teuer.

Bildergalerie zu den neuesten Kamera- und Fototechnik-Trends: Highlights der photokina 2008

Rainer Grünwald

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