Geld machen mit den Großen: Österreicher reüssieren auf Googles Android-Plattform

Angespornt von drei Pionieren, formiert sich die heimische Szene um das neue Google-System Android.

Eine kleine Spitze konnte sich Christoph Schaffer letzte Woche nicht verkneifen. Der Studiengangsleiter für Mobile Computing der FH Hagenberg sprach vor 160 Entwicklern im Wiener T-Center. „Früher war es für kleine Firmen echt schwer, mit den großen Mobilfunkern ins Geschäft zu kommen“, sagt er. „Dass wir heute hier sitzen, zeigt, wie wichtig wir für die Branche geworden sind.“ Was ist passiert? Firmen wie Apple und Google machten mit ihren Telefoniekonzepten ein Geschäftsfeld auf – für die Programme von Drittentwicklern. Die neue Philosophie trägt Früchte.

Googles Entwickler-Plattform
Verkauft wird das, was der Kunde will. So sieht das auch T-Mobile-Chef Robert Chvatal: „Personalisierung drückt sich heute nicht mehr über die Farbe des Handys aus, sondern über die Zusatzprogramme, die man hat.“ Und die werden bei iPhone oder Google-Phone über die sogenannten Application Stores direkt am Handydisplay vertrieben. Wer in dieser globalen Schaufensterauslage den Geschmack der Nutzer trifft, hatte noch nie bessere Chancen, am Markt­kuchen mitzunaschen. Und das gilt heute für die Ein-Mann-Firma genauso. Google macht es der Entwickler-Community besonders einfach. Um 25 Dollar Registrierungsgebühr wird man Mitglied, kann seine Programme im Store einstellen und muss Google – falls das Programm nicht kostenlos ist – am Umsatz beteiligen.

Drei Österreicher im Android-Finale
Google hatte vor seinem Mobilfunk-Start fünf Millionen Dollar für Drittentwickler ausgelobt. 1.800 Entwickler weltweit reichten ein, und unter die 50 Finalisten schafften es gleich drei Österreicher, die je 25.000 Dollar Preisgeld erhielten: Andreas Ipp reüssierte mit dem Musikprogramm SplashPlay, Christian Vogt mit seinem ortsbezogenen Informationsdienst Mobeedo, und Philipp Breuss gilt mit seinem Wikitude-Reiseführer und über 100.000 Downloads als Hero in der Community. Reich geworden sind die Jungs damit noch nicht, da die Programme kostenlos sind. Doch die große Öffentlichkeit, die Google schafft, zahlt sich über Umwege aus.

Austroid als heimischer Ableger
Breuss und seine Kollegen konnten bereits eine Reihe an Folgeaufträgen lukrieren und bauen ihre Software für neue Auftraggeber einfach um. Und weil der heimische Boden für Android-Entwickler offensichtlich gut ist, gründeten sie einen österreichischen Ableger: Austroid. Und T-Mobile ließ sich als Ausrichter des ersten Kongresses nicht lumpen und lobte für die beste österreichische Entwicklung 3.000 Euro, ein Coaching durch i5invest (stehen hinter 123people.at) und natürlich Google-Handys aus. Infos: a2d2.at

Von Barbara Mayerl

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