Funkausstellung: Bericht aus Berlin

Funkausstellung in Berlin: 1.441 Aussteller. Toshiba bringt serienreifes 3D-Vergnügen ohne lästige 3D-Brille auf den Markt.

IFA-Time in der Hauptstadt. Berlin tickt jetzt noch 'nen Tick schneller als sonst. Was bei der Fahrt vom Flughafen Tegelhof Richtung Messe auffällt: Viele Wahlplakate, denn Berlin wählt am 28. Oktober das Abgeordnetenhaus und den Bürgermeister. Die NPD plakatiert Udo Voigt der „GAS geben“ möchte. Bedenkt man das Weltbild dieses Herrn, ein Slogan mit problematischem Subtext. 22.000 der umstrittenen Plakate klebten die Rechtsradikalen am Wochenende an die Masten der Hauptstadt.

Auf SPD-Plakaten lächelt breit der Regierende, wie sie ihn nennen, Bürgermeister Klaus Wowereit; Sujet: „Berlin verstehen“; Warmes Händeschütteln mit älterer Dame. Signal: Alles gut, alles im Griff.

Renate Künast von den Grünen ist ebenfalls im Rennen, nach neuesten Umfragen aber mit 20 % sogar hinter die schwache CDU (23 %) gerutscht. 'Der Spiegel' schrieb, es fehle ihr an Geschmeidigkeit. Ja, da ist was Wahres dran.

Groß, größer, IFA

Genug von der Politik, wir sind wegen der Internationalen Funkausstellung in der Stadt. Die IFA wird immer größer, dieses Jahr sind 1.441 Aussteller dabei, einigen (BlackBerry z.B) hat man Zelte zwischen den Messehallen gestellt. Akuter Platzmangel überall.

Deutsche Hersteller von Haushaltsgeräten jeglicher Art wie AEG, Bosch und Co sind in riesigen Hallen vertreten. Es hat massenhaft gläserne Waschmaschinen und sprechende Kühlschränke, ferngesteuerte Staubsauger und riesige Bügelstationen. Kaffee ist weiterhin ganz großes Thema. Kriegt man hier an jedem 2. Stand aus automatischen, vollautomatischen, halbautomatischen, Gastro, Nespresso oder sonstigen Maschinen.

Next big thing: 3D

Bei der Consumer-Electronic hingegen spielt es zwei große Trends: TV und Internet verschmelzen zum Home-Entertainment-Center. TV, Streams, Video, Spiele, Internet sollen bequem (!) auf einem Gerät konsumiert werden. So weit, so wenig originell. Der Plan besteht ja seit Jahren, die Umsetzung ist dürftig. Die Bildschirme werden immer größer, praktikabel ist das Ding deswegen noch lange nicht.

The next big thing ist 3D. Während sich auf den Messeständen der anderen Hersteller allerlei Menschen mit seltsamen Brillen tummeln, macht Toshiba Nägel mit Köpfen. Also 3D für TV und Laptop ohne lästige Brille. Der Effekt ist erstaunlich und das 3D-Notebook gibt es bereits jetzt um 1.500 Euro zu kaufen.

3D ohne Brille? Geht das?

Ja, das geht! Die Toshiba-Techniker haben den Bildschirm des Qosmio mit einer Spezialschicht aus Flüssig-Polymeren überzogen, die dafür sorgt, dass der Betrachter mit jedem Auge ein anderes Bild sieht. Eine Kamera folgt den Augen – und passt so den 3-D Effekt der Kopfhaltung an. Außerdem kann der Laptop zeitgleich in verschiedenen Fenstern 2D und 3D darstellen.

Was macht SONY? SONY rocks!

Der Stand von SONY, Kultmarke der 80er/90er Jahre, war immer einen Besuch wert. Zwingende Innovationen konnte ich nicht ausmachen. Lange vorbei die goldenen Zeiten der Japaner, da alleine Logo und Schriftzug für Begeisterung sorgten. Zu Recht, denn SONY erfand 1982 mit dem 'Walkman' portables Audio und die Trinitron-Technik beherrschte jahrelang das High-End Segment der Röhrenfernseher.

Klar, Playstation 3 mit 3D-Games (mit Brille) und verfeinerte Technik im TV-Sektor, aber: mehr war da nicht. Der Stand allerdings (ein halbes Stockwerk) war fein: im Eingangsbereich tanzte in malerischer Gartenkulisse ein Pärchen (jungendfrei, leider!) Tango. Sonst: Entertainment pur, Rockmusik und Nebelschwaden.

-Marko Locatin IFA, Berlin (5.9. 2011 FORMAT-Online)

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