Frank Petzold über die Special Effects in Filmen und Schauspieler, die nicht altern

Von Armageddon bis zu Milka: Frank Petzold macht Spezialeffekte für Film und Werbung.

FORMAT: Als Special Effects und Visual Effects Supervisor sind Sie bereits mehr als 13 Jahre in Hollywood. Wie hat sich Ihre Arbeit durch Autodesk Maya verändert?

Petzold: Maya ist aus aktuellen Filmproduktionen nicht wegzudenken. Ende der 90er-Jahre, als ich an „Starship Troopers“ und „Armageddon“ arbeitete, mussten wir noch eine ganze Reihe von Software-Tools einsetzen, um die gewünschten visuellen Effekte zu erreichen. Heute steht mit Maya ein Werkzeug zur Verfügung, das all diese Features unter einem Dach vereint.

FORMAT: Wie wirkt sich die Dominanz von Autodesk Maya im Filmbusiness aus?

Petzold: Auch wenn ich persönlich etwas mehr Konkurrenz zu Autodesk gutheißen würde, so hat die Dominanz von Maya auch ihre positiven Seiten. Bei Produktionen muss es oft recht schnell gehen – da kann es schon mal sein, dass man von heute auf morgen 50 3-D-Animationsspezialisten benötigt. Heute kann ich sicher sein, dass jeder dieser Leute auch mit Maya arbeitet. Probleme mit unterschiedlichen Programmen sind daher ausgeschlossen.

FORMAT: Wohin geht der Trend? Werden virtuelle Schauspieler, wie wir sie in „Avatar“ gesehen haben, noch stärker in den Vordergrund treten?

Petzold: Ich denke, der Boom digitaler und virtueller Produktionsprozesse ist nicht zu stoppen. Was sich Filmstudios nämlich mehr als alles andere wünschen, sind Schauspieler, die nicht altern. Akteuren aus dem Computer muss man zudem keine Millionengagen zahlen, sie können sich nicht verletzen und legen am Set auch keine Allüren an den Tag.

Wie das aussehen wird, sieht man schon heute: Im letzten „Terminator“-Film stammte Arnold Schwarzeneggers Figur, auch wenn sie nur einen Gastauftritt hatte, großteils aus dem Computer. In „Beowulf“ waren bekannte Stars bereits über die ganze Filmlänge komplett als 3-D-Figuren animiert. Bei mir selbst beobachte ich allerdings sogar einen kleinen Retro-Trend: In letzter Zeit haben wir für Explosionen wieder mal auf Mehlsäcke geschossen, anstatt sie am Computer zu simulieren.

FORMAT: Spielt auch der Boom (stereoskopischer) 3-D-Filme eine Rolle?

Petzold: Mal sehen, wie lange sich der 3-D-Trend diesmal im Kino hält – aber Fakt ist, dass es bei computeranimierten Filmen praktisch keinen Mehraufwand bedeutet, stereoskopische Bilder für echtes 3-D zu erzeugen. Beim Realfilm ist das deutlich aufwendiger, da man mit zwei Kameras aufzeichnen muss. Das kann spätestens bei der Steadycam, die ja von einer Person getragen wird, zu einem echten Gewichtsproblem werden.

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