Die Highlights der IT'n'T 2009: Was die IT- und Telekom-Fachmesse heuer bietet

Österreichs einzige IT-Fachmesse läuft vom 27. bis 29. Jänner in Wien. FORMAT sagt, warum der Besuch lohnt und in welche Produkte gerade jetzt investiert werden sollte.

Einkaufen mit schmaler Brieftasche ist eine Kunst für sich. Da kann man sich von Hausfrauen und -männern einiges abschauen. Auch auf der IT-Fachmesse ITnT ist Shopping mit dem „S-Budget“ eine Herausforderung. Der Vorstand genehmigt in der Krise nur das Allernötigste – am ehesten noch Lösungen, die beim Sparen helfen und einen schnellen Return versprechen.

Virtuelle Maschinen sparen Strom
Energie sparende Hardware tut das jedenfalls: Bei Systemhäusern wie Bacher Systems oder Artaker kann man sich über Strom sparende Server, PCs und Speicher informieren. Die größte Betriebskosten­ersparnis erzielen Anwender, wenn sie die neue Hardware mit „Virtualisierung“ kombinieren. Mit einer speziellen Software lassen sich aus einem physischen Rechner gleich zehn oder mehr virtuelle Maschinen zaubern – das dürfte sogar den Vorstand beeindrucken. Virtualisierung gibt es auch für den PC. Die Rechner laufen zentral auf einem Server, und die Benutzer greifen über Energie sparende und praktisch wartungsfreie „Thin Clients“ darauf zu. Auf den Ständen von Citrix, Wyse Technology oder dem Kärntner Thin-Client-Hersteller Liscon ist man an der richtigen Adresse.

Sparen nicht auf der sicheren Seite
Dass der schottische Ansatz beim Thema Sicherheit ganz und gar nicht lohnt, stellt der Wurm „Conficker“ dieser Tage unter Beweis. Ein Sicherheitsupdate nicht eingespielt – und schon waren in Kärnten Landesregierung und Spitäler für Tage lahmgelegt. Solche Angriffe sind die beste PR für Security-Dienstleister, die sich gerade in turbulenten Zeiten regen Zulaufs erfreuen, gleichgültig ob es sich um ganzheitliche Sicherheitsberatung oder technisches Spezialisten-Know-how etwa für die Sicherung von Firmennetzwerken im Ausland handelt. Dementsprechend klar ist die Botschaft der zahlreichen Security-Anbieter auf der Messe: Wer hier spart, tut es am falschen Platz.

Software statt Kaffeesud
Die Angst vor falschen Entscheidungen kann dem Management niemand nehmen, sehr wohl aber die Angst vor falschen Entscheidungsgrundlagen. Business Intelligence boomt. „Immer mehr Mittelständler suchen jetzt Software-Werkzeuge zur Unternehmenssteuerung“, betont SAP-Marketingleiterin Karin Weigl. Selbstredend haben die Walldorfer dazu ein Produkt-Bouquet aus eigenen und zugekauften Lösungen (Business Objects) geschnürt. Im Analysebereich tut sich auch Microsoft um. Oliver Krizek von Navax sagt, was Business Intelligence ausmacht: „Kaffeesudlesen in einem Zahlenkonglomerat sollte der Vergangenheit angehören.“ Bei aller Software bedürfe es aber gerade jetzt „guter Manager, um die Konsequenzen dann auch umzusetzen“, so Krizek.

Die Stunde des Pinguins
Nur weil Entwickler ihr Hirnschmalz kostenlos eingebracht haben und keine klassischen Lizenzkosten zu bezahlen sind, ist quelloffene Software (Open Source) nicht gratis. „Geringere Einführungs- und Wartungskosten haben Open-Source-Produkte aber dennoch“, sagt Michael Kalaus, Geschäftsführer von it-novum. „Sie werden kommerzielle Anwendungen ersetzen und ergänzen.“ Und das soll sich längst nicht mehr auf den Webserver beschränken, der auf Linux läuft. it-novum bietet eine Systemmanagement-Lösung auf Open Source. Kalaus schätzt das Ein­sparungspotenzial gegenüber kommerziellen Lösungen „je nach Projekt“ auf ein Drittel. Kalaus und seine Kollegen stellen zur Messe erstmals eine neue Anlaufstelle für Open-Source-Projekte – die Open Source Business Foundation Austria & Eastern Europe – vor, die sich „bewusst nicht an Techniker, sondern an Entscheider richtet, die über Open-Source-Projekte nachdenken.

Videokonferenzen sind der Hit
Mit gleich zwei Etiketten – „Green IT“ und „Reisekosten sparen“ – werden die sogenannten Collaboration-Lösungen verkauft. Großaussteller Kapsch BusinessCom zeigt mit Partnern wie Nortel, Aastra, Cisco, Tandberg und Polycom, wie Video­konferenzsysteme heute aussehen und was sie bringen. Videokonferenzen sind aber auch bei kleineren Spezialisten wie ProCom Strasser oder den Webmeeting-Experten von Netviewer das Thema der Stunde. Die Netviewer-Berater rechnen dem Besucher gleich an Ort und Stelle vor, was sich seine Firma spart, wenn die Mitarbeiter via Web konferieren.

Mobilität im Geschäftsalltag
Ein Spezialist im Zusammenführen der verschiedenen Kommunikationskanäle ist auch Alcatel-Lucent, das einen Schwerpunkt auf die mobilen Endgeräte legt und zeigt, wie sich die Firmenprogramme auf Communicator und BlackBerry bringen lassen. Mobilität im Geschäftsalltag ist das Thema der beiden vertretenen Mobilfunker: 3 zeigt kreative Ansätze für das Business (Handy steuert Schneekanone) und bringt seinen ersten BlackBerry, und T-Mobile zeigt neben Firmenlösungen natürlich sein jüngstes Baby her: das Google-Handy.
Wer also dem Rat vieler Strategie­experten folgen will, gerade in der Krise auf Innovation zu setzen, wird auf der ITnT sicher fündig werden.

Nähere Informationen zur Messe:
http://www.itnt.at/

Von Alexander Hackl und Barbara Mayerl

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