Brüssel haut den Deckel drauf: FORMAT sagt, welche Tarife im EU-Ausland ab 1. Juli gelten

Die EU-Wahl ist geschlagen; ein kleines Wahlzuckerl wurde vergangene Woche dann noch formell durch den EU-Ministerrat abgesegnet. Zum Stichtag 1. Juli gelten nun folgende Tarifregelungen für die 27 Teilnehmerstaaten. In den Preisen ist die österreichische Mehrwertsteuer bereits eingerechnet. Die Kommission hat damit Preissenkungen um bis zu 60 Prozent durchgesetzt und rechnet damit, dass sich die Handyrechnungen um bis zu 24 Prozent reduzieren.

Telefonie
Anrufe nach Österreich kosten 51,6 Cent, der Preis für das Empfangen von Gesprächen sinkt auf 22,8 Cent pro Minute. Die Kommission hat auch zum Abrechnungsintervall (Taktung) neue Richtlinien verordnet: Gespräche nach Österreich sind nach der ersten halben Minute sekundengenau abzurechnen, bei eingehenden Telefonaten sofort ab der ersten.

Präventiver Alarm
Um Kunden vor überraschend hohen Rechnungen zu bewahren, soll eine Option gelten, beim Überschreiten des Rechnungsbetrages von 50 Euro den Dienst unterbrechen zu lassen. Auf Wunsch soll der Verbraucher auch ein höheres Limit wählen können. Das passiert allerdings nicht automatisch und muss mit dem Netzbetreiber vereinbart werden. Die EU schreibt es verbindlich leider erst ab 1. März 2010 vor.

SMS
Der Versand von Textnachrichten ist mit 13,2 Cent pro Nachricht gedeckelt. Das ist praktisch eine Halbierung der derzeitigen Durchschnittspreise. Der Empfang von SMS ist kostenlos. Wichtig: Wer in Österreich Paket-Tarife (1.000 SMS etc.) verwendet, kann diese im Ausland nicht nutzen. Wer viele SMS schreibt, sollte beim Abschluss allfälliger Roaming-Spezial-Pakete (A1 Easy Traveler, T-Mobile Holiday, Orange Europa etc.) beachten, dass die SMS im Ausland im Schnitt mit 25 Cent verrechnet werden. Solche Roaming-Pakete sind juristisch betrachtet Sondervereinbarungen und fallen nicht unter die EU-Regelung.

Internet
­Das Surfen mit Handy oder Notebook und Datenstick ist nicht nur im Inland zu einer veritablen Kostenfalle geworden. Im Ausland wird der Versand von Daten preislich noch um einiges „gefähr­licher“: Die EU begrenzt den Preis für ­Datenversand zum 1. Juli auf einen Euro (exkl. Steuer) pro Megabyte im Großhandel, die Betreiber dürfen sich gegenseitig für die Abwicklung des Verkehrs nicht mehr verrechnen. Die konkreten Tarife dürfen nicht wesentlich darüberliegen. 3 verrechnet ab Juli in der EU-Zone (in den Schwesternetzen nichts) dann etwa 1,49 Euro pro MB.

Im Bild: Kommissarin Viviane Reding setzt gegen den Widerstand der Mobil­funker immer niedrigere ­Tarife durch.

Von Barbara Mayerl

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