Austro-Apps: Das Geschäft zieht an

Wie viele App-Entwickler es in Österreich gibt, lässt sich nur schätzen. Ein paar Dutzend sind es in jedem Fall, die davon leben können und das als Kerngeschäft oder Appendix einer Digital-Agentur betreiben. Dazu kommen ein paar Hundert Einzelkämpfer, die oft nur eine einzige App im Portfolio haben. Wer die Geschäftsmöglichkeiten frühzeitig erkannt und Know-how aufgebaut hat, kann sich vor Aufträgen derzeit aber kaum retten.

So geht es den ehemaligen BWL-Studenten Maximilian Nimmervoll und Lorenz Edtmayer. Seit sie bei einem US-Aufenthalt 2009 das dort grassierende App-Fieber mitbekamen, war klar, wohin die Reise geht.

Ernteten sie 2010 bei ihrer Kalt-Akquise noch viel Achselzucken bei Unternehmen, kommen die Kunden heute proaktiv über Mundpropaganda zu ihnen: "Das App-Geschäft zieht in Österreich so richtig an. Es rollt die zweite Welle an. Die, wo es nicht mehr darum geht, dabei zu sein, sondern mit einem guten Produkt dabei zu sein.“ In den vergangenen Monaten entdeckten vor allem Unternehmen, dass eine App fast schon selbstverständlich zur Kundenbindung und -betreuung dazugehört.

Gut davon leben kann auch einer der österreichischen App-Pioniere: Alexander Stickelberger (Bild) mit seinem Unternehmen Nousguide. Aus dem Geschäft mit mobilen Museumsführern ist eine 25-Mitarbeiter-Firma mit Standorten in Wien, San Francisco und Denver geworden. Nousguide hat nicht nur über 70 Apps - darunter viele prestigeträchtige Aufträge aus dem Medienbereich - entwickelt, sondern programmiert immer öfter Apps, die nicht für die klassischen öffentlichen App-Stores gedacht sind. Susanne Lehner von Nousguide: "Seit einem halben Jahr bauen wir eigene Business-Apps, die Unternehmen in ihrem Vertrieb und im Marketing einsetzen.“

Die geforderte Bandbreite des technischen Könnens ist groß - und sie reicht von der relativ günstigen Umsetzung einer Website als App bis hin zu hochkomplexen Lösungen wie dem Videodienst ORF TVthek, wo ein eigener Videoplayer entwickelt wurde, der sich automatisch der im Netz zur Verfügung stehenden Bandbreite anpasst. So werden die Bewegtbilder in jedem Fall ruckelfrei übertragen.

An der Komplexität der jeweiligen App orientieren sich denn auch die Initialkosten einer solchen. Breit ist auch das Preisband. Eine ganz simple mobile Visitkarte gibt es schon für unter 1.000 Euro. Eine richtig gute App muss sich der Kunde aber schon etwas kosten lassen.

Das Gros der Kunden bucht seinen Sommerurlaub in den Monaten Jänner bis März. Der Rest bucht in letzter Minute.
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