'3' gewinnt 'Connect'-Handynetztest knapp vor A1

Großer Erfolg für den kleinsten Handynetzbetreiber in Österreich. "3" hat im Test der deutschen Fachzeitschrift "Connect" sämtliche Mitbewerber im deutschsprachigen Raum hinter sich gelassen und die siegverwöhnte A1 knapp auf den zweiten Platz gedrängt. "Auf Sieg fixiert muss sich A1 diesmal von Hutchison 3G geschlagen geben", schreibt dazu das renommierte Fachmagazin.

Im deutschsprachigen Raum belegen die heimischen Betreiber einmal mehr die Spitzenplätze, was "3"-Chef Jan Trionow (selbst Deutscher) mit den Worten kommentierte: "Das war der Cordoba-Effekt." An die Adresse von A1, dessen GSM-Netz "3" teilweise in ländlichen Regionen nutzt, meinte er am Donnerstag vor Journalisten: "Wir gratulieren A1 zum zweiten Platz".

Aufhorchen ließ Trionow mit dem Satz "der intensive Wettbewerb trägt schöne Früchte". Dass er damit der kolportierten Übernahme von Orange durch "3" eine Absage erteilt, wollte er so aber nicht verstanden haben. Es gebe viele Formen von Wettbewerb, meinte er auf Nachfrage. Weitere Auskünfte zum heißesten Gerücht der Branche wollte er nicht geben. Medienberichten zufolge soll der Kauf von Orange schon in trockenen Tüchern sein, aber erst nach dem Weihnachtsgeschäft bekanntgegeben werden.

"3" hat jedenfalls im heurigen Jahr kräftig zugelegt. Der Marktanteil von knapp zehn Prozent ist zwar weiterhin bescheiden, aber beim mobilen Internet-Datenverkehr entfällt 40 Prozent des österreichweiten Gesamtaufkommens auf das Netz von "3". Im kommenden Jahr - eher gegen Jahresende - will "3" 20 Prozent der Bevölkerung mit der nächsten Mobilfunkgeneration LTE ("Long Term Evolution") abdecken. Auch A1-Chef Hannes Ametsreiter und T-Mobile-Boss Robert Chvatal haben heute eine LTE-Offensive im Jahr 2012 angekündigt. Dass die deutschen Netzbetreiber hier schon weiter sind als die Österreicher, begründet Trionow mit der bereits durchgeführten Vergabe der "Digitalen Dividende", also freigewordener analoger TV-Funkfrequenzen. In Österreich sollen diese nächstes Jahr versteigert werden.

"3" ist eine Tochter des chinesischen Mischkonzerns Hutchison und derzeit der kleinste Netzbetreiber in Österreich. Die angeblich vor der Übernahme stehende "Orange" belegt Platz drei am Markt und ist eine Tochter der France Telecom. T-Mobile Austria wiederum gehört der Deutschen Telekom. Marktführer A1 ist der heimische Arm der Telekom Austria Group, die zu 28 Prozent den Österreichern gehört. 15 Prozent hält seit kurzem der heimische Investor Ronny Pecik. Was er damit vorhat, ist unbekannt. Von der Staatsholding ÖIAG, die die Eigentümerinteressen der Österreicher vertritt, hieß es dazu bisher lediglich, man habe "die Änderung in der Aktionärsstruktur zur Kenntnis genommen". Ob die ÖIAG bereits Kontakt mit Pecik aufgenommen hat, ob sie sich eine Reduktion des Staatsanteils vorstellen kann und ob sie weiß, wer hinter Pecik steht, blieb bisher unbeantwortet.

- APA

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