Wettlauf um den ersten Job: Beratung kann leere Bewerbungs-Kilometer ersparen

Bei der FORMAT-Aktion „Schule macht Wirtschaft“ blicken zehn Schüler hinter die Kulissen der Chef­etagen – und lernen dabei für ihre erste Jobbewerbung.

„Gerade jetzt ist der Jobeinstieg für junge Menschen nicht einfach“, weiß Personal­experte Othmar Hill. Sie haben meist kaum Praxiserfahrung, wenige Kontakte und können sich daher nicht so stark von Mitbewerbern differenzieren. Daher ermöglichte die Personalberatung Hill, in Kooperation mit FORMAT und Bildungsministerin Claudia Schmied, 250 Maturanten quer durchs Land, mit Wirtschaftsexperten und Topmanagern zu diskutieren, sich Karrieretipps zu holen und sich für den Berufsstart zu tunen. Robert Chvátal (T-Mobile), Wolfgang Eder (voestalpine), Andreas Exner / Petra Jenner (Microsoft), Theresa Firestone / Robin Rumler (Pfizer), Wolfgang Keiner (Festo), Christoph Leitl (WKO), Walter Rothensteiner (RZB), Wolfgang Ruttens­torfer (OMV), Petra Stolba (Österreich Werbung) sowie Martin Wagner (KPMG) stellten sich zur Verfügung und hielten an den Schulen Vorträge. (Die Schulstunden im Detail unter www.format.at/cheftag ).

Generalprobe für den ersten Job
Im zweiten Teil der Initiative gehen nun vice versa Schüler auf Stippvisite zu den Firmen. Die zehn Nachwuchshoffnungen, die jetzt hinter die Kulissen der Chefetagen blicken dürfen, muss­ten sich dafür allerdings in einem aufwendigen Bewerbungsprozess qualifizieren. „Die Schüler profitieren, weil sie einen Bewerbungsprozess live miterleben, sich präsentieren und andere von sich überzeugen müssen“, erläutert Hill, dessen Team die rund 250 Bewerbungen, bestehend aus Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen, auf Herz und Nieren prüfte. „Die Qualität der Einreichungen war abhängig von der Schule, und wir erkannten deutlich, welche Schüler von den Lehrern gecoacht wurden und sich mit der Thematik beschäftigten“, zieht Hill-Wirtschaftspsychologin Daniela Rafie Elizei Bilanz.

Fehlerlose Bewerbungen für Neueinsteiger
Für die Jugendlichen stelle der Probelauf eine wichtige Joberfahrung dar. Denn wurden wichtige formale Kriterien nicht erfüllt, schieden die Kandidaten automatisch aus. „Eine fehlerlose Bewerbung ist vor allem für Neueinsteiger wichtig, da sie sich vom Mitbewerb noch nicht so stark abheben“, so die Karriereexpertin. Fehlen Dokumente oder werden Anforderungen nicht gewissenhaft erledigt, ziehe der Recruiter Rückschlüsse auf die Arbeitsweise der potenziellen Mitarbeiter. „Kein Personalchef macht sich die Mühe und urgiert einen vergessenen Lebenslauf“, weiß Rafie. Sie rät Bewerbern, „gewisse Dos & Don’ts“ einzuhalten (siehe ).

Handverlesene Kandidaten im Kompetenzcheck
Nachdem so die Spreu vom Weizen getrennt wurde, blieben zwanzig Kandidaten übrig, die eine Hill-Kompetenzanalyse absolvierten.Analysiert wurden die Bereiche „Persönlichkeit“, „Fähigkeiten“, „Berufs­interessen“ sowie „Leistung und Konzentration“. „Die Schüler waren sehr gut und hatten überraschend hohe Konzentrationsfähigkeit“, konstatiert Rafie. „Durch die Analyse haben sie objektives Feedback zu ihren Stärken und Entwicklungspotenzialen erhalten – ein wichtiger Ausgangspunkt zur Selbstreflexion und Karriereplanung“, ergänzt Hill. In persönlichen Interviews wurden die besten zehn gekürt, die sich nun auf spannende Stunden mit den Top-CEOs freuen dürfen. FORMAT gratuliert den Musterschülern!

Von Dina Elmani

Im Bild: Maturaschüler des Wiener "TGM - Die Schule der Technik" posieren für ein Gruppenbild im Rahmen der "Schule macht Wirtschaft"-Aktion.

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