Schule macht Wirtschaft - Auftakt zum großen Schüler-Wettbewerb

Ideen entwickeln, Marketingkonzepte entwerfen, Businesspläne schreiben: FORMAT startet die nächste Runde der Aktion „Schule macht Wirtschaft“, unterstützt von Wirtschaftskammer und Wirtschaftsministerium.

Die Idee ist einfach und bestechend. Statt PVC verwenden die Schülerinnen und Schüler des BG/BRG Stainach in der Steiermark für bunte Buchumschläge und Schutzhüllen kompostierbares Bioplastik mit kreativem Design. Damit schützen Käufer eines „BioBookCovers“ nicht nur ihre wertvollen Bücher und Dokumente, sondern auch die Umwelt. Zu ihrer Idee lieferten die engagierten Jugendlichen auch einen schlüssigen Businessplan und ein perfektes Marketing- und Vertriebskonzept.

So viel Engagement hat auch die Jury von „Junior Enterprise Austria“ überzeugt. „BioBookCover“ wurde zum besten österreichischen Schüler/innen-Unternehmen 2011 gewählt und vertrat Österreich Anfang August beim internationalen Schülerwettbewerb „JUNIOR Achievement Young Enterprise Europe Competition“ in Oslo. „Mit unserem JUNIOR Company Programm erleben 15- bis 19-jährige Schülerinnen und Schüler die richtige Wirtschaftswelt hautnah, indem sie ein eigenes real wirtschaftendes Unternehmen mit echten Produkten oder Dienstleistungen gründen und führen“, erklärt Michaela Tomek, Projektleiterin von JUNIOR Österreich. Darüber hinaus bekommen die jungen Menschen wirtschaftliches Basiswissen vermittelt, die Problemlösungskompetenz wird gefördert, der Unternehmergeist geweckt.

Erfolgreiche Kooperation

Ziele, die auch die seit Jahren erfolgreiche FORMAT-Aktion „Schule macht Wirtschaft“ verfolgt. Folgerichtig arbeiten im Schuljahr 2011/ 2012 diese beiden Unternehmensprogramme für Österreichs Schülerinnen und Schüler intensiv zusammen. Jetzt fällt der Startschuss für den nächsten Wettbewerb: Bis 15. Dezember 2011 haben Österreichs Schüler Zeit, sich für den größten unternehmerischen Schulwettbewerb des Landes anzumelden (siehe unten ).

Bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen sind die jungen Leute nicht auf sich allein gestellt. Sie werden im Rahmen der Aktion „Schule macht Wirtschaft“ von führenden Unternehmen während des Entwicklungsprozesses aktiv mit Rat und Tat unterstützt. Vom Businessplan bis zu den Marketingaktivitäten können die Schüler von der Erfahrung und der Kompetenz der renommierten Unternehmen profitieren und so auch wichtige Erfahrungen sammeln.

Praxisnahes Lernen

Unter den Top-Unternehmen, die sich spontan bereit erklärt haben, dem heimischen Unternehmernachwuchs unter die Arme zu greifen, sind die Meinl Bank, Postbus und der Energieversorger Wien Energie. „Praxisnahe Ausbildung wird immer wichtiger, um unsere Jugend auf die Komplexität der Arbeitswelt vorzubereiten, aber auch – was genauso wichtig ist – sie zu begeistern“, begründet Peter Weinzierl, Vorstandsmitglied der Meinl Bank, das Engagement seines Unternehmens bei der Aktion „Schule macht Wirtschaft“. Die Meinl Bank wird eine Schulklasse bei der Realisierung ihres Unternehmensprojektes coachen. Weinzierl: „Diese Initiative ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie Bildung und Praxis kreativ interagieren können. Wir freuen uns, hier auch einen Beitrag leisten zu können.“

Ähnlich sieht das Heinz Stiastny, Geschäftsführer von Postbus: „Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen profunden Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge und den Berufsalltag eines Managers.“ Stiastny freut sich besonders, dass er damit der wichtigsten Zielgruppe seines Unternehmens einen Einblick in die Postbus- Welt geben kann und für sein breites Leistungsspektrum und innovatives Potenzial eine spannende Präsentationsmöglichkeit vorfindet.

Die direkte Interaktion mit jungen Menschen ist auch für den Energieversorger Wien Energie ein wichtiger Grund für die Teilnahme an der FORMAT-Aktion „Schule macht Wirtschaft“. Susanna Zapreva, Geschäftsführerin von Wien Energie: „Die Themen Energie und Umweltschutz werden in Zukunft stark dominieren und innovative und unternehmerische Kompetenzen fordern. Daher ist es mir wichtig, Schülerinnen und Schülern auch in diesem Feld Optionen aufzuzeigen. Denn wer viele Optionen kennt, kann leichter seine Ziele erreichen.“

Jugend im Fokus

Für Wien Energie ist die Teilnahme an der FORMAT-Aktion auch eine konsequente Fortsetzung eines offenen Dialogs mit Schülern aller Altersstufen. Je nach Altersstufe führt zum Beispiel das Tochterunternehmen Wien Energie Gasnetz Schülergruppen in die Welt des Erdgases ein. Während Volksschüler selbst nach Erdgas bohren dürfen, lernen sie spielerisch den sicheren Umgang mit Gas und das richtige Verhalten in Gefahrensituationen. Jugendliche aus Oberstufe und HTL werden – je nach Schulschwerpunkt – in die Geheimnisse der Großregelanlage und der Wiener Grundversorgung eingeweiht.

Früher Einstieg

Für eine möglichst frühe Begegnung der Schüler mit der realen Wirtschaftswelt spricht sich auch Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl aus, der die FORMAT-Aktion „Schule macht Wirtschaft“ gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner unterstützt. „Wirtschaftliche Grundausbildung und Unternehmergeist gehören neben Schreiben, Lesen, Rechnen, IKT, Fremdsprachen und sozialen Kompetenzen zu den von der Europäischen Kommission geforderten Schlüsselkompetenzen“, so Leitl, „Schülerinnen und Schüler aller Schularten sollen unternehmerische und wirtschaftliche Basics, von Marketing über Kalkulation, Grundzüge der Buchhaltung, Verhandlung mit Banken, Kaufverträge sowie Umsatz- und Einkommenssteuer kennen und anwenden können, aber auch eigene unternehmerische Erfahrung in Projekten sammeln.“

Schlüsselkompetenzen

Die Schüler des BG/BRG Stainach sieht Leitl dabei als Vorbilder. „Österreich braucht kreative junge Menschen, die Freude haben an Entscheidungen und so chancenreiche Veränderungen herbeiführen. Menschen, die schon während ihrer Schulzeit die Möglichkeit nutzen, sich in unseren Märkten mit dem nötigen Hintergrundwissen zu bewegen und wohl zu fühlen, um im späteren Berufsleben verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen“, so Leitl.

Das sieht Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ähnlich. „Wir wollen mit der Unterstützung dieser Aktion Schlüsselkompetenzen für das spätere Berufsleben fördern. Durch die Gründung eines eigenen Betriebs im Rahmen der Kooperation entdecken die Jugendlichen ihr unternehmerisches Potenzial und machen wichtige praktische Erfahrungen.“

– Christian Neuhold

So funktioniert die Anmeldung zu „Schule macht Wirtschaft“:

1. Die Idee. Es ist wie im wirklichen Leben: Zuerst benötigen interessierte Schülerinnen und Schüler eine zündende Geschäftsidee. Dann gründen sie eine virtuelle Firma. Dazu müssen sie einen Business- und Marketingplan und ein schlüssiges Konzept zur Produkteinführung erstellen. Das ist die Eintrittskarte zum Wettbewerb.

2. Einsenden. Mit dem elektronisch dokumentierten Business- oder Projektplan (als Text-, PowerPoint oder pdf-Datei) können sich die Schülerinnen und Schüler dann auf der Internetseite www.format.at/junior zum Wettbewerb anmelden. Dazu haben Interessierte bis zum 15. Dezember 2011 Zeit.

3. Die Jury. Alle Einsendungen werden der Jury von JUNIOR Österreich vorgelegt, welche die spannendsten Projekte auswählt. Diese Projekte nehmen am JUNIOR Company Wettbewerb 2011/2012 teil. Einige von ihnen werden dabei von namhaften heimischen Unternehmen gecoacht.

4. Hauptpreis: Reise nach Bukarest. Dem Sieger des JUNIOR Company Wettbewerbs 2011/2012 winkt eine Teilnahme bei der JUNIOR Achievement Young Enterprise Competition 2012 in Bukarest, wo von einer international besetzten Jury das beste europäische JUNIOR-Company-Projekt gewählt wird.

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