Krankenstand wegen Burnout: die Rechtslage im Detail

Was Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei Arbeitsverhinderung wegen Burnout wissen sollten.

Arbeitsverhinderung

Der Arbeitnehmer muss seine krankheitsbedingte Verhinderung durch eine ärztliche Bestätigung belegen. Der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer zwar nach der Art der Erkrankung fragen, dieser muss ihm aber dazu keinerlei Auskunft geben.

Arztwahl

Selbst wenn der Arbeitgeber Zweifel an der Richtigkeit der Diagnose des Vertrauensarztes des Arbeitnehmers hat, kann er von seinem Mitarbeiter nicht verlangen, sich auch vom Betriebs- oder Amtsarzt untersuchen zu lassen.

Entlassungsgründe

Legt der Arbeitnehmer während seines Krankenstandes ein Verhalten an den Tag, das seine Genesung grob beeinträchtigen könnte, kann das prinzipiell eine Entlassung zur Folge haben. Allerdings steht der Arbeitgeber bei Burnout unter besonderem Beweisdruck, denn Therapieformen sind individuell sehr unterschiedlich. Hat jedoch der Arzt ausdrücklich "Ruhe!“ verordnet, ist etwa eine Shoppingtour des erschöpften Mitarbeiters unangebracht. Wird ein ausgebrannter Arbeitnehmer gar beim Pfuschen erwischt, ist das zweifelsfrei ein Entlassungsgrund.

Kommunikation

Vor Rückkehr an den Arbeitsplatz ist ein ausführliches Gespräch sinnvoll, in dem gemeinsam geklärt wird, wie die künftige Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Häufig wollen Arbeitnehmer nach ihrem Burnout nicht mehr Vollzeit arbeiten, weniger reisen oder sich einer anderen Aufgabe widmen. Dem Arbeitgeber ist es freigestellt, ob er diesen Wünschen nachkommt. Er ist nicht verpflichtet, Teilzeit statt Vollzeit zu akzeptieren oder gar seinen Betrieb anders zu organisieren, um eine passende Tätigkeit zu schaffen.

Trennung

Will sich der Arbeitgeber vom Mitarbeiter trennen, kann er ihn - auch während des Krankenstandes - ohne Angabe von Gründen kündigen. Bevor er das tut, sollte er sich vor allem dann, wenn es sich um einen lange beschäftigten oder älteren Arbeitnehmer handelt, rechtlich beraten lassen. Je nach Sachlage könnte dieser nämlich die Kündigung bei Gericht als sozialwidrig anfechten.

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