Jung, weiblich, kreativ: Die VBS stellt Austria’s next Business-Model vor

Ein Stipendium im Wert von 8.500 Euro an einer Handelsakademie der Vienna Business School ist der Lohn für die beste Geschäftsidee im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs „That’s my Business“.

Wo sich junge Damen vor einer gestrengen Jury präsentieren, muss nicht zwangsläufig ein Wettbewerb für Nachwuchsmodels im Gang sein. Jene Modelle, um die es vergangenen Donnerstag im Festsaal der Vienna Business School (VBS) in der Akademiestraße ging, waren Geschäftsmodelle. Ins Finale des vom Fonds der Wiener Kaufmannschaft als Träger der VBS und FORMAT für Schüler der achten Schulstufe ausgeschriebenen Wettbewerbs „That’s my Business: Neue Geschäftsidee gesucht!“ hatten es aber tatsächlich nur Mädchen geschafft (siehe auch Bildergalerie ) . „Es war nicht einfach, aus den nominierten Projekten eine Gewinnerin zu küren“, meinte Rainer Trefelik, Präsident des Fonds der Wiener Kaufmannschaft, stellvertretend für die Jury, „denn jede dieser Geschäfts­ideen ist etwas Besonderes.“ Gewonnen hat letztlich die Idee zur Lösung eines Problems, das vor allem die weibliche Hälfte der Menschheit plagt: das Hand­taschenaus-, -ein- und -umpackwesen.

Vielseitiges Business-Talent
Mit „Das Vergessen können Sie vergessen“ hatte die Wiener Schülerin Gisela Szügyi (im Bild) auch gleich einen Werbeslogan für das von ihr entwickelte Konzept parat: eine Tasche aus zwei Komponenten – einem Innenbeutel und Außenhüllen in unterschiedlichen Farben und Designs. Passt etwa die Tasche nicht zum Kostüm, wird der innere Teil mit einfachen Handgriffen in eine passendere Hülle eingesetzt. Weder Handy noch Schlüssel oder Kosmetika, für die der Innenbeutel eigene Fächer vorsieht, können somit vergessen werden. Vom Markennamen „x.Bolt“ über eine Produktpalette mit drei verschiedenen Größen, Kostenkalkulationen und Verkaufspreisen bis hin zum Zeitplan für die Markteinführung überließ Szügyi bei der Ausarbeitung ihres Businessplans nichts dem Zufall. Kein Wunder, zählt das Management-Talent doch FORMAT, „profil“, „Standard“ und „Gewinn“ zu ihrer regelmäßigen Lektüre und möchte – nach einem bereits geplanten Wirtschaftsstudium im schwedischen Uppsala – selbst einmal als Wirtschaftsjournalistin arbeiten.

Wirtschaftsausbildung „HAK Plus“
Die Matura wird sie vorher wohl noch an der Vienna Business School Schönborngasse ablegen. Ihren Siegespreis, ein Stipendium im Wert von 8.500 Euro, wird sie nämlich in Form des dort angebotenen Ausbildungszweigs „HAK Plus“ wahrnehmen. Aufbauend auf dem HAK-Lehrplan, wird dabei eine dritte Fremdsprache angeboten, spezielle Unterrichtsformen sollen Eigeninitiative und Kreativität, Selbständigkeit und soziales Engagement fördern. „Wir haben den Anspruch, unsere Schüler und Schülerinnen bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten, und arbeiten mit einem gesunden Mix aus Theo­rie und Praxis“, erklärt Trefelik dazu. Schon Vorjahressiegerin Anna Turic, diesmal als Jurymitglied an der Kür ihrer Nachfolgerin beteiligt, hatte sich für HAK Plus entschieden und absolviert gerade ihr erstes Schuljahr am Schönbornplatz.

Hohe Projektqualität
Während Szügyi neben ihrem Stipendium auch ein Acer-Notebook samt Zubehör und Xbox 360 Elite als Preis in Empfang nehmen durfte, trösteten sich die übrigen Finalistinnen mit Xbox & VBS Goody Bags. Auch für ihre Geschäftsideen gab es Lob. Großes Potenzial bescheinigen Marketingexperten etwa Magdalena Wöhrys CardOrganizer, einer Kombination aller Kundendatenkarten auf einer einzigen Karte. Ines Messner, Gymnasiastin aus Klagenfurt, überraschte mit einer Tüftler-Idee: einer Kerze, die durch einen eingearbeiteten, mit Wasser gefüllten Hohlraum sicher verlischt. Karl Brechelmacher, Direktor der VBS Akademiestraße und Physikpädagoge, bestätigte die Machbarkeit und zeigte sich begeistert ob der naturwissenschaftlichen Kompetenz in einem Business-Wettbewerb. Auch Sonja Bogdanovics Online-Bewertungsplattform für Schulen und Diana Pinchasovs Konzept für gesündere Ernährung erwiesen sich als absolut finalwürdig. Ihren Mitbewerberinnen ein Stück vor­aus bleibt Szügyi aber auch nach dem Wettbewerb: Ein Freund ihrer Familie ­bemüht sich um eine Finanzierung zur Verwirklichung der Geschäftsidee.

Dina Elmani, Michael Schmid

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