Jürgen Smid, Geschäftsführer von karriere.at im Interview

FORMAT: Die „First Steps“ im neuen Job – was sind Ihre Ratschläge an Neueinsteiger für die ersten Arbeitstage?

Smid: Sich schon im Vorfeld über das Unternehmen schlauzumachen! Es ist essenziell, vor Antritt eines neuen Jobs verfügbare und relevante Informationen einzuholen: Firmenwebsite, Präsenzen auf Social-Media-Kanälen, Medienberichte über das Unternehmen, wenn vorhanden, Gespräche mit Bekannten im Unternehmen. All das trägt zur Orientierung im neuen Umfeld bei, bevor man überhaupt begonnen hat. Vorab recherchiertes Wissen hilft gerade in den oft anstrengenden Einarbeitungstagen ungemein, sich einen Überblick über das „große Ganze“ zu verschaffen.

So weit die fachliche Ebene – wie sieht es auf der persönlichen Ebene aus? Wie neuen Kollegen begegnen?

Pauschal lässt sich dies nicht beantworten. Wie auf der fachlichen Ebene gilt aber auch im Umgang mit Kollegen: zuerst einen Überblick verschaffen, viel zuhören und versuchen, ein Gefühl für die Kollegen und das gesamte Unternehmen zu bekommen. Wer weiß, wie Kollegen und Vorgesetzte ticken und wie das tägliche Zusammenleben im „Mikrokosmos Abteilung“ funktioniert, tut sich auch leichter, sich selbst und eigene Ideen selbstbewusst zu positionieren.

Was können Unternehmen tun, um Mitarbeitern einen stressfreien Einstieg zu ermöglichen?

Sowohl für große als auch für kleinere Unternehmen gilt es, den richtigen Spagat zu finden: Einerseits neuen Mitarbeitern eine umfassende und auch fordernde fachliche Einschulung zu bieten. Dafür sollten auch entsprechende Zeitbudgets von bestehenden Mitarbeitern reserviert werden. Andererseits brauchen Jobanfänger auch Unterstützung dabei, sich im neuen Umfeld und seinen sichtbaren und vor allem unsichtbaren Strukturen zurechtzufinden und zu etablieren. Große Unternehmen bieten für Jobeinsteiger oft professionelle Betreuung in Trainee-Programmen an, in denen diese mehrere Abteilungen und Ausbildungsstufen durchlaufen. Umgelegt auf Klein- und Mittelbetriebe, die solche Traineeprogramme meist nicht anbieten können, lassen sich aber dafür beispielsweise leicht Buddy- oder Patensysteme etablieren, bei denen sich erfahrene Mitarbeiter um neue Kollegen kümmern. Das ist ein Modell, das wir bei karriere.at selbst erfolgreich anwenden.

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