Im Einsatz für ethische Werte: Corporate Social Responsibility bringt reelle Vorteile

Nachhaltiges Wirtschaften bringt mehr als Imagegewinn und gute PR: Eine Studie belegt die konkreten Effekte einer sozial und ökologisch verantwortungsvollen Unternehmensführung.

„Unsere unternehmerische Vision hat das Ziel, Werte zum Nutzen aller zu schaffen“, sagt bauMax-Vorstandsvorsitzender Martin Essl (im Bild) . Daher orientiere man sich nicht an kurzfristigen Erfolgen, sondern an nachhaltigem Wirtschaften. „Es geht nicht nur um einen direkten Nutzen, sondern vielmehr um eine gesamtgesellschaftliche Wirkung“, erklärt Essl. Deshalb engagiert sich das Unternehmen etwa seit über 25 Jahren für Menschen mit Behinderung und beschäftigt aktuell rund 200 Mitarbeiter mit Behinderung in den Baumärkten (siehe Bildergalerie ) . Davon, so Essl, profitierten alle Beteiligten, da der Teamgeist gefördert und zwischenmenschliche Barrieren abgebaut würden.

Studie zeigt konkrete Auswirkungen
Corporate Social Responsibility (CSR) ist auch in vielen anderen Betrieben längst keine vordergründige Imagekosmetik mehr. Insbesondere Mitarbeiter profitieren von verantwortungsvollem Unternehmergeist. Dies belegt erstmals eine Wirkungsstudie, die die Organisatoren des Trigos, des österreichischen Gütesiegels für gesellschaftliche Unternehmensverantwortung, durchgeführt haben. „Für die Hälfte der Unternehmen zählen eine höhere Mitarbeitermotivation und eine verstärkte Innovationskraft zu den größten Vorteilen von CSR-Initiativen“, sagt Bettina Steinbrugger, Leiterin des Organisationsbüros, das jährlich den Trigos-Preis ausschreibt. „In den letzten Jahren wurde erkennbar, das Unternehmen CSR zunehmend als ganzheitlichen Ansatz verstehen“, so Steinbrugger. Aus den signifikant steigenden Einreichungen der letzten Jahre schließt sie, dass CSR kein exotisches Randthema mehr sei und Unternehmen – egal welcher Größenordnung – den Nutzen erkennen.

CSR sorgt für Aufmerksamkeit
Im Gerätebauunternehmen von Gertrude Schatzdorfer ist CSR gelebte Realität mit konkreten Effekten. „Image und Arbeitsklima wurden verbessert, der Bekanntheitsgrad erhöht, und wir erhalten viele Blindbewerbungen, die gerade diese Haltung im Betrieb ansprechen“, erklärt sie. Besonders stolz ist Schatzdorfer auf ihr erfolgreiches Projekt, mehr Frauen in technische Berufe zu bringen. Mittlerweile sei der Betrieb in ganz Oberösterreich dafür bekannt, dass dort Frauen und Mädchen gefördert und gleichwertig in das Team integriert werden. „Der Trigos-Preis für unser soziales Engagement hat das Interesse der Öffentlichkeit am Unternehmen noch mehr gestärkt“, sagt Schatzdorfer stolz. Georg Hartmann, CSR-Verantwortlicher des niederösterreichischen Energieunternehmens Windkraft Simonsfeld, ebenfalls ein Trigos-Gewinner, pflichtet bei: „Für alle beteiligten Mitarbeiter war die Trigos-Verleihung ein Ansporn, das prämierte Projekt mit neuen Ansätzen und Ideen weiterzuentwickeln.“

Freiraum für Mitarbeiter
Bei der Druckerei Gugler in Melk, CSR-Pionier und Trigos-Sponsor, hat man den Nutzen längst erkannt. Reinhard Herok, CSR-Beauftragter bei Gugler, unterstreicht das Engagement von Unternehmensführung und Mitarbeitern: „Wir haben im Unternehmen viel Freiraum und Möglichkeiten geschaffen, damit sich Mitarbeiter in allen Bereichen einbringen können.“ Gerade in Krisenzeiten habe sich gezeigt, wie wertvoll offener Dialog, größtmögliche Transparenz und Offenheit sein können. Das Unternehmen, das prinzipiell zu einer Branche mit hohem Energie- und Rohstoffeinsatz gehört, beweist durch Ideenreichtum, dass es auch anders geht: Heuer präsentiert Gugler von 17. bis 20. Februar zum zweiten Mal seine Produkte auf der BioFach 2010, der Weltleitmesse für Bio-Produkte: von Öko-Marketing und nachhaltig produzierten Nachhaltigkeitsberichten bis hin zu klimaneutralem Druck. Für Reinhard Herok ist CSR nämlich letztlich „der respektvolle Umgang mit den Menschen und mit unserer Erde“.

Dina Elmani

Unternehmenspreis für Nachhaltigkeit
Zum siebenten Mal wird im heurigen Jahr verantwortungsvolles Wirtschaften mit dem „Trigos“ ausgezeichnet. Der Preis wird an Unternehmen in den vier Kategorien „Arbeitsplatz“, „Ökologie“, „Gesellschaft“ und „Markt“ verliehen. Zudem gibt es Sonderpreise. 2008 verzeichnete Trigos-Verantwortliche Bettina Steinbrugger über 200 Einreichungen. Heuer rechnet sie mit noch mehr Engagement. „CSR ist kein exotisches Randthema mehr, sondern endlich in den Chefetagen zahlreicher Unternehmen angekommen“, folgert sie. Auch bei der Qualität der CSR-Programme sei es zu einer Steigerung gekommen.

Fakten zum Trigos 2010: 
Einreichfrist: 8. März 2010
Einreichung: www.trigos.at
Verleihung: 1. Juni 2010

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