Generation Gold: Heimischer Fachkräfte-Nachwuchs brilliert bei Berufs-WM in Calgary

Bei der Berufsweltmeisterschaft World­Skills im kanadischen Calgary konnten die Österreicher abräumen: Mit acht errungenen Medaillen platzierten sich die jungen heimischen Fachkräfte international ganz vorne.

Acht Medaillen, davon vier in Gold – die Ausbeute der österreichi­schen Mannschaft bei der Berufsweltmeisterschaft World­Skills in Calgary, Kanada, versetzte WKO-Vizepräsidentin Renate Römer ebenso in Euphorie wie der Teamgeist und die tolle Stimmung der Teilnehmer bei Siegerehrung und Schlussfeier: „Unsere jungen Fachkräfte haben für eines der besten Ergebnisse seit Bestehen der WorldSkills gesorgt.“ Neben den Medaillen in acht Disziplinen gab es für Österreich nämlich auch Diplome für Spitzenplatzierungen in weiteren elf Berufssparten. Das, so Römer, beweise die internationale Wettbewerbsfähigkeit des dualen Ausbildungs­systems in Betrieb und Berufsschule auf breiter Front. Insgesamt kämpften in Calgary mehr als 900 Fachkräfte aus 51 Ländern um die Medaillen. Nur Korea, Japan und die Schweiz errangen dabei letztlich mehr Goldene als die Österreicher.

Bewährung unter Stress
Die Top-Resultate waren der Lohn für die intensive Vorbereitung der Teilnehmer, in die Experten aus Betrieben, Berufsschulen und WIFI-Trainer viel Zeit ­investierten und die von den meisten Arbeitgebern mit Freistellungen unterstützt wurde. Neben fachlichem Können verlangte die spezielle Wettkampfatmosphäre – Zeitdruck, Koje an Koje mit den unmittelbaren Mitbewerbern in den riesigen Hallen und Zelten im Stampede Park ständig der Ablenkung durch vorbeiströmendes Publikum ausgesetzt – auch eiserne Nerven, perfektes Zeitmanagement, Konzentration und einen kühlen Kopf. Das gelang sowohl den Vertretern klassischer Handwerksberufe als auch denen moderner Technologie­sparten. So reicht die Bandbreite der heimischen Medaillengewinner denn auch vom Konditor, Installateur, Fliesenleger und Zimmerer über das Landschaftsgärtner-Team bis zum CNC-Dreher und Industrial-Control-Spezialisten für Anlagenelektrik sowie Polymechanik/Automations­experten. Gewonnen haben für ihre weitere Be­rufslaufbahn aber alle Teilnehmer.

Von Michael Schmid, Calgary

Im Bild: Die österreichischen Medaillengewinner 2. Reihe, v. l.: Johannes Springer (Landschaftsgärtner), Gregor Regner (Konditor), Benjamin Poredos (CNC-Dreher/„Best of Nation“), Andreas Ebner (Fliesenleger), Claus Weber (Sanitärinstallateur). 1. Reihe, v. l.: Benjamin Grabherr (Polymechanik/Automation), Johannes Stöttner (Landschaftsgärtner), Stefan Kastl (Anlagenelektrik), Peter Thomas Ebner (Zimmerer).

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