Forscher-Auftritt: Der 7. November wird
eine lange Nacht für Wissenshungrige

Die „Lange Nacht der Forschung“ präsentiert am 7. November an über 570 einzelnen Stationen im ganzen Land Leistungsfähigkeit und Vielfalt der heimischen Forschungs- und Innovationslandschaft.

Am Samstagabend wird Wissenschaftsminister Johannes Hahn bei einer spektakulären, sein Ressort betreffenden Aktion direkt vor Ort an der Universität Wien sein. Seine Aufwartung macht er allerdings nicht den ­Audimax-Besetzern, sondern einer der vor­aussichtlich publikumswirksamsten Stationen im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“: Hahn gibt im DiTech-Zelt im Arkadenhof der Uni den Startschuss zur internationalen Overclocking-Meisterschaft mit acht europäischen Teams.

570 Stationen für Neugierige
Beim Overclocking reizen Computerfreaks die Leistungsfähigkeit ihrer aufgemotzten Prozessoren durch Übertakten derart aus, dass die Bauteile mit flüssigem Stickstoff auf minus 196 Grad gekühlt werden müssen, um nicht auf der Stelle in Rauch aufzugehen. „Rekordversuche beim Overclocking zeigen, was normale PCs oder Notebooks in drei bis vier Jahren ­leisten werden“, erklärt Damian Izdebski, Geschäftsführer des Computerfachmarkts DiTech, der den Wettbewerb organisiert. An nicht weniger als 570 solcher Stationen präsentieren am 7. November von Sonnenuntergang bis Mitternacht landesweit in sieben Regionen (Dornbirn, Graz, Innsbruck, Krems/Tulln, Linz, Salzburg, Wien) heimische Forschungseinrichtun­gen und Unternehmen an 99 einzelnen Standorten ihr ebenso beeindruckendes wie umfangreiches Leistungsspektrum.

Forschungsnacht der Superlative
Die „Lange Nacht der Forschung“ geht heuer zum dritten Mal als gemeinsame Initiative der drei für Forschungsagenden zuständigen Ministerien (BM für Wissenschaft und Forschung, BM für Verkehr, Innovation und Technologie, BM für Wirtschaft, Familie und Jugend) sowie des Rates für Forschung und Technologieentwicklung über die Bühne. Heuer sprengt die Ver­anstaltung alle bisherigen Rekorde: Mehr Austragungsstädte, Standorte und Stationen denn je, freuten sich die Minister Doris Bures, Johannes Hahn und Reinhold Mitterlehner bei der Programmpräsentation einhellig. Nach 240.000 Besuchern im Vorjahr rechnen die Organisatoren heuer sogar mit mehr als 300.000 wissenschafts-, technik- und lernbegeis­terten Interessenten. Die Programmvielfalt hat für jeden Geschmack etwas zu bieten: Bakterien jagen, Robotern bei der Arbeit zusehen, eine Wetterprognose erstellen, Nachtsichtgeräte oder Lichttherapiekabinen gegen Winterdepressionen testen, den Nutzen der radio­logischen Untersuchung von Gletscher­mumie „Ötzi“ für Patienten von heute kennen lernen.

Wirtschaftsfaktor Innovation
Dieses breite Spektrum ist auch das Spiegelbild eines Aufschwungs und Aufholprozesses: Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen stieg in den letzten zehn Jahren von 1,9 auf über 2,7 Prozent des BIP. In absoluten Zahlen wurden die Forschungsmittel sogar mehr als verdoppelt – auf heuer fast 7,7 Milliarden Euro. „Nach dieser rasanten Entwicklung ist es nun unser Ziel, unter die Top 3 der innovativsten Volkswirtschaften zu kommen“, sagt Innovationsministerin Doris Bures. Sie sieht die „Lange Nacht der Forschung“ als eine wesentliche Initiative, um in der Öffentlichkeit mehr Akzeptanz und Commitment für Forschung zu schaffen. Neben Universitäten, Fachhochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen öffnen auch eine ganze Reihe von Unternehmen die Türen ihrer Entwicklungsabteilungen. „Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt“, hebt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hervor. „Wir finden das Projekt groß­artig“, sagt etwa Sanofi-Aventis-Kom­munikations­chefin Ines Windisch, „denn es gibt uns Gelegenheit, zu zeigen, warum es bis zu 1,5 Milliarden Euro kosten kann, ein neues Medikament auf den Markt zu bringen“.

Dina Elmani, Michael Schmid

FAKTEN UND INFOS ZUR LANGEN FORSCHUNGSNACHT
Programm:  570 Stationen in 7 Regionen (Dornbirn, Graz, Innsbruck, Krems/Tulln, Linz, Salzburg, Wien). Programmmagazin liegt bei allen Stationen auf. Details: www.langenachtderforschung.at
Ticket:  Nicht erforderlich. Der Zutritt zu allen Stationen ist kostenlos.
Shuttleservice:  Kostenloser Shuttlebus fährt alle Stationen der jeweiligen Region an. Busrouten und Abfahrtszeiten im ­Programmmagazin.
Vielfalt: 140 Institutionen nehmen teil: 20 Universitäten, 12 Fachhochschulen, 47 öffentliche Forschungseinrichtungen, 23 Industrieunternehmen, 38 KMUs. 256 wissenschaftliche Projekte werden erstmals öffentlich prä­sentiert.
Gewinnspiel:  Besucher, die den Code ihrer Lieblingsstation per SMS an die auf dem Stationsplakat angegebene ­Telefonnummer senden, können den neuen Honda Insight Hybrid gewinnen.

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