Entspannt am Strand

Entspannt am Strand

Wer gut erholt und mit frischer Energie aus dem Urlaub zurückkommen will, sollte Vorkehrungen treffen, um auch wirklich vom Arbeitsstress abschalten zu können.

Am Freitagabend geht’s ab in den wohlverdienten Urlaub. Umso wichtiger ist da am Abreisetag der Mittagstermin für die Telefonkonferenz mit den Gebietsverkaufsleitern, um daraus schnell noch ein paar wichtige Aspekte in den schon fälligen Monatsbericht einzuarbeiten. Danach rasch die Mails mit den Eckdaten zum Projektstand an die wichtigsten Mitarbeiter absetzen – die müssen die Sache jetzt schließlich allein weiterbringen. Ob sie sich mit den Unterlagen wirklich auskennen? Keine Zeit mehr, um das zu checken, der Abflugtermin für den Interkontinentalflug drängt. Sie können ja am Montag rückfragen, also rasch jetzt Laptop und Handy eingepackt und ab zum Flughafen. Aber ja nicht aus alter Business-Gewohnheit direkt zum Airport fahren. Die mit gepackten Koffern daheim wartende Familie muss auch noch schnell abgeholt werden.

Was so beginnt, wird wohl kaum mit Entspannung, Erholung und aufgeladenen Batterien enden. Wie denn auch, wenn man der Urlaubs(ein)stimmung so überhaupt keine Chance lässt, den Bürostress abzulösen. Wer sich so verhält wie unser Manager vor dem Abflug, mag zwar aus seiner beruflichen Wichtigkeit kurzfristig erhöhtes Selbstwertgefühl ziehen, endet aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Burnout-Statistik oder auf einem der Friedhöfe der Unverzichtbaren.

Natürlich ist niemand gezwungen, im Urlaub für die Firma erreichbar zu sein. Unerreichbarkeit und wochenlange Abstinenz von Handy und Mails sind jedoch gerade für Führungskräfte fern der Heimat keine realistischen Optionen. Um den Zweck eines Urlaubs – Erhaltung und Regeneration der Leistungsfähigkeit – zu erreichen, empfehlen Arbeitsmediziner und Psychologen gerade dieser Gruppe einige Verhaltensregeln, um Erholung vom Arbeitsstress, der fatalerweise manchmal gar nicht als solcher empfunden wird, zu sichern.

● Planung: Um den besten Erholungseffekt zu erreichen, sollte der Haupturlaub nicht kürzer als zwei Wochen dauern und länger im Voraus geplant werden – Vorfreude gehört auch zum Urlaub. Aber auch nicht den gesamten Jahresurlaub auf einmal verbrauchen, sondern zwei oder drei weitere kürzere Auszeiten nehmen.

● Vorbereitung: Termine längerer Urlaube sollte man wichtigen Geschäftspartnern, Kollegen und Mitarbeitern mit genügend Vorlaufzeit ankündigen. Unabdingbares und Unaufschiebbares können so prioritär vor der Abreise erledigt, Vertretung und Ansprechpartner für laufende Routineaufgaben während der Abwesenheit organisiert werden. Zudem am besten schon vor dem Urlaub eine Liste der Aufgaben machen, die gleich nach der Rückkehr anstehen – diese aber nicht in den Urlaub mitnehmen. Für Abwesenheitsnotiz und Kontaktdaten der Vertretung per E-Mail sorgen.

● Einstimmung: Puffertage sollte man zwischen dem letzten Tag im Büro und der Abreise sowie der Rückkehr und dem ersten Arbeitstag programmieren – doch keinesfalls für berufliche Angelegenheiten nutzen. Das erleichtert die Einstimmung auf den Urlaub und die Vorbereitung auf den Wiedereinstieg. Niemals von der Arbeit direkt in den Urlaub reisen und gerade bei Fernreisen Akklimatisationstage mit reduzierter Aktivität vor Ort einplanen. Das Urlaubsprogramm selbst folgt natürlich den individuellen Vorlieben – eine Mischung aus Erholung und Aktivität ist dabei aber selten ein Fehler und sicher besser als eine To-do-Liste mit abzuhakenden Orten oder Sehenswürdigkeiten.

● Erreichbarkeit steuern: Das Thema Erreichbarkeit schon in der Planungsphase ansprechen und festlegen, in welchen Notfällen Kontakt aufgenommen werden kann. Diensthandy und Laptop, wenn sie denn schon mitreisen müssen, grundsätzlich ausschalten und nur zu den im Unternehmen vorab kommunizierten Zeiten in Betrieb nehmen. Nur in wirklich dringenden Fällen antworten oder gar aktiv werden. Wichtiger Grundsatz der Kommunikationsstrategie im Urlaub: Fragen beantworten – ja; Arbeitsaufträge übernehmen – nein!

● Nachwirkung erhalten: Wer nach der Rückkehr noch ein paar Urlaubstage daheim anhängen kann, statt sofort von null auf hundert in den Job zu starten, konserviert den Erholungseffekt. Ebenfalls hilfreich: Urlaubsrituale wie spätes Frühstück beibehalten und dann ein Erinnerungsfoto auf den Schreibtisch. Wer so verantwortungsvoll mit der eigenen Leistungsfähigkeit umgeht, gibt auch seinen Mitarbeitern ein Beispiel für gesunde Urlaubskultur – und kann damit sogar deren spontanem Blaumachen aus akuter Überforderung vorbeugen.

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