Der Arbeitsplatz als Oase des Wohlgefühls: Unternehmen-Rankings zeigen die Besten

Arbeitgeber erkennen, dass ein gutes Betriebsklima und eine offene Unternehmenskultur maßgeblich den Erfolg bestimmen. Langfristig schaffen diese Faktoren zufriedene Mitarbeiter.

„Gutes Betriebsklima, viele Möglichkeiten zur Entwicklung des Einzelnen, hohes Gehaltsniveau und andere Nebenleistungen machen die Firma sehr interessant“, steht auf dem Arbeitgeber-Bewerterportal Kununu über Microsoft zu lesen. Weniger rosig ein ­anonymes Statement eines Vertriebsmitarbeiters, der angibt, „mit einem Problem zu kommen und mit drei zu gehen“. Obwohl nicht repräsentativ, sind Beurteilungen von Unternehmen auf Internetplattformen von Jobkandidaten überaus gern gelesen. Denn Lohnnebenleistungen und eine offene Unternehmenskultur sind am Arbeitsplatz langfristig wichtiger als die monatliche Gehaltsabrechnung.

Wertschätzung wiegt am meisten
„Es sind weniger isolierte Gratifika­tionsprogramme wie zusätzliche Altersvorsorge, differenzierte Fortbildung oder familienfreundliche Arbeitszeitregelungen als vielmehr eine ganzheitliche Form vertrauensvoller und vor allem wertschätzender Zusammenarbeit“, erklärt Matthias Wolf, Institutsleiter des Unternehmensbewertungsinstituts „Great Place to Work“ in Wien, die Wohlfühlfaktoren. Isoliert betrachtet sei eben die Entlohnung kein ausreichender Faktor für Zufriedenheit. Vielmehr sind Vertrauen und Wertschätzung wesentlich für den Geschäftserfolg sowie für die Identifikation mit der Unternehmenskultur. Als Anerkennung für außergewöhnliche Mitarbeiterführung prämieren die nationalen „Great Place to Work“-Institute jährlich die besten Unternehmen (siehe auch Europas beste Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern ) .

Arbeitsplatzqualität als Erfolgsfaktor
Wettbewerbsgrundlage der Bewertung der Arbeitsplatzqualität ist eine ausführliche anonyme Befragung der Mitarbeiter zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Führung, Zusammenarbeit, berufliche Entwicklung, Vergütung und der allgemeinen Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz. Darüber hinaus werden die Qualität der Human-Capital-Programme untersucht. Der oberösterreichische Stempelerzeuger Trodat und das IT-Unternehmen Cisco Sys­tems (Kategorie 50–250 Mitarbeiter) sind Österreichs Gewinner 2009 (siehe auch Österreichs beste Arbeitgeber mit mehr als 250 Mitarbeitern ) . „Die Sieger sind aber nicht nur die Erstplatzierten, denn jeder der besten Arbeitgeber leistet ausgezeichnete Personalarbeit“, erklärt Wolf. Sie alle verfügten über eine Führungskultur, die auf grundlegenden Werten basiert. „Das wird sich vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen bezahlt machen“, so Wolf weiter.

Microsoft bester Arbeitsgeber für Frauen
„Selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise ist es ein zentraler Anspruch, bestmöglich auf die Entwicklung und Förderung unserer Mitarbeiter zu achten“, sagt Petra Jenner, Geschäftsführerin von Microsoft Österreich. So werden seit Jahren individuelle Maßnahmen für die Belegschaft in puncto Benefits und Arbeitsumfeld gefördert sowie Schwerpunkte im Kommunikationsbereich und bei der Chancengleichheit gesetzt. Dieses En­gagement brachte Microsoft Österreich heuer zum dritten Mal in Folge den Titel „Bester Arbeitgeber für Frauen“ ein. Unter den besten Arbeitgebern Österreichs belegt Microsoft den vierten Platz. „Wir werden unsere umfangreichen Aktivitäten für die Mitarbeiter, unsere Offenheit und unseren eingeschlagenen Diversity-Kurs weiter fortsetzen“, resümiert Jenner.

Dina Elmani

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