Bodo Schlegelmilch über den MBA-Markt: 'Wir spielen in der MBA Champions League'

Bodo Schlegelmilch, Dean der WU Executive Academy über den MBA-Markt und die Ambitionen seiner Business School.

FORMAT: Die WU Executive Academy gibt es seit fünf Jahren. Wie hat sie sich entwickelt?
Schlegelmilch: Universitätslehrgänge gibt es an der WU schon viel länger, jenen für Werbung und Verkauf seit über 50 Jahren. Dazu kamen vor etwa zehn Jahren Executive MBA-Angebote, die später in der WU Executive konzentriert wurden. Jährlich haben wir 350 neue MBA-Teilnehmer, inklusive der Lehrgänge, Seminare und firmenspezifischen Programme sind es 3500.

FORMAT: Wo sind Ihre spezifischen Stärken?
Schlegelmilch: Die Internationalität unserer Vortragenden und Teilnehmern, die Einbettung in der WU und unsere engenen Kontakte zur Wirtschaft ermöglichen uns, Forschungskompetenz mit praktischem Wissen zu einem didaktisch nachhaltigen Gesamtkonzept zu vereinen. Daneben punkten wir im internationalen Rahmen mit dem attraktiven Standort Wien und der CEE Kompetenz der WU.

FORMAT: Wie sehen Sie den Markt der MBA-Anbieter?
Schlegelmilch: Der Markt ist sehr unreglementiert. Nicht überall, wo MBA draufsteht, ist auch wirklich ein MBA drin. Es geht, wie überall, um die Qualität. Als WU Executive Academy erfüllen wir alle Anforderungen und verfügen über alle international bedeutenden Akkreditierungen – durch unser gemeinsames Programm mit der Carlson School of Management der University of Minnesota auch über die wichtigste US-amerikanische.

FORMAT: Sind MBA-Rankings für sie wichtig?
Schlegelmilch: Es ist wichtig, in den Rankings wie dem der Financial Times, aufzuscheinen. Wir rangieren dort mit dem Executive MBA unter den Top 50 MBA-Programmen der Welt – bei einem weltweit auf rund 10.000 Programme geschätzten Angebot. Wir spielen in der Champions League der MBA-Anbieter.

FORMAT: Und der österreichische MBA-Markt?
Schlegelmilch: Ob wir in Österreich 16 oder 20 Mitbewerber haben, ist nicht relevant. Wir sind in einer anderen Liga. Wir wollen uns bewusst als Anbieter für CEE positionieren.

FORMAT: Die MBA-Ausbildung wurde als mitverantwortlich für die Finanzkrise kritisiert. Eine Gefahr für Ihre Geschäftsgrundlage?
Schlegelmilch: Es gibt tatsächlich viel Kritik, trotzdem ist die Zahl der GMAT-Absolventen (Anm: Graduate Management Admission Test; standardisiertes Testverfahren für MBA-Aspiranten) so hoch wie nie. Business Schools werden sich überlegen müssen, wo ihr Value Added liegt, also Leute nicht nur in Techniken schulen, sondern auch interkulturelle Kompetenzen, CSR und Business Ethics lehren. Es wäre aber zu einfach, dem MBA-System die Schuld zu geben, wenn auch in der Vergangenheit eine oft zu starke Shareholder-Orientierung zu einem Mangel an Reflexion geführt hat.

Interview: Michael Schmid

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