Bilderbuchkarrieren: Berufsbegleitendes Studium ist gefragt - und wird gefördert

Studieren und dabei Berufe zu probieren, erweist sich als guter Weg für den Karrierestart. Zur erfolgreichen Karrierestrategie gehören aber auch Fleiß, Weiterbildung und Networking.

Es geht nicht nur darum einen Job in einem beliebigen Unternehmen zu finden, sondern zu schauen, ob sich dort weitere Karrierewege eröffnen und wie das Arbeitsumfeld ist“, erzählt Johanna Sommer, Public Relations-Newcomerin bei der Agentur alphaaffairs. „Ein Mitgrund für den Einstieg war die Möglichkeit, dass ich das Team bereits kennenlernen konnte und gesehen habe, dass den Mitarbeitern tolle Karrieremöglichkeiten offen stehen“, erzählt die PR-Expertin, die in internen Trainings ihren Horizont erweitert. Darüber hinaus entschloss sie sich zu einem berufsbegleitenden Masterlehrgang. Ihre Vorgesetzten begrüßten ihre Teilnahme und ermöglichten ihr, während der Arbeitszeit Seminare zu besuchen.

Berufsbegleitende Bildung gefragt
„Einsteiger wollen Dinge, die sie auf der Universität gelernt haben, in die Praxis umsetzen und gerne im Schatten eines Mentors weiter lernen“, bestätigt Irmgard Barosch, Personalberaterin bei Iventa, die Anforderungen der Newcomer. Den idealen Weg für Durchstarter könne man jedoch nicht definieren. Rascher Studienabschluss, Mehrsprachigkeit und Auslandaufenthalte seien, so Barosch, naturgemäß optimale Schlüsselfaktoren im Werdegang. „Ein wenig Glück gehört auch dazu, wenn es darum geht, an gute Führungskräfte zu geraten, die den Neueinsteiger fördern und unterstützen“, sagt sie. Immerhin studieren in fast 80 Prozent der österreichischen Unternehmen Mitarbeiter berufsbegleitend, wie eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftskammer Wien (WKW) unter Personalverantwortlichen belegt.

Unterstützende Unternehmen
„Bemerkenswert ist, dass Personalmanager im berufsbegleitenden Studium vor allem die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter sehen“, sagt Michael Heritsch, Geschäftsführer der FHWien-Studiengänge der WKW. Die Karrieren werden von den Unternehmen tatkräftig gefördert. 50 Prozent der Personalisten gaben an, Mitarbeiter bei Abschlussarbeiten zu unterstützen. Finanzielle Zuwendungen, etwa die Zahlung der Studiengebühren, bieten 44 Prozent der befragten Unternehmen. Bildungsurlaub gewähren 25 Prozent, während nur 12 Prozent gar keine Hilfestellung geben. Positive Auswirkungen auf den Gehaltszettel verspricht der nebenberufliche Mehraufwand in 45 Prozent der Unternehmen. Bei 44 Prozent winkt innerhalb der nächsten drei Jahre ein Karrieresprung.

Absprung in die Selbstständigkeit
Eine Bilderbuchkarriere hat Teresa Adler als Kommunikationsverantwortliche von Tchibo bereits hinter sich. Sie baute innerhalb von drei Jahren eine eigenständige Presseabteilung für den Kaffeeröster in Österreich auf. „Es war aufregend und spannend zu sehen, wie die Strukturen gewachsen sind“, so Adler, die mit dem Verfassen von Pressemitteilungen begonnen hatte. Da der musikalisch begabten Pressefrau ihr Traumberuf aus Kindheitstagen aber nicht aus dem Kopf ging, kündigte sie kürzlich und stellt sich nun als Sängerin den Herausforderungen in der Musikbranche und der neuen Selbstständigkeit. „Man muss im Leben Chancen ergreifen und offen für Neues sein“, verrät Adler ihre Philosophie. Aus ihrem ehemaligen Job bringt sie viel Erfahrung in die neue Profession ein: Neben dem professionellen Webauftritt pflegt sie ihre Kontakte und ist auf virtuellen Networkingplattformen wie Facebook als Mitglied registriert.

Jobplattformen für Brückenschlag
„Es ist aber wichtig, sich nicht auf virtuelle Kontakte zu beschränken, sondern Personen aktiv zu treffen“, empfiehlt Michael Novak, Gründer des Netzwerks ­Seamee, der „wirklich gut gemachte Netzwerkarbeit“ als durchaus karrierefördernd einstuft. Ihm war wichtig, die Jobplattform, auf der Unternehmen kostenlos Stelleninserate schalten können, mit einer mobilen Applikation zu verknüpfen. Dank dieser können sich Seamee-Mitglieder im Alltag mittels Handy und Bluetooth finden. Ira-Xenia Glatz, Marketingleiterin bei Wiesenthal begrüßt diesen Service: „Seamee schafft damit einen optimalen Brückenschlag zwischen der Wirtschaft und den Konsumenten und ermöglicht eine Win-Win-Situation für alle: Unternehmen und Bewerber.“

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Von Dina Elmani

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