Aufstieg der Trainees

Aufstieg der Trainees

Kapsch bietet Jobeinsteigern seit 20 Jahren ein Traineeprogramm - und schafft so ein Talent-Reservoir für Fach- und Führungsaufgaben.

Was ihr die zwei Jahre im Traineeprogramm bei Kapsch gebracht haben, bringt Michaela Harrich knackig auf den Punkt: "Um so viele Bereiche kennenzulernen und so viel Erfahrung zu sammeln, hätte ich sonst dreimal den Job wechseln müssen.“ Dabei hat die Wirtschaftsinformatikerin gar nicht einmal alle Optionen wahrgenommen, die das Programm jungen Studienabsolventen bietet. Statt regelmäßig im Sechsmonatsrhythmus die Abteilung zu wechseln, war Harrich nämlich noch als Trainee über ein ganzes Jahr in ein vom Vorstand gesteuertes Mergers-&-Acquisitions-Projekt involviert. Die Möglichkeit, ein halbes Jahr ihrer Traineezeit bei einer Auslandstochter der Kapsch-Gruppe zu verbringen, musste sie so zwar auslassen - doch dafür wurde die junge Akademikerin unmittelbar mit Ende ihres Traineezyklus 2009 als Investor Relations Manager in die Abteilung Mergers & Acquisitions / Investor Relations übernommen.

"Primäres Ziel unseres Traineeprogramms ist es, den Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Funktionsbereichen aus den eigenen Reihen abzudecken“, sagt Georg Kapsch, CEO der Kapsch-Gruppe, eines heimischen Technologieunternehmens, dem es seit einer massiven Restrukturierung nach der Jahrtausendwende wieder erfolgreich gelingt, die 120-jährige Tradition eines Familienunternehmens mit Innovation und internationalem Wachstumskurs zu verbinden.

Tradition hat auch das Traineeprogramm des Hauses: Seit 20 Jahren nimmt Kapsch jährlich drei oder vier Absolventen eines technischen oder wirtschaftlichen Studiums auf. Sie bekommen die Chance, durch halbjährliche Wechsel von Abteilungen und Tochtergesellschaften vielfältige Firmenfacetten kennenzulernen und Projekte zu bearbeiten. Zudem erhalten sie in diesem Zeitraum ein strukturiertes Aus- und Weiterbildungsprogramm für soziale und fachliche Kompetenzen. Auch duales Mentoring - sowohl auf Ebene des Traineeprogramms als auch in den einzelnen Abteilungen - gehört zum Konzept.

Nachhaltiges Engagement

Traineeprogramme für Berufseinsteiger waren Anfang der 90er-Jahre gerade modern geworden. Vor allem Kreditinstitute begannen damals, jährlich eine größere Zahl an Akademikern aufzunehmen und durch ihre Abteilungen rotieren zu lassen. Nicht alle Programme waren klar strukturiert, nicht alle Fachbereiche auf Trainees eingestellt, und statt vielfältige Erfahrungen zu sammeln, sah sich mancher hoffnungsvolle Einsteiger auf die Rolle des "Beiwagerls“ reduziert. In konjunkturell schlechteren Zeiten kam es dann vor, dass die Programme zurückgefahren oder eingestellt wurden.

Nicht so bei Kapsch. Nachhaltigkeit zählt zu den Leitwerten des Unternehmens - und das wird auch beim Traineeprogramm gelebt. Kaum jemand könnte das besser beurteilen als Thomas Schöpf. Der war vor 20 Jahren einer der ersten Trainees im Unternehmen. "Das Programm funktioniert, weil es von den Eigentümern und vom Management getragen wird“, sagt Schöpf, der im Unternehmen Karriere gemacht hat und heute als COO im Vorstand der Kapsch CarrierCom arbeitet.

Vorsorge für Fachkräfte

"Als Trainee war man schon zu meiner Zeit an den einzelnen Stationen schnell derjenige, der sich im Gesamtunternehmen auskennt und direkte Ansprechpartner in anderen Abteilungen kennt“, erinnert sich Schöpf. Von solchen Erfahrungen mit dem sorgfältig geplanten und begleiteten Berufseinstieg profitieren mittlerweile alle Mitarbeiter, die in seinem Verantwortungsbereich neu anfangen.

Aus seiner heutigen Perspektive als Führungskraft unterstreicht Schöpf die Bedeutung des Traineeprogramms als Talentreservoir für anspruchsvolle Aufgaben im Konzern: "Durch unser Wachstum im internationalen Geschäft haben wir steigenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Auf dem Markt sucht man oft sechs Monate und länger, um bestimmte Positionen zu besetzen, und muss zudem immer mehr Headhunter und Personalberater einsetzen.“ Wie schon vor 20 Jahren ist das Programm somit nach wie vor eine nachhaltige Karriereoption.

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