Aufsteigen: Verhalten Sie sich wie ein Leader, dann hält man Sie auch dafür

Sie sind ein Leader, weil Sie sich wie einer verhalten, Punkt“, so eine der Kernthesen von Hal O’Ween zum Thema Leadership. Seine Karriereanleitung in sechs Punkten:

1. Kommunizieren wie ein Leader: WIE Sie etwas sagen, ist wichtiger als WAS

Wirkung geht über alles. Ihre Mimik spielt dabei die wichtigste Rolle: Echte Leader können bei Bedarf diesen „wichtigen“ Gesichtsausdruck abrufen, der selbst traurigsten Banalitäten die Aura tiefer Einsicht verleiht. Faustregel: Je größer der Schwachsinn, den Sie von sich geben, desto wichtiger müssen Sie dabei dreinschauen. Üben Sie das ruhig, mit der Zeit macht es richtig Spaß.

2. Denken Sie kurzfristig, reden Sie von „langfristig“

Solange Sie noch nicht an der Konzernspitze angelangt sind, sollte alles, was Sie tun, auf kurzfristig sichtbare Resultate abzielen. Verleihen Sie dadurch Ihrer jährlichen Beurteilung Glanz! Gegenüber Ihren Vorgesetzten sollten Sie jedoch immer die besondere Wichtigkeit langfristiger Strategien und Programme betonen. Geben Sie nach außen hin den Strategen. Achten Sie überhaupt darauf, das Wort „Strategie“ mindestens einmal wöchentlich in einem Memo an die Geschäftsführung zu verwenden. Sie beweisen damit, dass Sie ein visionärer Denker sind. Die Leute stehen einfach drauf.

3. Geben Sie sich immer schwer beschäftigt

In einem Konzern haben echte Führungskräfte immer viel zu tun und sind ständig in Zeitnot. Wenn Sie dazugehören möchten, sollten Sie entsprechende, nach außen hin sichtbare Maßnahmen ergreifen: Klemmen Sie sich auf dem Weg zum Kaffeeautomaten immer ein paar Dokumente unter den Arm, und denken Sie daran, NIE kurzfristige Termine an Untergebene (Sherpas) zu vergeben. Besprechungen mit vielen Teilnehmern etwas früher verlassen, weil Sie woanders gebraucht werden.

4. Niemals freundlich im Büro

Gegenüber Untergebenen ist es unangemessen und unpassend, als freundliche und angenehme Person zu gelten. Sie laufen dabei immer Gefahr, nicht ernst genommen und – noch schlimmer – von Ihren Vorgesetzten der Weichei-Fraktion zugeordnet zu werden.

5. Verbreiten Sie nur gute Nachrichten

Es gibt keinen Grund, Ihre Vorgesetzten nicht einmal pro Woche mit guten Nachrichten über Ihren Geschäftsbereich zu versorgen. Sie helfen damit Ihrem direkten Chef, denn auch er reicht gute Nachrichten immer gerne nach oben weiter. Darüber hinaus erarbeiten Sie sich das wertvolle Image eines durchsetzungsfähigen Machers! Beachten Sie, dass es als kleinkariert und unstrategisch gilt, den wahren Stand der Dinge in diesen Berichten anzuschneiden. Davon hat nun wirklich niemand etwas.

6. Bilden Sie Allianzen

Stimmen Sie alles im Konzern kontinuierlich mit Ihren Vorgesetzten und auch Kolleginnen und Kollegen ab. Nicht abgestimmte Vorlagen werden grundsätzlich abgeschossen. Sie erinnern sich: Nicht WAS Sie tun interessiert, sondern WIE Sie es tun. Wichtige Techniken dafür: Lobkartell (Gruppe von Kollegen, die sich in gegenseitigen Lobhudeleien überbieten), Nichtangriffspakt und die „Quid pro quo“- Allianz (Zustimmung durch Kooperation in einer anderen Angelegenheit erkaufen).

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