Manuela Lindlbauer Geschäftsführerin von Lindl power liebt Franzosen - und ihr Boot

Die Batterien von Personalberaterin Manuela Lindlbauer sind ständig geladen. Überschüssige Energie kann sie nur am Boot loswerden. Vorzugsweise in Südfrankreich.

Eigentlich ist man schon vom Zuhören allein gestresst, wenn die Personalberaterin Manuela Lindlbauer, 39, ihren beruflichen Einsatz beschreibt. Raus aus dem Bett, rasch ins Büro, Meetings, Meetings, Meetings, abends von einer Veranstaltung zur nächsten hetzen und um Mitternacht todmüde ins Bett fallen, ufff! Und das jede Woche von Montag bis Freitag, acht Jahre lang. „Am Samstag hatte ich erst Zeit, die Klamotten wegzuräumen“, beschreibt die Geschäftsführerin von Lindlpower ein Szenario, das viele berufstätige Frauen gut kennen. Die Unternehmerin, die sich darauf spezialisiert hat, das mittlere Management mit Personal zu besetzen, etwa im Finanzbereich, in Lohnverrechnung oder Vorstandssekretariat, wird ihrem Firmennamen Lindl power im wahrsten Sinne des Wortes gerecht.

Doch damit ist vorerst Schluss. Denn die Managerin ist seit vier Monaten Mutter von Klein Moritz. „Das Kind hat mein Leben total verändert, und das ist auch gut so“, erklärt sie lachend. Natürlich lässt sie auch jetzt nicht wirklich die Seele baumeln. Das kann sie gar nicht. Die im oberösterreichischen Ansfelden aufgewachsene Unternehmerin pflegt jetzt eben den sogenannten Freizeitstress. Doch auch in dieser Rolle fühlt sich Lindlbauer sichtlich wohl. „Mein Freund und ich müssen ständig etwas tun – auch unsere Urlaube sind immer sehr aktiv“, sprudelt es aus ihr heraus. Sogar Moritz werde schon unruhig, wenn die Eltern mal Pause machen, erzählt sie augenzwinkernd. Der Filius braucht offenbar Action. Einzige Ausnahme von der Hyperaktivität sind Reisen an die Côte d’Azur, wo Lindlbauer und ihr Freund ein nettes Domizil samt kleiner Motoryacht ihr Eigen nennen. Das Boot ist für Lindlbauer so etwas wie eine schwimmende Oase. Und bei den Landgängen genießt sie das Flair der französischen Riviera.

Laisser-faire

Lindlbauer ist frankophil. „Entweder man liebt die Franzosen, oder man hasst sie. Ich liebe sie“, gesteht sie. Als junges Mädchen jobbte sie als Au-pair-Mädchen in Frankreich, studierte zwei Jahre Französisch, arbeitete zwei Jahre lang im Club Med und heuerte für ein paar Monate auf einem Kreuzfahrtschiff als Cocktail-Waitress an. Voilà! Und jetzt? Jetzt verbringt sie viele Wochen im Jahr in Antibes, der drittgrößten und ältesten Stadt an der Côte d’Azur. „Wir fahren die Küste ab, liegen mit unserem Boot vor Cannes, Saint-Tropez oder Monaco. Und wir machen Landausflüge ins Hinterland“, beschreibt die Umtriebige ihr Hobby, dem sie an der Südküste Frankreichs frönt. Langeweile kommt jedenfalls nie auf. Mal macht die junge Mutter mit ihren Lieben einen Abstecher in den Künstlerort Saint-Paul de Vence, in das Bergdorf Gourdon oder in die Parfumstadt Grasse, von wo es wieder retour geht nach Antibes. „Die atemberaubenden Ausblicke und die südländischen Bergdörfer wie der Nobelort Mougins sind einfach wunderbar“, schwärmt die Unternehmerin. Sechs Wochen am Stück verbrachte sie jetzt in den Sommermonaten in diesem Idyll der Genießer und Bonvivants.

Lindlbauer selbst zählt sich freilich nicht zur millionenschweren Society. Wenn sie mit ihrem acht Meter langen Motorboot „Runabout 755“ der Marke Jeanneau neben den Luxusyachten anlegt, nimmt sich ihr Boot eher wie eine Nussschale aus. Doch das stört die patente Frau nicht. „Hauptsache, wir können das schöne Lebensgefühl von Antibes auf uns wirken lassen. Da braucht es keine 50-Meter-Yacht“, erklärt sie. Kaum zurück in heimatlichen Gefilden, schielt Lindlbauer schon wieder nach ihrer Arbeitsstätte in der Wiener City. Momentan arbeitet sie noch Teilzeit. Söhnchen Moritz wird währenddessen von den beiden Großmüttern gesittet. Doch die toughe Mama nimmt den Filius auch zu Terminen mit. „Im Büro stellen wir jetzt eine Gehschule auf, und im Café Landtmann habe ich schon eine eigene Nische, wo ich bei Gesprächen meinen Sohn bequem ablegen kann“, erklärt Lindlbauer, wie sie Kind plus Job managt.

Und die nächsten Aktiv-Wochenenden sind Gott sei Dank auch schon in Sicht: Zuerst macht die Powerfamilie einen Abstecher ins Kitzbüheler Domizil, dann ist eine Taufe eingeplant, das Weekend drauf ist man in Marbella, dann in Hamburg und Sylt … Es darf jedenfalls nie zu lange Ruhe aufkommen, sonst bekommt Manuela Lindlbauer echten Stress. –

Gabriela Schnabel

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