Leinen los!

Heimo Hecht, Partner im Wiener Büro des Headhunters Stanton Chase, liebt die Freiheit. Und die genießt er in vollen Zügen beim Segeln und bei seinen Reisen mit seinem Wohnbus.

Heimo Hecht, 50, hatte einen Kindheitstraum: „Ich wollte einmal als Segler bei den Olympischen Spielen einmarschieren.“ Und das ist dem Partner im Wiener Büro des Headhunters Stanton Chase International auch gelungen. Nachdem er 1981 bei der Europameisterschaft angetreten war und später den Titel Österreichischer Meister eingeheimst hatte, durfte der damals 27-Jährige als Vorschoter an den Olympischen Spielen in Seoul-Pusan teilnehmen, in der 470er-Klasse, in einer Rennjolle für zwei Mann. Immerhin, die beiden waren die ersten Österreicher, die diesen Wettbewerb bei einer Olympiade bestritten. „Medaille haben wir keine nachhause gebracht, aber es war toll, dabei zu sein“, strahlt Hecht noch heute vor Freude.

Die Bedingungen waren bei dem Wettbewerb leider suboptimal. Das Team Binder/Hecht hat die Qualifikation ohnedies nur knapp geschafft. „Und dann noch vier Meter hohe Wellen und eine Strömung, schneller als die Donau! Das hat uns das Boot zusammengehauen“, erinnert sich der Headhunter, der auf Life Sciences, Healthcare und Biotechfirmen spezialisiert ist. Erst riss das Trapez, dann wurde die Ruderanlage durch Treibholz zerstört. Pech.

Wind, Wasser, Freiheit

Die Liebe zum Segeln blieb. Heute hat Hecht drei Boote: einen „Optimisten“, eine 470er – mehr ein Museumsstück – und eine kleine, feine Surprise-Segelyacht in Breitenbrunn am Neusiedler See stehen. Für den Unternehmer und zweifachen Familienvater eine ideale Distanz zu Wien: „In einer Stunde sind wir da, und ich kann auch nach Büroschluss im Sommer noch rasch an den See düsen.“

Anreisen tut der Wassersportler mit dem eigenen Wohnbus – die zweite Leidenschaft dieses Mannes. Freiheit geht ihm nämlich über alles. „Ich bin ein schlechter Reiser, wenn alles zu gut organisiert ist“, scherzt er. Bislang ist der gebürtige Mödlinger und gelernte Apotheker Hecht mit seinem Wohnbus durch Korsika, Kroatien, Albanien und Montenegro getourt.

Das Ungebundensein in der weiten Natur, die Liebe zu Wind und Meer geben dem Mann viel Kraft, erzählt er. Aber Hecht hat auch vieles aus dem Bootssport mit in den Beruf nehmen können. „Segeln hat mich gelehrt, sehr konsequent zu sein, im Team zu arbeiten und mich schnell zu entspannen“, schildert der Vorschoter. Vor allem muss man sowohl Erfolge als auch Misserfolge schnell wegstecken können. „Vor allem Misserfolge, denn wenn man negativ aufgeladen in eine Wettfahrt geht, ist man gleich weg“, beschreibt Hecht.

Bei dem Konzentrationstest, den Hecht im Zuge eines Segelbewerbes absolviert hat, wurde ihm Folgendes attestiert: Das unbeirrbare Selbstvertrauen sowie die konstant gute Laune bilden die Grundlage für die stabile emotionale Lage dieses Seglers. Allerdings war Hecht durch seinen überschwänglichen Optimismus auch anfälliger, mehr Fehler zu machen.

Der Sonnyboy, wie ihn die Tester charakterisierten, lässt sich dennoch nicht beirren. Das war schon sein Motto in der Kindheit. Für sein erstes Boot hat er mit sieben Jahren all sein Erspartes zusammengekratzt, nur um sich diesen Traum zu erfüllen. Hecht ist zuversichtlich, dass er auch einen weiteren Traum wird verwirklichen können: „Die Zeit nach dem Berufsleben auf einem Segelboot zu verbringen.“ Na dann, Schiff ahoi!

– Gabriela Schnabel

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