Ein starker Typ: Thomas Schrenk stemmt die Maximarkt-Kette – und bis zu 175 Kilo

Maximarkt-Chef Thomas Schrenk stemmt in seiner Freizeit schwere Gewichte. Die Ausdauer und Konsequenz, die er dabei an den Tag legt, legt er auch im Job als Maßstab an.

Thomas Schrenk, 42, Geschäftsführer der in Salzburg und Oberösterreich angesiedelten Verbrauchermarktkette Maximarkt, errichtet gerade sein erstes Eigenheim. Ob das Haus nun nach seiner Fasson mit verspielten Türmchen ausgestattet oder eher schlicht ausgeführt wird, ist für ihn nicht wirklich wesentlich. Wichtigstes Planungsdetail für den Manager war die Berücksichtigung entsprechen­der Hobbyräume. Da ließ Schrenk nicht mit sich handeln. Das Briefing für den Architekten lautete also: im Keller ein repräsentatives Fitnesscenter für den Hausherrn planen plus eine entsprechende Garage für das Motorrad der Marke KTM Supermoto sowie für die Yamaha-Straßenmaschine entwerfen. Luxus? „Überhaupt nicht“, verneint Schrenk, „für mich spielt der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle. Ich arbeite Fulltime und möchte die wenige Freizeit, die mir bleibt, effizient nutzen können.“ Mindestens dreimal die Woche hat sich der Maximarkt-Boss ein körperliches Fitnesstraining verordnet, um seinen Body zu stylen. Den Weg in ein Studio kann er sich so sparen.

Work-out in der Kraftkammer
Wird Schrenk ob seines Bizepstrainings im Bekanntenkreis scheel angesehen? Er verneint. „Das war in der Vergangenheit eher der Fall. Heute geht man ja nicht zum ­Bodybuilding, sondern zum Work-out. Das hört sich zeitgemäßer an, total en vogue“, lacht er. Er gibt jedoch zu, dass jene Freunde, die früher mit ihm Gewichte stemmten, schon lang zum Ausdauersport gewechselt sind. „Ich bin der Einzige, der übrig geblieben ist.“ Begonnen hat Schrenk mit dem Krafttraining schon vor 25 Jahren. Zu jener Zeit kultivierte Austro-Export Arnold Schwar­zenegger die Mucki-Trainings weltweit. Einfaches Hanteltraining und das sogenannte Bankdrücken sind die Lieblings­übungen von Schrenk. Neben Kniebeuge und Kreuzheben ist das Bankdrücken eine Teildisziplin des Kraftdreikampfs und dient dazu, die Brustmuskeln kräftig auszubilden. „Mein persönlicher Rekord lag bei 175 Kilo, das war vor 15 Jahren. Heute schaffe ich es gerade mal, 100 Kilo hochzustemmen“, erzählt der Manager.

Ausdauer beim Sport und im Job
Die Ausdauer und Konsequenz, mit der Schrenk trainiert, sind für ihn auch im Job unerlässliche Eigenschaften. „Man kann nur Karriere machen, wenn man entsprechende Wege und Ziele verfolgt“, resümiert er. Schrenk kommt ursprünglich aus der Markenartikelindustrie. Dreizehn Jahre sammelte er Erfahrung bei Ybbstaler, zwei Jahre bei Frisch & Frost. Dann wechselte er zum Handel. Heute hat der Manager ­sieben Maximarkt-Verbrauchermärkte (bis zu 8.000 Quadratmeter Verkaufsfläche) mit rund 1.200 Mitarbeitern und einem Umsatz von 153 Millionen Euro (laut Firmenbuch) zu verantworten. Seine sportlichen Ambitionen konnte er auch an viele seiner Mitarbeiter vermitteln. Bereits das zweite Mal findet der maxi.halbmarathon in Bruck an der ­Glocknerstraße statt. Die Bewerbe gehen von einem 300-Meter-Rennen über einen 8,5-Kilometer-Lauf bis zum Halbmarathon. „Bislang haben immerhin 300 Mitarbeiter an der Laufveranstaltung teilgenommen“, freut sich Schrenk, der am 12. Juli selbst mit am Start steht, „das ­steigert das Wir-Gefühl.“

Schwager als Trainer
Während der Mann beim Ausdauertraining gute Zeiten läuft, ist er auf der Brust zurzeit ein bisserl schwach. Aufgrund einer lästigen Erkältung verlor der Maximarkt-Chef kürzlich sechs Kilo Körpergeweicht, „leider nur an Muskelmasse“. Die heißt es jetzt wieder aufzutrainieren. „Ein wirklich mühsames Unterfangen. Am Anfang steigert man das Gewicht relativ rasch, doch nach ein paar Wochen wird es echt zäh“, beschreibt Schrenk, „doch ich habe einen ­super Trainer, der mir entsprechende Ezzes gibt.“
Immerhin: Schwager Karl Saliger ist eine Kraftsportlegende in Österreich. Der Mann war in den späten 80ern vielfacher Welt- und Europameister bei den Junioren im Kraftdreikampf sowie beim Bankdrücken. Solch hehre Ziele verfolgt der Maximarkt-Chef freilich nicht. Für Wettbewerbe jeglicher Art fehlt ihm dann doch die Ambition. Viel lieber verbringt er die karge Freizeit mit Ehefrau Renate und Kater Gizmo. „Renate teilt mit mir die Leidenschaft des Motorradfahrens, des Laufens und des Nordic Walkens. Und die Leidenschaft für Kinder. Unsere Familienplanung ist ja noch nicht abgeschlossen“, lacht ­Schrenk.

Von Gabriela Schnabel

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