Die Geschäftsführerin von Costa Kreuzfahrten entspannt bei Fahrten mit Luigi

Ulrike Soukop, Geschäftsführerin von Costa Kreuzfahrten, hat ihre Passion, das Reisen, zum Beruf gemacht. Bei Landgängen steigt sie gerne in ihren italienischen „Luigi“, einen antiken Fiat 500, um.

Ulrike Soukop, 42, ist, wie es scheint, auf die Butterseite des Lebens gefallen. Die gebürtige Linzerin hat einen Job, der ihr tatsächlich ein süßes Leben beschert. Die meiste Zeit zumindest. Die Geschäftsführerin von Costa Kreuzfahrten Österreich hat ihre Passion, das Reisen, nämlich schon nach der Matura zum Beruf auserwählt und ist ihrem Traumjob bis heute treu geblieben. Das Fundament für ihre spätere Tätigkeit bildete ein zweijähriges Tourismus-College.

Nach ihrem Abschluss startete Soukop die Karriere bei einem kleineren österreichischen Reiseunternehmen, wo sie quasi Mädchen für alles war. Ihre erste Nagelprobe bei dem auf Incentive-Reisen spezialisierten Betrieb war ein Trip nach Florida. „Das war die Feuertaufe für mich. Ich war natürlich noch nie zuvor in den USA und musste die Reisenden durch alle Untiefen schiffen, die es bei so einer Tour immer gibt“, erinnert sich die Touristikerin heute mit Lachen zurück.

In den Folgejahren perfektionierte die blonde Lady ihr Reise-Know-how, was ihr vor sieben Jahren einen Job bei Costa Kreuzfahrten eintrug. Über das Angebot, zum größten Kreuzfahrtunternehmen in Europa zu wechseln, musste die Managerin nicht lange nachdenken. Die Schiffe der italienischen Reederei mit Hauptsitz in Genua fahren unter italienischer Flagge und sind im Mittelmeerraum, in Nordeuropa, der Karibik und in Südamerika unterwegs. Das Unternehmen gehört zur börsennotierten amerikanischen Carnival Corporation, dem größten Anbieter von Kreuzfahrten weltweit. Zu den Schwestergesellschaften gehören die Aida-Schiffe, Cunard mit der Queen Mary 2 und P&O Cruises.

Bei so einem Job, bei dem ständig die Koffer neu gepackt werden, braucht es auf der anderen Seite schon einen Ruhepol. „… und einen Partner wie meinen Mann, der mich unterstützt und mir viele Freiheiten lässt“, erzählt die Touristikerin. Wenn die Blondine jedoch an Land ist, genießt sie romantische Ausfahrten zu zweit mit ihrem „Luigi“, einem 40 Jahre alten Fiat 500L. Gefunden hat sie das gute Stück per Zufall eines Sonntags in der Werkstatt eines italienischen Autohändlers.

Der kleine Flitzer, dem schon Starregisseur Federico Fellini in seinem Film „Roma“ ein Denkmal setzte, wird vorwiegend für Stadtfahrten genutzt. „Ich schätze seine Alltagstauglichkeit, er ist praktisch, umweltverträglich und macht Spaߓ, beschreibt Soukop ihren runden Autowinzling. Luigi ist jedoch kein Auto, das man täglich fahren kann. Der hat schon seine Mucken. „Mein Fiat stottert erst zwei- bis dreimal, bevor er anspringt“, erzählt sie. Doch auf den Linzer Pöstlingberg schafft es der Kleine allemal.

Wenn Soukop längere Ausfahrten, vor allem mit offenem Dach, machen möchte, greift sie ohnedies auf ihren jüngeren Oldtimer zurück: ein auberginefarbenes Porsche-944-Cabrio, das 20 Jahre auf dem Buckel hat. Dieses wenig erfolgreiche Modell der Zuffenhausener Sportwagenschmiede wird in Kritikerkreisen gerne als „Hausfrauenporsche“ verspottet. Soukops Lieblingstouren liegen an der Côte d’Azur, die hat sie schon mehrmals mit ihrem Mann im 944er bereist. Beide sind dann auch stilgerecht gekleidet: gelochte Lederhandschuhe, Lederkappe der Herr, die Dame à la Grace Kelly ein Seidentuch um den Kopf geschlungen. Dann geht es volle Fahrt voraus. Ein echt süßes Leben, das die Lady da hat.

– Gabriela Schnabel

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