Achtung: Hubschraubereinsatz!

Peter Mennel, der Generalsekretär des ÖOC, geht gerne in die Luft: mit dem Fallschirm genauso wie als Flugzeug- oder Hubschrauberpilot.

Peter Mennel, 56, fällt gleich mit der Tür ins Haus. „Ich bin Vorarlberger, das hört und merkt man vielleicht auch“, stellt sich der Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) mit einem breiten Lachen vor – und geht gleich in medias res, respektive in die Luft. Denn dort ist der gebürtige Vorarlberger und ehemalige Chef der Bregenzer Sparkasse in seinem Element. Mennel hat bereits 2.000 Fallschirmsprünge absolviert und in dieser Disziplin acht Staatsmeistertitel geholt. Er darf mehrmotorige Flächenflugzeuge bis 5,7 Tonnen pilotieren und holte sich 2002 die Bronzemedaille bei den Hubschrauber-Weltmeisterschaften sowie Gold in der Mannschaftswertung. Nebenbei bestieg er ohne Sauerstoff den Cho Oyu, einen Achttausender im Himalaya, und flog 2007 mit einem Sportflieger rund um die Welt.

Der Traum vom Fliegen

Ein erfülltes Sportlerleben, könnte man meinen. Doch der Mann hatte nach seinem Uni-Abschluss als Jurist immer auch einen sehr ambitionierten Job als Banker. „Wenn ich etwas mache, dann mit Herzblut und Engagement“, erklärt Mennel, warum er aufwendiges Hobby und Beruf stets so gut unter einen Hut bringt. Bevor Mennel vor eineinhalb Jahren neben ÖOC-Präsident Karl Stoss als zweiter Vorarlberger in hoher Funktion ins Olympische Comité einzog, war er 17 Jahre lang Vorstandschef der Bregenzer Sparkasse. „Doch ich habe immer gewusst, dass ich nicht als Banker in Pension gehen werde“, erzählt er. Als Generalsekretär des ÖOC kann der „Gsiberger“ nun seine beiden Talente – Manager und Sportler – gut einbringen.

Volle Konzentration auf die Jugendwinterspiele 2012 in Innsbruck

Derzeit gilt seine ganze Konzentration den 1. Olympischen Jugend-winterspielen in Innsbruck, die im Jänner 2012 stattfinden, sowie den Olympischen Sommerspielen in London. Für seine Passion nimmt er sich dennoch Zeit. Erst vergangenen Samstag absolvierte Mennel einen Checkflug, um seine Flugtauglichkeit im Helikopter wieder unter Beweis zu stellen. „Fliegen war immer schon ein riesiger Traum von mir“, erzählt er.
Ein Traum, den er sich schon früh erfüllte. Erstmals schwebte er im Alter von 21 Jahren durch die Lüfte – mit einem Fallschirm. „Das war für mich damals die billigste Art zu fliegen“, erinnert sich Mennel. 1981 machte der Manager den Flugschein für mehrmotorige Flugzeuge, und zu seinem 40er absolvierte Mennel binnen einer Woche den Hubschrauberschein in den USA. „Von der Aerodynamik her sind Flieger und Helikopter gleich“, beschreibt Mennel, „doch ein Hubschrauber ist wesentlich schwieriger zu bedienen, weil er auch ohne Vorwärtsgeschwindigkeit in der Luft bleiben muss.“

1995: Gründung des Helocopterclub Vorarlberg

Der Ergeiz ließ den Mann nicht mehr los. Mennel gründete 1995 den Helicopterclub Vorarlberg und schaffte einen Schulungshubschrauber der Marke Robinson R22 an, der auch heute noch zum Einsatz kommt. Vier Jahre später nahm er gemeinsam mit seiner Frau Martina bei der ersten Hubschrauber-WM im deutschen Nördlingen teil. „Wir haben gewusst, wir wollen nicht die Letzten werden. Das haben wir geschafft. Wir sind Vorletzte geworden“, erzählt er lachend. Aber ab diesem Zeitpunkt war er nicht mehr zu bremsen. Mennel trainierte gemeinsam mit Piloten des österreichischen Bundesheeres und trat dann 2002 bei der WM in Aigen im Ennstal an. „Dort ist es uns gelungen, im Einzel eine Bronzemedaille und in der Mannschaft die Goldene zu machen“, hält er mit seiner Freude nicht hinterm Berg. In die Luft geht er noch immer gerne, Wettbewerbe überlässt er heute aber lieber den Olympioniken. Und diese mit vollen Kräften zu unterstützen ist seine ­neueste Passion.

– Gabriela Schnabel

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