Wirkungsvolles Marketing-Wissen für Einsteiger

Wirkungsvolles Marketing-Wissen für Einsteiger
Wirkungsvolles Marketing-Wissen für Einsteiger

Marketing: Auf den richtigen Mix kommt es an.

Marketingkampagnen müssen nicht zwangsläufig viel Geld kosten. Auch mit einem kleinen Budget kann man viel bewegen, wenn man sich die Zeit dafür nimmt.

Viele kleine und mittlere Unternehmen sehen nicht die Notwendigkeit für teures Marketing. Das zu investierende Geld scheint in keinem Verhältnis zu dem vermeintlich nicht messbaren Ergebnis zu stehen. Außerdem scheuen sich die Unternehmer, Kontakt zu scheinbar teuren Marketingagenturen aufzunehmen. Stattdessen suchen sie nach Möglichkeiten, mit kleinem Budget dennoch gute und messbare Erfolge zu erzielen.

Und es gibt sie, die Möglichkeiten mit verhältnismäßig wenig finanziellem Aufwand und ohne große Fachkenntnisse erfolgreiches Marketing zu betreiben. Doch eines sollten sich Unternehmer dabei bewusst machen: Wer kein Geld investiert, investiert Zeit. Das ist die Währung, die Low-Budget-Marketing für Sparfüchse erst möglich macht.

Kennzahlen festlegen

Controlling als Hilfsmittel

Bevor sich ein Unternehmer nun Hals über Kopf in die neuen Marketingaktivitäten stürzt, sollten einige Kennzahlen festgelegt werden. Welche Kennzahlen das sind, richtet sich nach dem Ziel. Angenommen, ein Unternehmen will messen, wie viele Kunden es durch eine Marketingaktion gewinnen kann. Dann sollte der Status quo des Kundenbestands zunächst festgehalten werden und eine neue Zählung nach der Aktion erfolgen. Interessiert der durchschnittliche Monatsumsatz, sollte entsprechend hierzu der Status quo erfasst sein, bevor die Marketing-Aktion startet. Anhand des Vergleichs Vorher-Nachher ist es nun möglich, einen Erfolg oder Misserfolg festzustellen.

Soziale Medien nutzen

Es ist in aller Munde, doch nicht längst jedes Unternehmen kann etwas damit anfangen. Facebook, Google+, Twitter, Instagram oder Blogger.com sind für manche in der Tat noch Fremdworte. Jedes Unternehmen muss für sich ausprobieren, welcher Kanal geeignet ist. Zur Effektivität und Effizienz von Facebook wurde viel geschrieben. Der Artikel „Whitepaper & Statistiken: Facebook-Werbung weltweit“ gibt näheren Einblick hierzu. Fakt ist, dass sich die Kosten für Werbekampagnen sowohl auf Facebook wie auch bei Google+ in einem überschaubaren Rahmen halten. Es ist wenig Aufwand, eine Anzeige zu erstellen, aber anhand eines Fragen-Antwort-Katalogs ist es schnell geschehen. Ein Budget legt jeder Nutzer in Eigenregie fest. Ob es 20 € pro Tag oder 10 € die Woche sind, hängt ganz vom User ab.

Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen: Facebook und Google kennen seine Nutzer sehr gut und verfolgen deren Aktivitäten detailliert. Deshalb sind auch Anzeigen, die auf diesen Kanälen geschaltet werden, so effektiv. Sie erreichen überwiegend die Nutzer, die sich für das angebotene Produkt oder die angebotene Dienstleistung interessieren. Anzeigen bei Facebook und Google+ können zielgruppenspezifisch geschaltet werden. Außerdem lässt sich zumindest bei Facebook für den Vorher-Nachher-Vergleich ganz genau feststellen, wie viele potentielle neue Kunden angesprochen wurden und wie viele davon Interesse gezeigt haben. Ein Vorteil für das anschließende Controlling der Marketingaktivität. Eine interessante Nachricht am Rande: Durch die zunehmende Digitalisierung in der Geschäftswelt gelingt es übrigens auch immer mehr Frauen, beruflich Fuß zu fassen.

Persönliches Marketing – ein alter Hut?

Ganz im Gegensatz zur Werbung in den sozialen Medien steht das persönliche Marketing. Doch gerade deswegen erlebt es aktuell geradezu eine Renaissance. Die Persönlichkeit eines Unternehmers, das individuelle Profil, ist es, was sich von der Masse aller anderen Anbieter abhebt. Dabei können Existenzgründer von einem ganz besonderen „Stand-Alone“-Merkmal profitieren. Solange sie sich in der Existenzgründungsphase befinden, haben sie Narrenfreiheit. Frische Ideen, unangepasster Kleidungsstil und freche Sprüche wirken authentisch und nicht aufgesetzt. Authentizität ist jedoch nicht nur für Existenzgründer, sondern für jeden Unternehmer der Schlüssel zum persönlichen Marketing. Kunden merken schnell, wenn ihnen eine Rolle vorgespielt wird.

Doch wo zeigt man sich am besten, welche Werbung ist persönlich, ohne aufdringlich zu sein? Das Gespräch von Angesicht zu Angesicht ist aus Marketing-Sicht quasi unbezahlbar. Und wo finden Unternehmen Kunden, die sie persönlich ansprechen können? Die Antwort ist simpel: branchenrelevante Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen sind die Keimzelle des persönlichen Kontaktmarketings. Der Messekalender Österreich auf www.messe.at gibt Auskunft über anstehende Termine.

Gespräche mit potenziellen Neukunden auf der Messe sind persönlich und vorwiegend ungezwungen.

Ein unschätzbarer Vorteil im Rahmen einer direkten Kommunikation auf Messen etc. ist, dass ein Unternehmer sein Geschäft höchstpersönlich präsentieren kann. Auf konkrete Fragen lassen sich konkrete Antworten finden und Gespräche in einer bequemen Sitzecke sind nicht selten für gestresste Messebesucher ein willkommener Komfort. Auf Messen greifen Besucher auch zu ausliegenden Werbegeschenken. Kugelschreiber, Blöcke und Notizzettel mit Firmenlogo sowie Kontaktdaten sind laut www.werbeartikel-discount.com sinnvoll platzierte Artikel mit nachhaltiger Außenwirkung. Auf diese Weise bleiben der Unternehmer oder das Unternehmen den Messe-, Ausstellungs- und Veranstaltungsbesuchern auch lange nach Veranstaltungsschluss im Gedächtnis.

Wer schreibt, der bleibt: Blogbeiträge vs. Newsletter

Eine weitere Möglichkeit, sich persönlich zu profilieren, ist der schriftliche Weg. Hierzu stehen ebenfalls verschiedene Optionen offen. Das einfachste ist, einen eigenen Blog aufzuziehen. Wichtig ist, diesen Blog regelmäßig mit Beiträgen zu befüllen, damit die Leser am Ball bleiben. Bei einem eigenen Blog empfiehlt es sich, einen Redaktionsplan zu erstellen und diesen zuverlässig abzuarbeiten.
Zusätzlich zum eigenen Blog bietet sich ein Gastbeitrag auf einem anderen Blog an. Wer die Möglichkeit hat, seine Expertenmeinung bei einem renommierten Kollegen seiner Branche kundzutun, sollte diese Möglichkeit nicht ungenutzt lassen. Zwar versteht sich fast von selbst, dass in einem Gastbeitrag nicht die eigenen Leistungen, Fähigkeiten und Kenntnisse im Mittelpunkt stehen, doch wer sich professionell zu einem Thema äußert, positioniert sich damit als Experte. Einen solchen Status kann man nicht kaufen, er besteht aus harter Arbeit und permanenter Präsenz – sei es im Netz oder in der gedruckten Presse.

Newsletter hingegen haben oft die Eigenschaft, ungelesen im Papierkorb der Empfänger zu landen. Insbesondere, wenn ein Newsletter langatmig ist und der Leser nicht auf den ersten Blick erkennen kann, worum es geht. Deshalb sollten Newsletter klar strukturiert, kurz und knapp gehalten sein. Es ist sinnvoller, eine Verlinkung zu einem externen Dokument einzufügen, das sich ein Leser bei Bedarf ziehen kann, als alle Informationen in den Newsletter hineinzuschreiben. Ein Newsletter in Kombination mit einem eigenen Blog ist ein erfolgreiches Gespann. Der Newsletter weist auf die aktuellen Beiträge hin, die Leser klicken auf die Verlinkung und gelangen auf der Blogseite. Diese ist im Idealfall mit dem Internetauftritt und dort mit dem verfügbaren Angebot verbunden. So landet der Kunde zielsicher dort, wo der Umsatz generiert wird.

Wer gerne schreibt, kann sich als Blogger oder Experte positionieren. Auch Newsletter haben ihre Berechtigung.

Fazit: auf den richtigen Marketingkanal kommt es an

Es gibt Unternehmer, die gerne schreiben, andere präsentieren sich lieber persönlich auf Veranstaltungen. Wenn die Marketingmaßnahme zum Unternehmer passt, dürfte sie auch Erfolg zeitigen. Wer vor seiner geplanten Aktivität den Status quo feststellt und im Nachgang überprüft, ob sich die Werte verändert haben, hat eine wirksame Kontrolle über den Erfolg seines Engagements. Wer allerdings die Augen verschließt und planlos handelt, verschenkt Zeit und Geld. In aller Kürze noch einmal die wichtigsten Schritte zum kostengünstigen Marketing ohne Vorkenntnisse:

  • Kennzahlen festlegen
  • Sozialen Medienkanal wählen und bedienen
  • Blogbeiträge und Newsletter schreiben
  • Sich auf Messen bzw. Fachveranstaltungen begeben
  • Erfolg der Aktivität messen

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