Vatikan stellt eigenes Frauenmagazin vor

Vatikan stellt eigenes Frauenmagazin vor

Der Vatikan gibt ab sofort ein eigenes Frauenmagazin heraus. Die bisherige Beilage "Frau - Kirche - Welt" der päpstlichen Tageszeitung "Osservatore Romano" erscheint künftig als Monatsmagazin mit einem Umfang von 40 Seiten. Die Startausgabe zum Thema "Mariä Heimsuchung" wurde am Dienstag im Vatikan vorgestellt, wie Kathpress berichtet.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin nannte die Publikation den Ausdruck einer "guten Gewohnheit: hören, was die Frauen zu sagen haben". Die Kirche verliere viel, wenn sie nicht auf die Stimmen der Frauen hört, so der Kardinal.

Finanziert wird das Heft teils über Werbeanzeigen der italienischen Post. Das Magazin wird zusammen mit dem täglichen "Osservatore" und der Wochenausgabe des gleichen Blatts ausgeliefert und soll nach Angaben des "Osservatore"-Direktors Giovanni Maria Vian eine Auflage von 18.000 bis 20.000 Exemplaren erreichen. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf spirituellen und biblischen Themen. Der Impuls zu einer eigenen Publikation von und für Frauen kam laut Vian 2012 von Papst Benedikt XVI. (2005-2013), der eine stärkere Medienpräsenz von Frauen gewünscht habe.

Die Schriftleiterin des Magazins, die römische Historikerin Lucetta Scaraffia, betonte, Frauen sähen die Kirche mit einem anderen Blick. Sie verwies auf die Rolle von Laienchristinnen bei der Gründung neuer Gemeinschaften etwa in Afrika; die Selbstsicht der Akteurinnen weiche von der Darstellung ab, die ihre Bischöfe über solche Initiativen etwa bei der Familiensynode 2015 in Rom gegeben hätten.

Zu möglichen Positionsnahmen gegen eine "Männergesellschaft" sagte Scaraffia scherzend mit Blick auf den Kardinalstaatssekretär: "Wir müssen vorsichtig sein." Eine kritische Auseinandersetzung werde es geben, aber nicht auf polemische Weise. Die Zeitschrift werde "das viele Positive" in den Vordergrund stellen. Auf die Frage einer Journalistin sagte Scaraffia, man habe auch Papst Franziskus um ein Interview gebeten. Er habe jedoch noch nicht geantwortet.

Christian Schneider, Digitalchef bei FCA

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