TTIP: Gefahren für Journalisten und Autoren

ÖJC-Präsident Turnheim: "Hier wird ein trojanisches Pferd nach Europa geschmuggelt". Der Deutsche Kulturrat stemmt sich gegen TTIP und CETA.

TTIP: Gefahren für Journalisten und Autoren

Wien. Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) warnt davor, dass das geplante Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA nicht nur Verbraucherrechte, sondern auch Urheberrechte und somit das Überleben von Journalisten und Autoren in Europa gefährde.

"Warum drängt der amerikanische Präsident so auf einen Abschluss und warum sollen die Völker Europas einem Vertrag zustimmen, der streng geheim ist?", so ÖJC-Präsident Fred Turnheim am Montag in einer Presseaussendung anlässlich des Besuches von US-Präsident Barack Obama in Deutschland.

"Hier wird von den Amerikanern ein trojanisches Pferd nach Europa geschmuggelt, wie es treffend zigtausende Demonstranten in Hannover aufzeigten", führt Turnheim aus. "Sonderrechte für Konzerne, auch für Medienkonzerne, bringen eine weitere Amerikanisierung in den Medien nach Europa und gefährden so zigtausende Arbeitsplätze für Journalisten und Künstler in den EU-Mitgliedsstaaten."

Auch der Geschäftsführer des "Deutschen Kulturrats", Olaf Zimmermann, hat sich gestern auf der Demonstration in Hannover laut Presseaussendung gegen die Handelsabkommen mit den USA und Kanada ausgesprochen.

"Der Kulturbereich ist sich in der Frage TTIP und CETA einig: Wir wollen diese Freihandelsabkommen nicht! Die Künstler, die Schriftsteller, die Musiker, die Bildhauer, die Komponisten: Klar, sind die gegen TTIP. Es gibt in dem TTIP-Vertrag nichts, überhaupt nichts, was ihnen nützt. Die Kultureinrichtungen, die Theater, die Museen, die Bibliotheken, die Soziokulturellen Zentren: Klar, sind auch die gegen TTIP, gerade der Bereich der öffentlichen Daseinsversorgung, wozu auch diese Kultureinrichtungen gehören, ist extrem durch TTIP gefährdet. Aber auch die Kulturwirtschaft, also z. B. die Filmwirtschaft, die Verlage und Buchhandlungen sind gegen TTIP. Sie haben die berechtigte Sorge, dass TTIP den großen multinationalen Medienunternehmen, wie Google, Apple, Amazon noch leichteren Marktzugang nach Europa ebnet, auf Kosten der kulturellen Vielfalt."

Oliver Köttnitz, Senior Manager Media & Entertainment Horváth & Partners Düsseldorf

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