Trump attackiert Medien als "unlauter"

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat bei einer Pressekonferenz im Trump-Tower in New York am Dienstag scharfe Kritik an der politischen Berichterstattung der US-Medien geübt. "Die politische Presse zählt zu den unlautersten Menschen, die ich je getroffen habe", sagte Trump.

Trump attackiert Medien als "unlauter"

Der Milliardär hatte sich insbesondere über die Berichterstattung zu von ihm gesammelten Millionenspenden an Veteranen-Hilfsorganisationen verärgert gezeigt. Den Reporter Tom Llamas vom TV-Sender ABC News bezeichnete Trump als "schmierigen Typen".

Trump hatte im Jänner an einer Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber nicht teilgenommen und stattdessen bei einer Spenden-Veranstaltung Gelder für Veteranen gesammelt. Während er kurz darauf den gesammelten Betrag mit sechs Millionen Dollar angab, sprach er nunmehr von 5,6 Millionen Dollar (gut fünf Millionen Euro). Obwohl Trump selbst die Aufmerksamkeit auf die Spendenaktion gelenkt hatte, sagte er nun, sie hätte eine "Privatsache" bleiben sollen. Eine Million Dollar spendete Trump nach eigenen Angaben selbst.

Auf die Frage, ob er sich bei seiner Bewerbung um das höchste Amt im Staate nicht eine dickere Haut zulegen müsse, antwortete Trump, er habe "viel Geld gegeben" und wenn es in der Presse anders dargestellt werde, sei die Presse "sehr unlauter". Die Pressekonferenz in New York war zu dem Zweck angesetzt, die Nutznießer der Spendenaktion zu nennen. Zuvor hatte Trump es abgelehnt, die Namen und Spendenbeträge bekanntzugeben.

Widersprich von Jeff Bezos

Amazon-Gründer Jeff Bezos empfindet die Medienkritik Donald Trumps als unangemessen. Es sei nicht passend, wenn Trump Medien, die ihn überprüfen wollten, abschrecke oder blockiere, sagte Bezos auf einer Konferenz des Technologieblogs "Recode" in der Nacht auf Mittwoch.

"Wir leben in einer Welt, in der die Hälfte des Planeten ins Gefängnis geht oder Schlimmeres erlebt, wenn sie ihren Anführer kritisiert", sagte Bezos. "Wir leben in dieser fantastischen Demokratie mit ihrer fantastischen Meinungsfreiheit, und ein Präsidentschaftskandidat sollte das gutheißen", betonte der Eigentümer der "Washington Post".

Oliver Köttnitz, Senior Manager Media & Entertainment Horváth & Partners Düsseldorf

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