Sportsponsoring rückläufig - Hirscher auf der Überholspur

Sportsponsoring rückläufig - Hirscher auf der Überholspur

Zum Jubeln: Wer Marcel Hirscher unter Vertrag hat, steht am Werbemarkt am Stockerl ganz oben.

Der Sport-Sponsormarkt ging 2015 um etwa drei Prozent auf einen Bruttowerbewert von 760 Millionen. Euro zurück. Jeder zweite Sponsor-Euro fließt in den Wintersport. Marcel Hirscher ist die Top-Marke.

Österreich ist anders. Während Wintersport, und darunter vor allem die alpinen Disziplinen - gemessen am globalen öffentlichen Interesse eher ein Nischenprogramm ist, sind die Helden auf zwei Brettern hierzulande die absoluten Top-Stars unter den Fans und ergo auch bei den Sport-Sponsoren.

"Jeder zweite Sponsoreuro wurde aus dem Wintersport lukriert", erklärte Marcel Grell vom Marktforschungsinstitut Focus am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Und die Top-Marke ist Ski-Superstar Marcel Hirscher.

Wer den Hirscher als Werbeträger hat hat den Jackpot geknackt. Der Sportler sorgte im Vorjahr für seine Sponsoren Atomic, Raiffeisen, Eisbär & Co. für einen Werbewert von 7,2 Millionen Euro. Weit abgeschlagen auf Platz zwei landete Anna Fenninger, gefolgt von Stefan Kraft, Hannes Reichelt, Michael Hayböck und Lindsey Vonn.

Sponsormarkt leicht rückläufig

Der heimische Sport-Sponsormarkt ist im vergangenen Jahr um etwa drei Prozent auf einen Bruttowerbewert von 760 Millionen Euro zurückgegangen. 453 Millionen Euro Bruttowerbewert entfielen im Vorjahr auf TV-Medien, Printmedien erzielten 307 Millionen Euro. Online-Medien werden noch nicht mitberücksichtigt. Die Top-Events waren 2015 der Alpine Ski-Weltcup, Fußball Bundesliga, Formel 1 WM, Nordischer Ski-Weltcup sowie die Ski WM. Fünf Sportarten haben dabei 90 Prozent des Bruttowerbewerts generiert - und zwar Ski, Fußball, Sprunglauf, Motorsport und Eishockey.

Die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2014 konnte durch die Alpine Ski WM in Beaver Creek 2015 nicht kompensiert werden. Heuer steht wieder eine Fußball-Europameisterschaft an, bei der sich auch Österreich qualifiziert hat. Der zu erzielende Werbewert werde davon abhängen, wie weit die österreichische Mannschaft kommt, meinte Grell.

Von insgesamt über 13.600 Marken profitierten im vergangenen Jahr Audi, Red Bull, Tipico Sportwetten, Raiffeisen und die OMV am meisten von Sport-Sponsoring. Nach Ausstattern betrachtet brachte es Uvex, Adidas, Nike, Puma und Head am meisten. Die Top-Platzierungsarten waren Dressen, Kopfsponsoring, Einzelsportgeräte, Mannschaftssportgeräte sowie Banden.

Den Werbewert errechnet Focus aus einem Mix aus Medientarif, Reichweite sowie Fläche (wie groß war die Marke sichtbar) und Zeit (wie lange war die Marke sichtbar).

Christian Schneider, Digitalchef bei FCA

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