Servus TV bleibt bestehen: Nein zum Betriebsrat

Servus TV bleibt bestehen: Nein zum Betriebsrat

Der TV-Sender Servus TV bleibt nun doch bestehen. Die Mitarbeiter haben sich gegen die Einrichtung eines Betriebsrats ausgesprochen und dies gegenüber AK und ÖGB auch so kommuniziert. Die Kündigungen werden ebenfalls zurückgenommen.

Mittwochnachmittag trafen sich die Verantwortlichen von Arbeiterkammer, Gewerkschaft und Red Bull. "Basierend auf gegenseitiger Akzeptanz und Respekt sowie dem Verständnis der jeweiligen Positionen und Standpunkte kam es zu einem konstruktiven Gespräch betreffend Servus TV", hieß es anschließend in einer Aussendung: "Nicht überraschend für einen Betrieb, der für seine hohen sozialen Standards bekannt ist, lehnt die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter einen Betriebsrat ab." Im Gespräch mit AK und ÖGB wurde diese Haltung der Belegschaft respektiert und damit bestehende Vorbehalte beseitigt. Die Fortsetzung der partei-politischen unabhängigen Linie wird von allen Beteiligten begrüßt, heißt es weiter in der Presseaussendung: Red Bull führe daher den Sender weiter, und die Kündigungen werden zurückgenommen.

Gewerkschaft: "Haben uns nie eingemischt"

Die Gewerkschaft hat auf den Weiterbetrieb von Servus TV mit Erleichterung reagiert. "Weitere Auseinandersetzungen und ein herber Verlust in der Salzburger Medienlandschaft bleiben uns somit erspart", erklärte Gerald Forcher, Geschäftsführer der GPA-djp Salzburg, am Mittwoch in einer Aussendung. Die Einstellung des Senders sei nun völlig vom Tisch.

Forcher betonte, dass sich die GPA-djp nie in die inneren Angelegenheiten des Senders eingemischt habe. Die Entscheidung, ob Mitarbeiter ihre innerbetrieblichen Mitwirkungsrechte wahrnehmen wollen, obliege ausschließlich ihnen selbst. "Diesbezüglich werden wir alle Entscheidungen akzeptieren."

Die Gewerkschaft sei darüber informiert, dass es bei Servus TV Mitarbeiter gegeben habe, die eine Betriebsratswahl angedacht haben, sagt Forcher: "Es hat aber keine Einberufung für eine Betriebsversammlung gegeben. Es haben nur einige darüber nachgedacht, ob das sinnvoll wäre oder nicht."

Das anonyme Rund-Mail sei auch nicht von der Gewerkschaft gekommen. "Wir mischen uns von außen nirgendwo ein. Wir unterstützen nur jene, die Unterstützung suchen." Es sei bei Servus TV definitiv kein Wahlverfahren eingeleitet und auch nicht vorbereitet worden. "Es hat nur eine Diskussion unter einigen Mitarbeitern stattgefunden", sagte Forcher.

Mateschitz: Betriebsrat hätte nachhaltig geschädigt

Erst am Dienstag hatte die angekündigte Einstellung von Servus TV für Entsetzen in der Branche gesorgt. Die Kündigung von 264 Mitarbeitern stand im Raum. Spekulationen, dass eine versuchte Betriebsratsgründung der Anlass war, wurden von Mateschitz bestätigt: Es habe eine entsprechende Initiative per anonymem Mail, "unterstützt von Gewerkschaft und Arbeiterkammer", gegeben. Das widerspreche dem Prinzip der Unbeeinflussbarkeit und Eigenständigkeit des Senders, das durch eine solche Betriebsratsgründung "nachhaltig beschädigt" worden wäre, so der Red-Bull-Boss.

Über 200 Mitarbeiter unterschrieben dann einen Offenen Brief, in dem sie sich gegen einen Betriebsrat aussprachen. "Die anonyme Umfrage über die mögliche Gründung eines Betriebsrates unterstützen wir - und das ist die überwältigende Mehrheit aller Mitarbeiter von ServusTV - ausdrücklich nicht", hieß es darin. "Wir wollen und brauchen keinen Betriebsrat."

Christian Schneider, Digitalchef bei FCA

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