Posing und Posting: Influencer-Marketing zieht weiter an

Unternehmen stocken ihre Budgets und Ressourcen für Influencer-Marketing weiter auf. Das Geschäft mit den Social-Media-Testimonials wird professioneller. Und wohl auch weiter lukrativer.

Posing und Posting: Influencer-Marketing zieht weiter an

Ein Selfie und ein Posing für das Insta-Posting: Influencer machen mit ihren Diensten für Unternehmen gute Geschäfte.

Von manchen belächelt oder gar verhöhnt oder in ihrer Wirkung unterschätzt, gewinnen Influencer für Unternehmen für die Wirtschaft zusehends an Wert. Das zeigt sich daran, dass die Budgets der Unternehmen für Influencer steigen.

Laut einer Studie des Bundesverbandes der Digitalen Wirtschaft (BVDW), für die über 100 Marketing-Verantwortliche befragt wurden, gaben 14 Prozent an, dass im Jahr 2020 ein Budget von mehr als 100.000 Euro für Influencer-Marketing-Kampagnen eingeplant wurde. In elf Prozent der Unternehmen wurden dafür sogar über 250.000 Euro eingeplant.

Die Studie betrifft zwar deutsche Unternehmen, doch die Entwicklung trifft auch auf Österreich zu. Andrea Hansal, Pressesprecherin der Verkehrsbüros, sieht etwa Influencer als wichtig Quelle, um frühzeitig Trends zu erkennen - etwa Reisedestinationen, die vor einem Aufschwung stehen und meint: „Man sollte ihre Rolle nicht unterschätzen."

Mehr Geld für Influencer

Die Corona-Pandemie führt nun dazu, dass viele Unternehmen ihre Ressourcen für Influencer Marketing weiter erhöhen, sowohl finanziell als auch personell. 70 Prozent der Befragten geben dem Influencer Marketing nun eine höhere Bedeutung als vor der Pandemie. Die Mehrheit der 100 vom BVDW befragten Firmen hat das Budget für Influencer Marketing für 2021 auch bereits erhöht. Lediglich 23 Prozent veranschlagen dafür genauso viel Budget wie im Vorjahr.

Die Ausgaben für Influencer-Marketing sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

"Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung auch nach der Pandemie anhalten wird“, erläutert Anke Herbener von TWT Digital und beim BVDW Leiterin der Arbeitsgruppe Influencer Marketing.

Zugang zu Zielgruppen

Influencer bringen das mit, was viele Firmen gerade in Krisenzeiten dringend suchen: den Zugang zu einer extrem online-affinen Zielgruppe, deren Vertrauen sowie entsprechende für diese zugeschnittene Inhalte. Herbener: „Unternehmen konnten durch gut gemachtes Influencer Marketing nicht nur ihre Engagement, sondern auch ihre Conversion Rate (die Häufigkeit, mit der die Besucher einer Website etwa ein Produkt oder eine andere Leistung kaufen) steigern."

Es lasse sich zudem eine zunehmende Professionalisierung im Influencer-Marketing erkennen. In 64 Prozent der Firmen gibt es bereits Verantwortliche für Influencer Marketing, das sind um elf Prozent mehr im Vergleich zu 2018.

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