„Print’s not dead“: Newsweek schreibt wieder Gewinne

„Print’s not dead“: Newsweek schreibt wieder Gewinne

So sieht ein Comeback aus: Newsweek, das berühmte Nachrichtenmagazin, ist seit März 2014 auch wieder in gedruckter Version erhältlich – und verkündet nun, dass nach kontinuierlichen Umsatzsteigerungen im vierten Berichtsquartal 2015 wieder ein Gewinn erzielt werden konnte.

Der ehemalige TIME-Redakteur Thomas J. C. Martyn hatte das Magazin unter dem Namen „News-Week“ im Jahr 1933 gegründet. Im Lauf der Jahrzehnte wechselte es mehrmals den Besitzer, bis der Print-Titel im Dezember 2012 zum vorerst letzten Mal erschien. In den zehn Jahren zuvor war die Auflage von mehr als vier auf eineinhalb Millionen Exemplare gefallen, die Werbeeinnahmen waren entsprechend gesunken. In das Jahr 2013 hinein erschien in Großbritannien und Kontinentaleuropa noch die Print-Ausgabe, fortan setzte man jedoch ausschließlich auf den in der Produktion deutlich günstigeren Onlineauftritt.

Im August 2013 wurde Newsweek vom Medienhaus IBT Media übernommen, zu dem auch andere namhafte Publikationen gehören – darunter International Business Times, Medical Daily, Latin Times, iDigitalTimes und Fashion Times. Der neue Chefredakteur, Jim Impoco, brachte Newsweek 2014 wieder gedruckt auf den Markt.

Comeback des Print – mit Online-Hilfe

Nun verkündet IBT Media, mit Newsweek im EMEA-Raum im vierten Quartal 2015 erstmals ein Berichtsquartal mit positivem Ergebnis abgeschlossen zu haben. Dies steht dem Eigentümer zufolge in Zusammenhang mit einem stetigen Umsatzwachstum: Im Jahresvergleich stieg der Werbeumsatz des vergangenen Quartals um 327 Prozent.

Doch der Siegeszug ist nicht alleine dem Papier zu verdanken: Im Vergleich zum Jahresende 2015 stieg der Online-Datenverkehr in Richtung europe.newsweek.com im laufenden Monat um 250 Prozent.

Mehr Mitarbeiter – mehr Werbeformate

Als Erfolgsrezept führt IBT Media an, dass man stark in die Redaktion investiert habe: „Wie die kürzlichen Neueinstellungen in der Nachrichtenredaktion und die Produktion von Videoinhalten belegen, wird einem größeren Publikum jetzt noch mehr Auswahl geboten“, heißt es von Seiten des Unternehmens. Newsweek entwickelt eigene Videoinhalte, um diese besser in Nachrichtenmeldungen integrieren zu können. „Dies ebnet den Weg für weitere Investitionen zur Steigerung der Multimedia-Produktion im Jahr 2016“, heißt es weiter: „Investitionen in mobile Inhalte werden in den kommenden 12 Monaten ebenfalls ein integraler Bestandteil der Newsweek-Strategie sein.“

Das Medium bietet den Anzeigenkunden „eine komplette Werbelösung“, bei der diverse Werbeformate angeboten werden – der Anteil der Werbeeinnahmen am Gesamtumsatz konnte somit auf 70 Prozent gesteigert werden. Mit dem Mehr an Personal können außerdem hochwertige Inhalte produziert werden, die einen entsprechend wohlhabenden Leserkreis ansprechen: Durchschnittlich verfügt ein Leser der Printausgabe über ein Haushaltseinkommen von 100.000 GBP (131.200 Euro).

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