Sechste Staffel von "Game of Thrones" bricht Reichweiten-Rekorde

Sechste Staffel von "Game of Thrones" bricht Reichweiten-Rekorde

Für "Drachenmutter" Emilia Clarke wurde die Fantasyserie zum Karriere-Sprungbrett: Sie war zuletzt mit Arnold Schwarzenegger im jüngsten "Terminator"-Film zu sehen.

Den Auftakt der 6. Staffel des Fantasy-Epos "Game of Thrones" sahen in Deutschland knapp 400.000 Personen, um 74 Prozent mehr als die erste Folge der vorherigen Staffel. In den USA wurde die Marke von 10 Millionen Zuschauern geknackt. HBO stellte sein Angebot gratis zur Verfügung, Sky veranstaltet in Österreich kostenlose Public Viewings - trotzdem wurden auch heuer wieder über eine Million Raubkopien der Serie heruntergeladen.

Die vom US-amerikansichen TV-Sender HBO produzierte Fantasyserie "Game of Thrones" startete am vergangenen Sonntag in den USA in ihre sechste Staffel, am darauffolgenden Tag kehrte die düstere Welt rund um intrigierende Königshäuser und feuerspeiende Drachen über den TV-Sender Sky auf die europäischen TV-Bildschirme zurück - und verbuchte in Deutschland erneut einen Reichweitenrekord: Die erste Episode der neuen Staffel, „Die rote Frau“, erzielte in Deutschland eine Kontaktsumme von 380.000 Personen, was ein Reichweitenplus von 74 Prozent gegenüber der ersten Folge der vorherigen Folge bedeutet. Deren erste Episode, „Die Kriege, die da kommen“, hatte noch 220.000 Kontakte erreicht.

In den USA ließen die Zuschauerzahlen jedoch leicht nach, wie US-Medien berichten: Dort sahen 7,94 Millionen Zuschauer den Auftakt zur neuen Staffel, während die Premiere der fünften Staffel die Marke von 8 Millionen Zuschauern durchbrochen hatte. Allerdings verweist HBO darauf, dass die Zuschauerzahlen inklusive der zwei Wiederholungen in der gleichen Nacht und der On-Demand-Zugriffe auf 10,7 Millionen gestiegen sind - und das ist ein neuer Rekord für das genre-prägende Fantrasy-Epos. Zudem verwies die Serie am vergangenen Sonntag alle anderen Ausstrahlungen auf die hinteren Plätze: Die Zombie-Serie "Fear the Walking Dead", welche ein ähnliches Publikum adressiert, erreichte in den USA am gleichen Tag zum Beispiel nur 4,7 Millionen Menschen in der Zielgruppe der 18 bis 49jährigen.

Mit Gratis-Schmäh gegen die Piraten

Nicht nur die Daten von HBO, sondern auch jene von Sky zeigen, dass Zuschauer zunehmend das "non-lineare" Fernsehen bevorzugen - damit ist gemeint, dass sie die Sendungen über Apps auf dem Handy oder Smart TV abrufen, anstatt sich nach einem fixen Programmschema zu richten. In Österreich griffen 41 Prozent der Sky-Zuschauer auf die non-linearen "Game of Thrones"-Inhalte zu.

Andere Zuschauer verschlug es ins Kino. Denn um die Fans bei Laune zu halten und sie für ein kostenpflichtiges TV-Abo zu begeistern, veranstaltet Sky derzeit öffentliche Vorführungen von "Game of Thrones" in österreichischen Kinos. Der Eintritt ist frei und die Fans stehen Schlange, um an dem Event teilnehmen zu können: Zur ersten öffentlichen Vorführung in der Wiener Millenium City am vergangenen Montag kamen über 2000 Gäste, zu den ursprünglich zwei gebuchten Kinosälen mussten die Veranstalter zwei weitere hinzubuchen. Weitere Vorführungen wird es in Linz (27.4., Kepler Universität) und Innsbruck (28.4., Metropol Multiplex) geben. In den USA mussten die Zuschauer nicht einmal das Haus verlassen, um die erste Folge kostenlos sehen zu können: Der Bezahlsender HBO stellte sein Angebot am besagten Wochenende allen Nutzern kostenlos zur Verfügung.

Nötig sind solche Werbeaktionen der Pay-TV-Sender auch, weil die Folgen der Fantasyserie kurz nach ihrer Ausstrahlung als kostenlose Raubkopien auf diversen Download-Portalen zur Verfügung stehen. Am Montagmorgen hatten bereits rund eine Million Menschen die neue Folge über die Filesharing-Website PirateBay illegal heruntergeladen. Nach Schätzung der Website TorrentFreak ist "Game of Thrones" seit dem Jahr 2012 die am häufigsten raubkopierte TV-Serie, im Frühjahr 2015 hatte es Schätzungen zufolge sieben Millionen illegale Downloads gegeben.

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