Deutsche Werbewirtschaft steckt mehr Geld in Fernsehspots

Deutsche Werbewirtschaft steckt mehr Geld in Fernsehspots

Das Fernsehen wird seine Rolle als wichtigstes Werbemedium in Deutschland nach Einschätzung des Branchenverbands VPRT weiter ausbauen.

Ungeachtet der wachsenden Werbeerlöse von Online-Medien dürfte der Marktanteil der TV-Reklame im laufenden Jahr auf mehr als 30 Prozent steigen, wie aus einer Reuters am Mittwoch vorliegenden Prognose des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) hervorgeht. 2015 waren es 29 Prozent.

"Hohe Reichweiten werden immer wertvoller, daher investiert die Wirtschaft verstärkt in Radio und TV", erklärte VPRT-Marktforscher Frank Giersberg. Zugleich rechne der VPRT mit einer fortschreitenden Fragmentierung des Marktes und einem schärferen Wettbewerb um die Werbebudgets der Unternehmen und ihrer Agenturen. Hörfunkwerbung soll der Prognose zufolge um bis zu zwei Prozent wachsen, bleibt aber mit einem erwarteten Volumen von rund 750 Mio. Euro ein Nischenmarkt.

Die TV-Werbeeinnahmen, die zum Großteil den Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL zufließen, dürften laut VPRT um bis zu drei Prozent auf mehr als 4,5 Mrd. Euro zulegen. Im vergangenen Jahr kletterten die Umsätze mit Fernsehwerbung ebenfalls um drei Prozent auf 4,4 Mrd. Euro. Das war fast ein Drittel aller Werbeerlöse deutscher Medien, wie eine aktuelle Statistik des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ergab.

Online und mobil genutzte Medien steigerten der ZAW-Statistik zufolge ihre Werbeeinnahmen um sechs Prozent. Diese Sparte war mit einem Volumen von 1,4 Mrd. Euro der viertwichtigste Werbeträger nach Fernsehen, Tageszeitungen und Anzeigenblättern. Printmedien standen erneut auf der Verliererseite: Tageszeitungen büßten fast sieben Prozent auf 2,7 Mrd. Euro ein, Anzeigenblätter verloren zwei Prozent und Publikumszeitschriften sogar zehn Prozent.

Christian Schneider, Digitalchef bei FCA

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