Zwölf Minuten James Bond sollen Tirol zum Monte Carlo der Alpen machen

Zwölf Minuten Sölden sind im neuen 007 Abenteuer "Spectre" zu sehen. Alpintycoon Jack Falkner möchte das Tiroler Dorf damit zum Monte Carlo der Alpen machen.

Zwölf Minuten James Bond sollen Tirol zum Monte Carlo der Alpen machen
Zwölf Minuten James Bond sollen Tirol zum Monte Carlo der Alpen machen

Im Pistendienst Ihrer Majestät. Der berühmteste Spion der Welt kam nach Tirol. Nicht gratis. Das Land Tirol hat Geld für Mr. Bond freigeschaufelt, das eine Umwegrentabilität bringen soll - insbesondere für Sölden.

James Bond ist der erfolgreichste Filmcharakter aller Zeiten und eine gewaltige Geldmaschine. Denn wo 007 spioniert, Frauen verführt und sich rasante Verfolgungsjagden liefert, klingeln die Kassen. Jetzt auch in Österreich und speziell im Tiroler Skiort Sölden, dessen Alpen-Kulisse im jüngsten Streifen "Spectre" rund zwölf Minuten zu sehen ist.


007 ist die größte Marketinggelegenheit, die wir jemals gehabt haben. Bond bleibt für immer mit Sölden verbunden

Jack Falkner, lokaler Großinvestor, Hotelier, Bergbahn-Zampano und Tourismus-Visionär, bringt es auf den Punkt: "007 ist die größte Marketinggelegenheit, die wir jemals gehabt haben. Bond bleibt für immer mit Sölden verbunden."

Falkner ist es auch, der den britischen Spion, aktuell verkörpert von Daniel Craig, ins Ötztal geholt hat. Und schon während der Dreharbeiten ordentlichen Profit ins Tal brachte. Die 31 Drehtage mit 400 Crewmitgliedern haben zehn Millionen zusätzlichen Umsatz gebracht. Nun geht das große Geschäft aber erst richtig los. Falkner: "Wir arbeiten jetzt intensiv nach. Denn mit der Filmpremiere ist es nicht getan. Bond soll uns Image und vor allem neue Märkte bringen."

Ziel von Falkner ist es, Sölden zum besten Skiort der Alpen zu machen und nicht nur bei den Nächtigungen, sondern auch punkto Image Kitzbühel, den Arlberg und Ischgl zu überflügeln. So soll das Tiroler Dorf zum Monte Carlo im Ötztal werden.

James Bond 007 Spectre Trailer

Hauptvorteil der Gemeinde: das Gletscherskigebiet und beste Schneesicherheit - denn die Berge sind hier höher als bei der Konkurrenz. Das war auch einer der wichigsten Punkte bei der Entscheidung für Sölden - denn 007 mag keine ausgeaperten Hänge.

Der Fokus des 58-jährigen Junggesellen, der in seinem eigenen Hotel, "Central", lebt, dessen Management er aber seiner Schwester überlässt, richtet sich nun auf England und Asien. Ersterer Markt ist derweil im Ötztal im Vergleich zu Kitzbühel noch unterrepräsentiert, sollte aber nun leichter zu beackern sein. "Bond ist ein urbritischer Charakter. Unser Marketingchef Chris Schnöller hat dort auf 13 Radiostationen über Sölden und 007 gesprochen - das funktioniert sehr gut", freut sich Falkner.

Er selbst ist nach wie vor in engem Kontakt mit 007-Produzentin Barbara Broccoli, um über die Nachnutzung von Lizenzen und Rechten zu verhandeln.

Mein Name ist Cow, Cash Cow

Der neue Bond dürfte für Österreich über die Jahre hinweg bei der Umwegrentabilität alle Grenzen sprengen. Weil der Bond-Tourismus im Fernen Osten boomt und die Produzenten eine China-Offensive planen, könnten bis zu einer halben Milliarde Euro Mehreinnahmen ins Land fließen.

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