Gelungener Aprilscherz: So fälschen Sie eine Website

Gelungener Aprilscherz: So fälschen Sie eine Website

Das Team von Robo Wunderkind will seine Produkte im Herbst auf den Markt bringen.

Lego kauft Robo Wunderkind? ProductHunt übernimmt Yahoo? Zum 1. April haben sich Start-ups heuer besonders viel Mühe gegeben: Sie fälschten Artikel des Branchenmediums Techcrunch und führten ihre Facebook-Freunde damit in die Irre. Hier erfahren Sie, wie Sie einen solchen News-Fake produzieren.

Viele Start-ups träumen vom "Exit" - dem großen Deal, bei dem sie die Früchte ihrer Arbeit an einen wohlhabenden Investor verkaufen. Kein Wunder also, dass sich dieses Thema auch in den Aprilscherzen mancher Marktteilnehmer wiederfand: Sie erschufen täuschend echte Kopien des IT-Branchenmediums TechCrunch und behaupteten in den gefälschten Artikeln, an großen Deals beteiligt zu sein. So verkündete Anna Iarotska, Gründerin von Robo Wunderkind, dass ihr Start-up für 120 Millionen Dollar von Lego gekauft worden sei - und sorgte damit im Social Network Facebook für Aufregung.

Robo Wunderkind war 2015 Sieger des Start-up-Wettbewerbs trend@venture. Das fertige Produkt - ein programmierbares Roboter-Spielzeug für kleine Kinder - geht bald in Produktion und soll im Herbst erhältlich sein.

Andreas Klinger, der alten Hasen der heimischen Start-up-Szene noch als Gründer der Mode-Plattform Lookk bekannt ist und nun als CTO von ProductHunt arbeitet, trug noch etwas dicker auf: Er behauptete, dass sein Unternehmen den Internetpionier Yahoo zur Gänze übernommen habe.

Möglich ist die Erstellung eines derartigen Fakes über die Website clonezone.link in nur wenigen Schritten. Der Nutzer wählt hier aus, welche Website er gerne kopieren möchte und erhält daraufhin eine Vorlage, in die er nach Gutdünken eigene Bilder laden und Text schreiben kann. Ist diese Tat vollbracht, kann der Nutzer noch das Erscheinungsbild des Postings auf Social Media-Kanälen wie Facebook gestalten und den gefälschten Artikel anschließend veröffentlichen. Wer besonders gewieft ist, der verwendet noch einen Link-Shortener wie tinyurl.com oder goo.gl, damit die unechte Webadresse für die vermeintlichen Aprilscherz-Opfer nicht sofort sichtbar ist.

Die Redaktion von trend.at wünscht viel Spaß beim Veräppeln der Kollegen, Freunde und Geschäftspartner zum 1. April.

Werbung, Marketing & PR

Markenwertstudie: Google bleibt Erster vor Apple und Microsoft

Werbung, Marketing & PR

Confare IDEAward 2017 – das sind die Gewinner

Judith Schinnerl und Thomas Rybnicek (META/MMO)

Werbung, Marketing & PR

Medienbeobachter META & MMO bündeln ihre Kräfte