Wintersaison: Februar mit so vielen Nächtigungen wie nie

Wintersaison: Februar mit so vielen Nächtigungen wie nie

Die Tourismusbranche ist mehr als zufrieden mit der bisherigen Wintersaison: Sowohl bei Nächtigungen als auch bei den Ankünften wurden Rekordwerte erreicht. Verantwortlich dafür sind Gäste vor allem aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien. So viele Übernachtungen wie im Februar gab es noch nie.

Das bisherige Winterhalbjahr 2015/16 ist sehr erfolgreich verlaufen. Nach vorläufigen Zahlen der Statistik Austria wurden von November bis Ende Februar sowohl bei den Nächtigungen als auch den Ankünften neue Rekordwerte erzielt. Die Nächtigungen in den heimischen Beherbergungsbetrieben stiegen demnach um 1,7 Prozent auf 47,1 Millionen, die Ankünfte um 3,5 Prozent auf 12,45 Millionen.

"Das Tourismusland Österreich ist attraktiv und wettbewerbsfähig", kommentierte Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die vorläufigen Zahlen. "Vor allem im spielentscheidenden Monat Februar haben wir unsere Stellung als Wintersportdestination Nummer eins in Europa verteidigt", so der Minister, der dank der gut gebuchten Osterfeiertage auch für den gesamten Winter ein positives Ergebnis erwartet.

Russische Gäste bleiben weiter aus

Hauptverantwortlich für das Nächtigungsplus von 1,7 Prozent in den ersten vier Monaten der noch bis Ende April laufenden Wintersaison waren vor allem Gäste aus Deutschland (+1,6 Prozent), der Schweiz und Liechtenstein (+5,8 Prozent) sowie aus Großbritannien (+6,5 Prozent), Belgien (+4,4 Prozent) und Tschechien (+7,0 Prozent). Dagegen verringerten sich die russischen Gästenächtigungen um 28 Prozent auf 0,52 Millionen und jene der Niederländer um 5,4 Prozent, obwohl um 4,3 Prozent mehr Ankünfte registriert wurden. Die inländischen Gästenächtigungen nahmen um 2,3 Prozent auf 10,5 Millionen zu.

Hotelbetriebe der 5-/4-Stern-Kategorie profitierten mit einem Nächtigungsplus von 2,2 Prozent, in 3-Stern-Betrieben sanken dagegen die Nächtigungszahlen leicht um 0,2 Prozent, in der 2-/1-Stern-Kategorie um 0,3 Prozent. Privatquartiere erlitten einen Nächtigungsrückgang von 4,0 Prozent. Dagegen betrug das Plus in privaten Ferienhäusern und -wohnungen 2,9 Prozent, in gewerblichen Ferienwohnungen sogar 5,1 Prozent.

Mit Ausnahme von Kärnten weisen alle Bundesländer höhere Nächtigungszahlen auf. Die absolut größten Zuwächse gab es in Tirol und Salzburg, wo jeweils rund 140.000 Nächtigungen mehr gezählt wurden. Wien kam auf ein Plus von 4,0 Prozent bzw. rund 118.000. Kärnten erlitt einen Rückgang um 35.100, ein Minus von 2,2 Prozent.

Februar mit so vielen Nächtigungen wie noch nie

Noch nie sind im Februar, dem wichtigsten Monat der Wintersaison, so viele Nächtigungen gezählt worden wie diesmal. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahmen sie um gut 500.000 auf 17,74 Millionen zu, ein Plus von 3,0 Prozent. Auch die Ankünfte erreichten mit 3,88 Millionen einen neuen Spitzenwert - ein Plus von 4,7 Prozent bzw. 172.900. In den vergangenen 20 Jahren - seit Februar 1996 - sind damit die Ankünfte von 2,38 Millionen um knapp zwei Drittel und die Übernachtungen um 30,6 Prozent um fast ein Drittel gestiegen, so die Statistik Austria.

Die Übernachtungen ausländischer Gäste nahmen im Februar um 3,9 Prozent zu, jene der Inländer sanken dagegen um 0,6 Prozent. Rückgänge russischer und niederländischer Gäste konnten von Nächtigungszunahmen deutscher, Schweizer und Gäste anderer wichtiger Herkunftsländer mehr als kompensiert werden. Während die russischen Gäste noch immer unter dem Rubel-Verfall und den EU-Sanktionen leiden, fielen in den Niederlanden die Frühlingsferien zum Teil in den März. Die Schweizer Sportwochen, die diesmal im Februar stattfanden, erhöhten die Nächtigungszahl der Schweizer Gäste um ein Viertel auf 803.700 - nach einem Minus von 19,6 Prozent im Jänner.

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