Schanigärten-Regelung: "Strenges Korsett für Unternehmen"

Schanigärten-Regelung: "Strenges Korsett für Unternehmen"

Schanigarten in Wien.

Die verordnete Zwangspause von Schanigärten im Winter stößt den Gastronomen seit jeher sauer auf. Die Junge Wirtschaft Wien protestiert nun mit einem "Pop-Up-Schanigarten" für eine Neuregelung.

Es ist Mitte Februar, die Sonne scheint und es hat angenehme 20 Grad. Doch die Cafés und Restaurants in Wien dürfen ihre Gäste nicht unter freiem Himmel bewirten. Der Grund: Schanigärten dürfen nur von 1. März bis 30. November geöffnet haben. "Auch wenn es im Februar in Wien milde 20 Grad hat, dürfen Wirte ihre Schanigärten nicht aufsperren. Sie müssen auf wichtige Gäste verzichten, weil eine Regelung besagt, dass die Gastgärten nur vom ersten März bis November geöffnet werden dürfen. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß", sagt Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien.

Die Junge Wirtschaft stellte einen "Pop-Up-Schanigarten" am Helmut-Zilk-Platz auf, um gegen die veralteten Richtlinien zu protestieren. Belastungen, Auflagen, Verordnungen und Gesetze machen den Gastronomen, vor allem denjenigen mit saisonalen Schanigärten, jedoch das Leben immer wieder schwer. In diesselbe Kerbe schlägt die Wirtschaftskammer Wien: "Die UnternehmerInnen werden hier zwangsbeglückt und in ein starres Korsett aus Regelungen gezwängt", so Markus Grießler, Spartenobmann der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

Insgesamt werben alljährlich rund 1.800 Schanigärten und 700 Gastgärten in der Bundeshauptstadt um Kundschaft. Die Gastronomen, die von der ÖVP dominierte Wirtschaftskammer, aber auch die ÖVP Wien fordern seit Jahren wiederholt, diese behördlich verordnete Wintersperre aufzuheben. Die Stadt zeigt sich regelmäßig abwartend bis skeptisch.

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