Sicherheit im Urlaub: So informieren Sie sich richtig

Sicherheit im Urlaub: So informieren Sie sich richtig

Die Angst vor Terroranschlägen dämpft die Reisefreudigkeit der Österreicher - vor allem die aktuelle Lage in der Türkei sorgt für Unsicherheit. Das Außenministerium bietet nützliche Informationen vor und während der Reise.

Die Statistik Austria verzeichnet für das erste Quartal 2016 rund vier Millionen Urlaubsreisen, die Österreicher getätigt haben. Im vorangegangen Jahr 2015 haben Österreicher rund 5,8 Millionen Urlaube im Ausland verbracht, das sind um 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die zunehmenden terroristischen Aktivitäten und politischen Unruhen dämpfen die Laune der Österreicher ihr sicheres zu Hause zu verlassen und ins Ausland zu reisen.

Ist das Fernweh doch da, so bietet das Außenministerium umfangreiche Sicherheitsinformationen zu rund 200 Ländern und schafft eine breite Grundlage für Reiseentscheidungen. Auch das deutsche Auswärtige Amt und der das schweizerische Departement für Auswärtige Angelegenheiten bieten nützliche Informationen.

Ist das angestrebte Urlaubsland sicher? 3 Tipps:

1. Gewünschte Sicherheitsinformationen schnell und einfach

Für personalisierte und die aktuellsten Informationen über das Reiseland direkt auf Ihr Handy oder E-Mail Account, besteht die Möglichkeit, sich online zu registrieren. Dabei tragen Sie in ein Onlineformular des Außenministeriums Ihre persönlichen Daten, sowie das gewünschte Reiseziel und die Reisedauer ein. „Im Fall einer Krise oder Naturkatastrophe können wir Sie dann rascher kontaktieren, informieren und Ihnen in schwierigen Situationen zur Seite stehen“, so Außenminister Sebastian Kurz dazu. Die aufgenommenen Daten werden dann 14 Tage nach der Reise gelöscht. Unter diesem Link geht es zum Formular.

2. Kein Ersatz für Eigenverantwortung

Die Registrierung sollte zusätzlich zu den allgemeinen Sicherheitsinformation-Diensten des Bundesministeriums in Anspruch genommen werden und nicht als Ersatz dienen. Reisehinweise und Reisewarnungen zu lesen - sich sorgfältig vorweg zu informieren – ist ein wesentlicher Bestandteil der Reisevorbereitung und bietet dem Reisenden eine höchstmögliche Transparenz der Sicherheitssituation des gewünschten Urlaubslandes.

3. Hilfe während der Reise

Nach sorgfältiger Vorbereitung kann der Urlaub losgehen. Aber wen können die Österreicher in einem Notfall im Ausland kontaktieren? Das Außenministerium ist weltweit 24 Stunden erreichbar und steht telefonisch unter der Nummer +43-1-90115-4411 in schwierigen Situationen zur Verfügung. Alternativ dazu gibt es eine Online-Lösung: Mit der Auslandsservice-App auf dem Smartphone oder Tablet-PC trägt man alle Informationen und Tipps rund um das Land und die Reise praktisch mit sich. Diese App zeigt unter anderem die Telefonnummer und Adresse der nächstgelegenen Botschaft auf der Karte an und beantwortet heikle Fragen rund um die Reise - etwa zum Thema Reisepassverlust. Die Dienste der App können auch im Offline-Modus abgerufen werden. So erspart sich der Reisende die Roaming-Gebühren, die bei einer Online-Nutzung anfallen würden.

Partielle Reisewarnung für die Türkei

Die Türkei war im vorangegangen Jahr eines der beliebtesten Reiseziele der Österreicher. Nach Spanien und Griechenland (8,2 % und 5,8 %) besetzt die Türkei 5,1 Prozent der Auslandsreisen 2015. Nach den politischen Unruhen im Land wurden aber viele Reisen für dieses Jahr storniert.

Für manche Regionen der Türkei besteht derzeit eine partielle Reisewarnung - nämlich Gebiete nahe der syrischen und irakischen Grenze. Nach den terroristischen Anschlägen, den jüngsten politischen Vorfällen und dem Ausnahmezustand, in dem sich das Land seit dem 20. Juli befindet, rät das Bundesministerium zu äußerster Vorsicht: „Es wird dringend empfohlen, auf stark frequentierten Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch bei Einkaufszentren, Großveranstaltungen, religiösen Stätten und touristischen Sehenswürdigkeiten besondere Vorsicht walten zu lassen, sowie Staats- und Regierungsgebäude und militärische Einrichtungen zu meiden.“ Für das gesamte Land wird ein erhöhtes Sicherheitsrisiko gemeldet.

Zwischenfälle in den Badeorten sind jedoch nicht bekannt und daher ist die Lage dort nach derzeitigen Berichten unverändert stabil, vom Krieg sind diese Regionen nicht betroffen. "Allerdings kann auch in diesen Gebieten das Risiko von Terroranschlägen nicht ausgeschlossen werden", heißt es auf der Website des Ministeriums.

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