Reisen werden im kommenden Winter etwas teurer

Reisen werden im kommenden Winter etwas teurer

Die Preise für Kuba-Reisen ziehen wegen immens gestiegener Nachfrage besonders stark an. Gemiedene Regionen wie die Türkei, Ägypten und Tunesien werden billiger.

Wien. Wer in der kommenden Wintersaison 2016/17 ein gemeinhin als sicher geltendes Reiseziel ansteuert, muss dafür etwas tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr. Mit höheren Preisen ist beispielsweise im stark nachgefragten Spanien zu rechnen. Billiger wird es hingegen in den von politischen Unruhen erschütterten Destinationen Türkei, Ägypten und Tunesien.

"Bei uns bleiben die Preise für Flugreisen auf der Nah- und Mittelstrecke stabil, bei Fernreisen gibt es leicht steigende Preise", berichtete der Chef des Reiseveranstalters Thomas Cook Österreich, Ioannis Afukatudis, am Mittwoch vor Journalisten. Auf der Fernstrecke verteuert sich - angesichts der starken Nachfrage - Kuba. Seit dem Ende der Eiszeit zwischen den USA und Kuba legt der Tourismus auf der Karibikinsel kräftig zu. Vor allem amerikanischen Touristen strömen nun in das Land. "Das treibt die Preise", so Afukatudis.

Bei dem hierzulande drittgrößten Reiseanbieter Thomas Cook (hinter Marktführer TUI und Rewe Touristik) steigt der Preis für Kuba-Reisen heuer im Winter beispielsweise um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf der Fernstrecke ebenfalls teurer werden die Dominikanische Republik (plus 2 Prozent), Mexiko (plus 2 Prozent) und die Malediven (plus 4 Prozent). Günstiger geht es dafür in Richtung Südafrika (minus 2 Prozent) und Malediven (minus 1 Prozent). Urlaub auf Mauritius ist heuer gleich teuer wie im Vorjahr.

"Der Fernreisen-Boom bricht nicht ab", betonte Thomas-Cook-Produktchef Lorenz Baumgartner. Im Winter sei die Karibik ein klassisches Ausweichziel. Wer nicht so weit fliegen möchte, entscheidet sich oftmals für Spanien. Die Reisepreise nach Mallorca erhöht Thomas Cook um 3 Prozent, jene auf die Kanaren um 1 Prozent. Preisnachlässe gibt es in Richtung Türkei (minus 5 Prozent), Ägypten (minus 2 Prozent) und - besonders massiv - Tunesien (minus 15 Prozent).

Die Wintersaison 2016/17 ist seit Mitte Juni buchbar. Der Reiseveranstalter lockt im 175. Jahr des Bestehens der Touristikmarke Thomas Cook mit Frühbucherboni zwischen 10 und 30 Prozent. Das Angebot ist freilich limitiert - für diese starken Preisnachlässe steht nur ein bestimmtes Kontingent zur Verfügung. "Wer sich seinen Urlaub frühzeitig sichert, kann sich länger darauf freuen und bucht preislich attraktiv", warb Baumgartner.

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