Österreich verhängt Reisewarnung für Spaniens Festland

Österreich verhängt angesichts steigender Covid-19-Infektionen eine Reisewarnung für das gesamte spanische Festland. Rückkehrer müssen ab Montag (10. August) einen negativen Test vorweisen.

Österreich verhängt Reisewarnung für Spaniens Festland

Das Außenministerium verhängt die Reisewarnstufe 6 über das Festland Spaniens.

Aufgrund der "epidemiologischen Entwicklungen" im Zusammenhang mit dem Coronavirus gilt Montag, 10. August eine partielle Reisewarnung für Spanien. Die Reisewarnung tritt um 0.00 Uhr in Kraft und gilt für das gesamte spanische Festland. Ausgenommen sind lediglich die Inselgruppen Balearen (u.a. Mallorca, Menorca und Ibiza) und die Kanarischen Inseln (u.a. Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria).

Es wird ausdrücklich vor Reisen auf Spaniens Festland gewarnt. Die Warnung gilt für alle Provinzen des Landes. Spanien gehört in Europa zu den am stärksten von der Coronakrise betroffenen Ländern. Bisher gibt es dort knapp 306.000 bestätigte Fälle, fast 28.500 Personen sind mit oder an dem Virus gestorben.

"Reisende, die sich momentan auf dem spanischen Festland aufhalten oder durch das spanische Festland zurückreisen, müssen aufgrund der bevorstehenden Novellierung der Verordnung des Gesundheitsministeriums beachten, dass ab Montag, 10. August, bei der Rückkehr nach Österreich ein negativer Test auf SARS-CoV2 vorgelegt werden muss", hieß es aus dem Außenministerium. Die Tests müssen selbst gezahlt werden.

Entwicklung in Spanien

In Spanien werden derzeit wieder restriktive Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus gesetzt. Die Gemeinde Aranda del Duero in der Region Kastilien und Leon wird wegen steigender Corona-Infektionszahlen für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Nur mit triftigen Gründen wird man in die Gemeinde einreisen oder diese verlassen dürfen.

Die 150 Kilometer nördlich von Madrid gelegene Stadt hat gut 32.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Weinbaugebiets Ribera del Duero. Die Zahl der Neuinfektionen steigt dort seit einigen Tagen rapide. Binnen 24 Stunden wurden zuletzt 199 Fälle registriert.

Eine ähnliche Maßnahme gilt in Spanien zur Zeit sonst nur in den kleinen Nachbargemeinden Iscar und Pedrajas de San Esteban, die zusammen 10.000 Einwohner haben und ebenfalls in Kastilien und Leon rund 150 Kilometer nordwestlich von Madrid liegen. Diese sind seit Samstag für zwei Wochen abgeriegelt. Zuvor waren im Juli die katalanische Region Segria und der galicische Landkreis A Marina in der Provinz Lugo zeitweilig unter Quarantäne gestellt worden.

Reisewarnung in Stufen

Eine Reisewarnung (Sicherheitsstufe 6) gilt derzeit aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus für 31 Staaten: Neben den EU-Ländern Portugal, Schweden, Bulgarien und Rumänien sind dies Ägypten, Albanien, Bangladesch, Weißrussland (Belarus), Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Iran, Kosovo, Mexiko, Montenegro, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Philippinen, die Republik Moldau ,Russland, Senegal, Serbien, Südafrika, die Türkei, die Ukraine und die USA. Außerdem gibt es eine partielle Reisewarnung für die chinesische Provinz Hubei.

Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) gilt nun für das Festland Spaniens "aufgrund der epidemiologischen Entwicklungen" im Zusammenhang mit dem Coronavirus .

Reisewarnung (Sicherheitsstufe 4) Gilt weiterhin mindestens weltweit. ("Hohes Sicherheitsrisiko"). Von nicht unbedingt notwendigen Reisen wird abgeraten

Eine Reisewarnung berechtigt zu einem kostenlosen Storno einer gebuchten Reise, ist aber kein Reiseverbot. Sollte allerdings eine Rückholaktion aus einer Region oder einem Land durchgeführt werden, wo es eine ausdrückliche Reisewarnung gibt, können die Reisenden an den Konsularkosten beteiligt werden.

Weitere Reisewarnungen

Außerhalb Europas warnt das Außenministerium wegen der Pandemie weiterhin vor Reisen nach Ägypten, Bangladesch, Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, in den Iran, Mali, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Philippinen, Senegal, Südafrika und in die USA sowie in die chinesische Provinz Hubei.

Abgesehen von der Pandemie warnt das Außenamt außerdem vor Reisen nach Afghanistan, in den Irak, in den Jemen, nach Libyen, nach Niger, Somalia, in den Südsudan, nach Syrien und in die Zentralafrikanische Republik. Grundsätzlich rät das Außenministerium aufgrund der Coronakrise "dringend von allen nicht notwendigen" Auslandsreisen ab.

Urlaub 2022: Österreich steht bei den Österreichern weiter hoch im Kurs.

Urlaub 2022: Bremst die Inflation die Reiselust? [Umfrage]

Sparen hin, fliegen her. Die trend. Umfrage zeigt, wie die Österreicher …

Brücke für Wanderer am Schlegeis Stausee in Tirol

Rechnungshof kritisiert Willkür bei Tourismusförderungen

Der Rechnungshof übt scharfe Kritik an den österreichischen …

Österreichs Tourismus vor neuen Herausforderungen

Mit 5. März wurden für die heimische Tourismusbranche außerhalb Wiens …

Land Niederösterreich finanziert Ötscherlifte noch zwei Jahre

Land Niederösterreich finanziert Ötscherlifte noch zwei Jahre

Das Land Niederösterreich springt nun doch - zumindest vorübergehend - …